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24. Februar 2026
Leitvers 33: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“
Ich lebe seit 47 Jahren in Deutschland. Bis zum letzten Juni hatte ich noch nie einen Einbruch erlebt. Deshalb dachte ich, meine Wohnung sei sicher. Doch am 11. Juli 2025 brach ein Dieb in meine Wohnung ein und stahl Geld. In diesem Moment hallten Jesu Worte wider: „Sammelt euch nicht Schätze auf Erden, wo Motten und Würmer sie fressen und wo Diebe kommen und stehlen“ (V. 19).
Nicht nur Geld, sondern auch Gesundheit, Karriere und Beziehungen – nichts davon ist völlig sicher; deshalb können wir uns nicht darauf verlassen.
Worauf sollten wir uns also verlassen und wonach sollten wir streben, um Sicherheit zu haben?
In dieser Passage lehrt uns Jesus Christus, was wir anstreben müssen, um in Sicherheit zu leben. Er möchte uns den richtigen Weg für unser Leben weisen, damit wir in Sicherheit leben können.
1. Wo sollen wir unsere Schätze aufbewahren? (19–24)
Niemand möchte in Armut leben. Jeder wünscht sich ein ausreichendes Einkommen. Manche Menschen möchten reich sein. Letztendlich wünscht sich jeder ein ausreichendes Einkommen.
Jesus gibt uns heute Rat, wo wir unser Einkommen, unsere Schätze, aufbewahren sollen.
Er sagt: „Sammelt euch nicht Schätze auf Erden, wo Motten und Würmer sie fressen und wo Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Würmer sie fressen und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.“ (19–21)
Wir können Jesu Worte sinngemäß wiedergeben: „Sammelt eure Schätze nicht an Orten, wo sie nicht aufbewahrt werden können, sondern an sicheren Orten.“
Wo ist ein sicherer Ort für unser Geld und unsere Schätze?
Jeder Ort, an dem Diebe einbrechen oder Motten und Rost Verfall und Zerstörung anrichten können, ist ein gefährlicher Ort. Wir hören oft, dass viel Geld durch einen Banküberfall gestohlen wurde. Wir sehen auch, wie Menschen durch Börsencrashs enorme Verluste erleiden.
Jesus lehrt uns, wo wir unser Geld und unser Vermögen am sichersten anlegen können. Er sagt: „Sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Würmer sie fressen und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen.“ (20)
Was bedeutet es, Schätze im Himmel zu sammeln?
Das bedeutet, dass wir für Gott und andere Menschen reich sind, indem wir unser Geld für Gott und andere Menschen aktiv einsetzen. Dadurch können wir selbst gesegnet sein und unsere Schätze im Himmel sammeln.“
Geld ist kein Selbstzweck, sondern nur ein Mittel. Dass wir für unsere Bedürfnisse Geld verdienen – das ist legitim und notwendig. Über unsere Bedürfnisse hinaus reich zu werden – dazu brauchen wir eine richtige Einstellung. Wenn wir eine falsche Einstellung haben, wird unser Reichtum kein Segen für uns, sondern ein Fluch. In den USA nehmen manche der reichen Familie Rauschmitte. Dadurch geraten sie in eine Lebenskrise. Andere geraten wegen des Reichtums in eine vergnügungssüchtige Lebensweise. Andere versuchen, ihren Reichtum auf illegalem Wege zu mehren.
Doch wie sieht eine gesunde Einstellung zum Sammeln von Schätzen aus? Ich möchte drei Punkte ansprechen:
Als Erstes sollen wir unsere Hoffnung nicht auf irdische Schätze setzen, sondern auf Gott.
Jesus sagt in Vers 24: „Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“
Geld hat eine magische Kraft, sodass es Menschen leicht zu seinen Anbetern machen kann. Deswegen heißt Geld Mammon, d. h. Götze des Geldes. Wer arm ist, kann leicht glauben, dass er wunschlos glücklich wäre, wenn er genug Geld hätte. Viele denken, dass man, wenn man viel Geld hat, die Welt gewinnen könne. Mit Geld kann man etwas machen, aber nicht alles. Einige Leute werden wegen ihres Geldes unglücklich, weil sie Geldanbeter geworden sind.
Aber wenn wir unsere Hoffnung auf Gott setzen, werden wir glücklich und zuversichtlich, denn Gott schenkt uns viel Freude und segnet unsere Zukunft mit himmlischer Hoffnung.
Als Zweites sollen wir unsere Schätze für Gott und sein Reich aktiv verwenden.
Das ist eine segensreiche Investition. Wir sollen nicht töricht sein die unser Geld und unsere Kraft nur für unser irdisches Leben einsetzen. Über diesen Punkt spreche ich im zweiten Teil ausführlich.
Wenn wir keine Geldanbeter werden wollen, müssen wir uns dafür entscheiden, nicht Geld anzubeten, sondern Geld für Gott und andere Menschen gut zu gebrauchen. Jeder Mensch braucht diese Einstellung. Dazu müssen wir uns zu entscheiden, einen guten Teil unseres Einkommens für Gott und andere Menschen aktiv zu gebrauchen. Das ist eine segensreiche Einstellung. Wenn wir solch eine Einstellung haben, wird das Geld ein Segen für uns und viele andere. Gott möge uns solch eine selige Einstellung schenken.
2. Wie können wir unsere Schätze für Gott und sein Reich aktiv verwenden? (25-34)
Er gibt uns drei Anweisungen, damit wir sorgenfrei in die Zukunft blicken können:
Als Erstes sagt er zu uns, dass wir gerne arbeiten.
Er gibt uns den Rat, dass wir durch unsere Arbeit unseren Unterhalt gut verdienen sollen. So sagt der Herr z.B. in Sprüche 6,6: „Geh hin zur Ameise, du Fauler, sieh an ihr Tun und lerne!“
Auch Paulus sagt in 2. Thes. 3,10: „Denn schon als wir bei euch waren, geboten wir euch: <Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen.>“
Arbeiten ist auch für unsere Gesundheit gut. Ein Forschungsergebnis[1] zeigt, dass, wer viel faulenzt, einen Intelligenzverfall erleidet. Bei dem Versuch sank der Intelligenzquotient bei 3 Wochen Nichtstun um 20 Punkte. Wir sollen also nicht faulenzen, sondern für gute Aufgaben gerne arbeiten.
Esther ist jetzt in Rente. Viele fragen mich, wie sie ihre Zeit verbringt. Wahrscheinlich können sie sich das Leben einer Rentnerin nicht richtig vorstellen. Ich antworte ihnen: „Sie hat immer was zu tun.“ Gerne arbeiten – das ist Gottes Segen.
Der Herr sagt zu uns als Zweites, dass wir uns keine unnötige Sorge machen sollen, weil Gott sich um uns kümmert.
Er sagt: „Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie? Wer ist unter euch, der seines Lebenslänge eine Spanne zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt?“ (25-27).
Zu jener Zeit hatten die Menschen viel Sorge um Brot und Kleidung, denn das Brot war nicht genug und die Kleider waren sehr teuer. Deswegen meinten sie, dass ihre Sorge berechtigt sei. Auch wir malen uns aus, was uns passieren würde, wenn uns Nahrung und Kleidung fehlen.
Jeder kennt Sorgen und Ängste wegen Mangels an Bedürfnissen oder wegen zwischenmenschlicher Konflikte. Man hat Angst oder Sorge, weil kein Mensch problemlos ist. Doch übermäßige Sorge oder Angst kann uns krank machen. Das ist auch medizinisch nachgewiesen. Die Zahl der Menschen, die ihren Hausarzt wegen einer Angststörung aufsuchen, ist mit am weitesten vorne.
Jesus aber sagt zu uns: „Warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen. Sie arbeiten nicht und kümmern sich auch nicht um ihre Kleidung. Ich sage euch, dass auch Salomo in seiner ganzen Herrlichkeit nicht so prächtig gekleidet gewesen ist wie irgendeine dieser Blumen. Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: Sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen?“ (28-30).
Wir glauben an Gott. Das bedeutet, dass wir an den allmächtigen, liebevollen Gott glauben. Dass Gott allmächtig und liebevoll ist – das bedeutet, dass Gott jeden von uns und unsere Bedürfnisse gut kennt und sich um uns kümmert.
Deswegen lautet Gottes Wort in Hebräer 11,6: „Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.“
Wir sollen an Gott und seine Fürsorge glauben. Wenn wir an Gott glauben, aber nicht an seine Fürsorge – das ist ein halber Glaube.
Wenn wir an den allmächtigen, liebevollen Gott und an seine Fürsorge glauben, freut sich Gott darüber und segnet uns reichlich. So können wir himmlischen Frieden und Freude genießen. Der Glaube ist kostbar, kostbarer als Gold. Wir sollen den lebendigen Glauben schätzen und diesen Glauben haben. Und wir sollen unseren Glauben immer wieder erneuern, sodass wir stets den lebendigen Glauben haben und Gott gefallen können.
Der Herr sagt als Drittes, dass wir zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit trachten.
Seht euch den Vers 33 an: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“
Er lehrt uns, zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit zu suchen. Dann wird Gott sich um unsere Bedürfnisse kümmern.
Was meint Jesus mit seinem Wort „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit“? Er meint mit diesem Wort zweierlei:
Erstens meint er damit, dass wir zuerst Gottes Reich und seine Herrschaft in Christus dankend annehmen und die Gemeinschaft mit Gott richtig genießen sollen.
Jesus hat zu Beginn seines Wirkens gesagt: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“ (3,2).
Er sagte auch: „Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubt, den er (d.h. Gott) gesandt hat“ (Joh. 6,29).
Jesus Christus hat uns Gottes Reich gebracht und uns den Weg zu Gott weit geöffnet. Er hat uns von der Macht der Sünde und von der Gewalt der Finsternis befreit. Er hat uns zu Gotteskindern gemacht und uns das Reich Gottes geschenkt. Er hat uns das ewige Leben und das Himmelreich geschenkt. Er hat uns den Heiligen Geist geschenkt. Das ist die frohe Botschaft Gottes. Wir sollen diese Botschaft dankend annehmen. Das ist Gottes Gnade für uns. Wir brauchen uns nicht viel Sorgen um verschiedene Dinge zu machen, denn wir haben schon das ewige Leben und Gottes Reich. Außerdem haben wir Gott als himmlischen Vater. Wenn wir diese Frohe Botschaft annehmen und dafür danken, werden wir von vielen alltäglichen Sorgen frei. Denn wir haben das ewige Leben und Gottes Reich schon. Und unser himmlischer Vater kümmert sich um uns. Wir sollen wegen der Frohen Botschaft anders sein als Nichtgläubige.
Wir sollen mit großem Verlangen die Gemeinschaft mit Gott richtig genießen. Deswegen hat Jesus gesagt: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit.“
Wir neigen dazu, zuerst an unsere irdischen Bedürfnisse zu denken und dabei Gott zu vergessen. Deswegen kreisen unsere Gedanken um mich: um meine Wünsche, mein Essen, meine Arbeit, mein Geld, mein Haus usw. Natürlich soll jeder an seine Bedürfnisse denken und dafür wirken. Aber wenn wir Gott vergessen, haben wir ein geistliches Vakuum. Denn Gott ist unser Schöpfer und unser himmlischer Vater. Er will Gemeinschaft mit uns haben. Aber wenn in unseren Gedanken Gott fehlt, sind wir leer. Und dieses Vakuum kann mit nichts gefüllt werden.
Wenn wir Gott vergessen und nur an uns denken, werden wir auch Gefangene unseres Egos. Obwohl wir gut für uns meinen, ist unser Ego aber ein schlechter Herr für uns, denn unser Ego macht uns zum Gefangenen der Sünde.
Wir sollen das Gottesreich in Jesus Christus immer neu annehmen. Und wir sollen zuerst an Gott und unsere Gemeinschaft mit Gott denken und danach auch an uns und unsere Bedürfnisse. Wo wir die Gemeinschaft mit Gott haben, da ist Gottes Reich. Wir können jeden Tag Freude an ihm haben und tiefen Frieden genießen. Wenn Gott über uns regiert, hat unser Leben einen richtigen Sinn und wir haben eine lebendige Hoffnung. Wir können trotz aller Widrigkeiten hoffnungsvoll bleiben.
Zweitens meint Jesus mit seinem Wort „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit“, dass wir zur Ehre Gottes und zur Rettung der Menschen aktiv wirken sollen.
Gott hat uns von falschen Sorgen und von der Begierde freigemacht. Er möchte nun, dass wir für die Rettung anderer aktiv werden, sodass sie auch glückselig werden. Gott ist nicht nur unser Gott, sondern er ist auch Gott aller Menschen. Darum möchte er alle Menschen von der Sünde und der Todesmacht erretten und ihnen das ewige Leben und sein Reich schenken. Er hat ein brennendes Herz für die Rettung der Menschen. Dazu möchte er, dass wir, die wir zuerst gläubig geworden sind, für ihre Rettung mit Gott zusammenwirken. Gott will für ihre Rettung mit uns zusammenarbeiten. So will Gott jeden Tag sein Reich der Barmherzigkeit erweitern. Unser Alphakurs und unsere Sommerkonferenz sind auch dafür da. Gott möchte möglichst alle Menschen zu seiner Herrlichkeit einladen. Darum sagt er zu uns: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“
Wie können wir sorgenfrei mit großer Hoffnung in die Zukunft blicken und unsere Schätze für Gott und sein Reich aktiv verwenden? Das ist eine gute Frage für uns alle. Wir wollen uns an den Meister der Weisheit wenden und von ihm die Antwort bekommen.
Was antwortet der Meister auf unsere Frage?
Nun fasse ich die Lehre Jesu zusammen.
Als Erstes sollen wir nicht faulenzen, sondern gerne arbeiten. Das ist Gottes Wille für uns.
Als Zweites sollen wir uns unnötig keine Sorge machen, weil Gott sich um uns kümmert.
Als Drittes sollen wir zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit trachten.
Gott möge uns dazu helfen, damit wir diese drei Lehren gut praktizieren und die himmlische Seligkeit reichlich erfahren.
[1] http://www.weiterbildungsblog.de/2004/07/15/wer-faulenzt-wird-dumm/
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