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23. Januar 2026
Leitvers 17: „Seit der Zeit fing Jesus an zu predigen: <Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!>“
In der Bibel bedeutet die Zahl drei oft die Vollkommenheit. Während seines irdischen Wirkens verkündete Jesus Christus das Evangelium, berief einige Jünger und heilte kranke Menschen. Das waren seine drei Werke.
Wir wollen heute drei Werke Christi näher kennenlernen. Wenn wir seine guten Jünger werden wollen, müssen wir diese drei Werke gut verstehen und tun.
Gott möge uns helfen, gute Jünger Jesu zu werden.
Erstens: Die Verkündigung des Evangeliums (12-17)
Das erste Werk Jesu ist die Verkündigung des Evangeliums. Jesus begann in Galiläa zu predigen, als er hörte, dass Täufer Johannes ins Gefängnis eingesperrt wurde (12).
Er verkündete: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“ (17).
Das war seine erste Predigt.
Nachdem Herodes der Große, der für den Kindermord in Bethlehem verantwortlich war, 4 v. Chr. gestorben war, wurde sein Reich unter seinen Söhnen geteilt.
Herodes Archelaus, sein ältester Sohn durch seine vierte Frau, wurde Teilkönig (griechisch „Tetrarchie“; wörtlich „Viererherrschaft“) über Judäa, Samaria und Idumäa. Er wurde aber schon im Jahr 6 n. Chr. von den Römern abgesetzt, weil er gegenüber Juden zu brutal war. Sein Gebiet wurde durch einen römischen Statthalter direkt verwaltet. So war Pontius Pilatus der Statthalter in Judäa und Samaria, als Jesus Christus wirkte.
Herodes Antipas, der zweite Sohn des Herodes des Großen durch seine vierte Frau, wurde Teilkönig über Galiläa und Peräa. Er verliebte sich in Herodias, die Frau seines Halbbruders namens Herodes Boethos durch die zweite Frau seines Vaters. Darum verstieß Herodes Antipas seine erste Frau, um seine Schwägerin zu heiraten. Herodias ihrerseits verließ ihren Mann und heiratete Herodes Antipas. Dieser doppelte Ehebruch erregte bei den Juden großen Anstoß.
Johannes der Täufer begann 28 n. Chr. zu predigen. Er predigte Herodes Antipas die Buße, um dessen Seele zu retten. Herodes Antipas hatte da zwei Wahlmöglichkeiten: Entweder Buße tun oder den Mund des Johannes totmachen. Er wählte die zweite Wahlmöglichkeit und sperrte Johannes ins Gefängnis ein. Es schien so aus, als ob die Sünde über die Welt triumphierte. Aber das war nur Schein.
In der dunkelsten Stunde der Nacht weiß man, dass in einigen Stunden die Morgendämmerung beginnt. Obwohl die Welt wegen der Sünde von Herodes Antipas stockdunkel war, brauchte die Welt nicht lange zu warten, bis das Morgenlicht Christi leuchtete.
Als Jesus Christus von der Gefangenschaft des Täufers hörte, wusste er, dass die Zeit Gottes gekommen war. Er verließ seine Heimat Nazareth, zog nach Kapernaum und begann als Messias zu wirken.
Da wurde die Prophetie von Jesaja erfüllt, wie es steht: „Das Land Sebulon und das Land Naftali, das Land am Meer, das Land jenseits des Jordans, das heidnische Galiläa. Das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen, und denen, die im Land und Schatten des Todes saßen, ist Licht aufgegangen“ (19-20; vgl. Jes. 8,23; 9,1).
Nach dieser Prophetie ist Jesus ein großes Licht und das Licht des Lebens. Es gibt in der Welt verschiedenes Licht. Es gibt technisches Licht; die technische Entwicklung hat uns eine zivilisierte Welt gebracht. Es gibt auch politisches Licht; das demokratische System hat uns eine gerechte Welt ermöglicht. Das wirtschaftliche Wachstum hat uns eine Wohlstandsgesellschaft gebracht. Die medizinische Entwicklung hat unsere Lebensspanne verlängert. Es wird bald eine Realität, dass viele Menschen länger als 100 Jahre leben werden. All diese Entwicklungen haben etwas Licht ins Dunkel gebracht. Leider können sie uns weder das ewige Leben noch den wahren Sinn des Lebens geben. Trotz der verbesserten Lebensbedingungen fühlen sich die meisten Menschen immer noch sinnlos. In Korea ist trotz der wirtschaftlichen Entwicklung der Selbstmord drastisch zugenommen, weil viele Koreaner ihren Lebenssinn nicht finden.
Wo können wir das ewige Leben und den richtigen Lebenssinn finden? Wir müssen Gott fragen, der uns erschaffen und uns das Leben gegeben hat. Er kann unser Sündenproblem lösen, uns das ewige Leben und den Lebenssinn geben. Er hat dazu Jesus Christus gesandt, der das wahre Licht der Menschen ist.
Wir müssen aber zunächst unser Grundproblem erkennen und es lösen, um das ewige und sinnerfüllte Leben zu finden. Die Sünde und der Tod sind unser Grundproblem: Angesichts der Realität des Todes geraten wir in die Sinnlosigkeit, und der Tod ist der Lohn unserer Sünde.
Jesus bietet uns die Lösung unseres Grundproblems an und sagt zu uns: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“ (17).
Wir waren angesichts der Realität des Todes hilflos und empfanden unser Leben als sinnlos. Unser Tod kommt wegen unseres Sündenproblems. Gott aber hat uns geliebt und Jesus Christus gesandt, um uns die Sündenvergebung zu schenken, uns von der Todesmacht zu erlösen und uns ein sinnerfülltes, ewiges Leben zu schenken. Wir können durch den Glauben an Jesus Christus die Sündenvergebung und das ewige Leben empfangen und ein sinnerfülltes, ewiges Leben genießen. Dazu brauchen wir Buße zu tun und an Jesus Christus zu glauben. Denn Jesus Christus hat all unsere Schuld auf sich genommen, ist am Kreuz gestorben und von den Toten auferstanden.
Wenn wir unsere Sünde gestehen und an Jesu Opfertod für unsere Schuld glauben, empfangen wir das ewige Leben, das Himmelreich und den wahren Lebenssinn. Wir haben dann die Todesmacht und alle Dunkelheit weit überwunden und können ein sinnerfülltes, ewiges Leben genießen.
Darum sollen wir in Jesus Christus das ewige Leben dankbar annehmen und das sinnerfüllte, ewige Leben richtig genießen. Weil Jesus nun als König über uns herrscht, haben Sünde, Tod und Teufel keine Macht mehr über uns. Das wunderbare Licht leuchtet über uns, sodass wir in Freude ewig leben können. Wir wissen jetzt, wofür und wozu wir leben sollen. Wir leben für Gott und zu seiner Ehre. Er hat uns so sehr geliebt, dass er seinen Sohn für uns dahingegeben hat. Aus Dankbarkeit für Gott zu leben, macht uns wirklich glücklich und sinnvoll. Wir sollen auch zum Wohl anderer Menschen leben. Wie der Mond das Sonnenlicht widerstrahlt, sollen wir das Licht Christi widerstrahlen und die frohe Nachricht von Jesus Christus weitersagen, damit auch andere Menschen an Jesus Christus glauben und glücklich leben können. Wir sollen verkünden, wie Jesus getan hat: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“
Denn in Offenbarung 3,20 sagt Jesus zu allen Menschen:
„Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und mit ihm essen, und er mit mir.“
Zweitens: Die Jüngererziehung (18-22)
Das zweite Werk Jesu ist die Jüngererziehung. Jesus wollte möglichst viele Menschen von der Sündenmacht retten und sie ins Himmelreich führen. Dazu wollte er einige Jünger erziehen.
Er zog von Nazareth nach Kapernaum um (13), ging am Galiläischen Meer entlang und sah zwei Brüder namens Simon Petrus und Andreas ihre Netze ins Meer werfen. Die beiden waren einfache Fischer. Sie hatten wegen ihrer Armut die Schule nicht richtig besucht. Sie hatten keinen nennenswerten Zukunftstraum. Vielleicht wäre ihr größter Traum, einen großen Fischfang zu machen, damit sie ein größeres Schiff kaufen könnten.
Jesus sagte zu den beiden: „Folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen!“ (19).
Mit diesem Wort gab Jesus ihnen einen lebendigen Traum. Bisher hatten die beiden nur einen „toten“ Traum, nämlich, viel Fisch zu töten und sie zu verkaufen, um Geld zu machen. Von nun an sollten sie aber einen „lebendigen“ Traum haben. Sie sollten als Menschenfischer Menschen von der Todesmacht erretten und sie zum ewigen, seligen Leben führen. Dazu sollten sie zunächst Jesus nachfolgen, um ihn und sein Werk kennenzulernen. Sie sollten dadurch in ihm Gott, seine Liebe und seine Kraft entdecken. Sie können dann Gottes Reich und seinen Plan erfahren und glaubwürdige Zeugen Jesu werden. Dieser Prozess heißt die Jüngerschaft Christi. Jesus lud die beiden zu dieser Jüngerschaft ein.
Kurz nach der Berufung von Petrus und Andreas fand Jesus zwei weitere Menschen, nämlich Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus. Diese flickten ihre Netze mit ihrem Vater. Jesus rief auch die beiden Brüder. Sofort verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten ihm nach.
Jesus Christus hatte die Absicht, allen Menschen in der Welt das Evangelium zu verkünden. Er hatte dazu einen Masterplan. Er berief einige Leute und erzog sie als seine Jünger. Sie sollten ihn und sein Erlösungswerk gut kennenlernen und sein Erlösungswerk übernehmen. Er berief aber weder ausgezeichnete noch reiche Leute. Vielmehr berief er gewöhnliche Leute wie Simon Petrus. Dies lehrt uns, dass eine menschliche Qualifikation kein entscheidender Faktor dafür ist, Jesu Jünger zu sein. Denn ein Jünger Jesu soll nicht seine eigene Kraft bezeugen, sondern Jesus Christus und dessen Kraft. So konnten sie aus den einfachen Menschen gute Jünger Christi werden. Diese wenigen Jünger erzogen weitere Jünger Jesu. Diese weiteren Jünger verbreiteten das Evangelium in der ganzen Welt.
Viele Menschen folgen irgendeinem Menschen als ihrem Idol. Schließlich werden sie früher oder später von ihrem Idol enttäuscht, weil ihr Idol nur ein fehlerbehafteter Mensch ist. Aber wer Jesus Christus nachfolgt, wird nie enttäuscht, denn er ist Gottes Sohn und Christus. Er starb sogar für uns am Kreuz und ist von den Toten auferstanden. Wir sollen Jesus Christus gut kennenlernen und als seine Jünger heranwachsen. Und wir sollen auch Jesu Jünger erziehen und das Werk Christi fortsetzen. Das ist der Wille Gottes in Jesus Christus. Darum sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern“ (Mt. 28,19a).
Drittens: Die Heilung (23-25)
Das dritte Werk Jesu Christi ist die Heilung der Kranken.
Sehen wir uns die Verse 23-25 an: „Und Jesus zog umher in ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk. Und die Kunde von ihm ging hinaus in das ganze Syrien. Und sie brachten zu ihm alle Kranken, die mit mancherlei Krankheiten und Qualen behaftet waren, und Besessene und Mondsüchtige und Gelähmte; und er machte sie gesund. Und es folgten ihm große Volksmengen von Galiläa und dem Zehnstädtegebiet und Jerusalem und Judäa und von jenseits des Jordan.“
Jesus Christus hat ein großes Erbarmen mit den kranken Menschen, denn er versteht ihre Schmerzen und ihren Kummer. Und er heilte sie.
Wir dürfen mit all unseren Problemen und unserem Kummer zu Jesus kommen und ihn um Hilfe bitten. Er hat Herz für unsere Probleme und will uns gerne helfen.
Wir sollen Jesus Christus preisen, der unsere Schmerzen und Krankheiten kennt und uns gerne helfen will.
Wir sollen auch etwas tun, um den Kranken oder bedürftigen Menschen zu helfen. Das ist Jesu Herz.
Das dreifache Werk Christi
Jesus verkündet das Evangelium, erzieht seine Jünger und heilt kranke Menschen. Das sind drei Werke Christi. Sein Ziel ist, Menschen zum Glauben an das Evangelium zu führen und sie als seine Jünger zu erziehen. Dadurch will er möglichst viele Menschen ins Himmelreich einladen.
Wir sollen die Frohe Botschaft mit Freude hören: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“
Wir sollen Buße tun und an das Evangelium glauben.
Wir sollen gute Jünger Jesu werden, um die Frohe Botschaft glaubwürdig weiterzusagen.
Wir sollen, wenn wir können, auch Menschen von ihrer Krankheit heilen.
Gott möge durch uns sein Werk tun.
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