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März 3, 2026
Leitverse 7: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“
Quelle: https://www.flickr.com/photos/133749981@N08/19672199678
Wer an Jesus Christus glaubt, der betet. So ist das christliche Leben vom Beten untrennbar.
Wenn wir aber ohne Überzeugung von der Gebetserhörung beten, wird unser Glaubensleben kraftlos und freudelos. Aber wenn wir mit der Überzeugung beten, wird unser Glaubensleben kraftvoll und fruchtbar.
Deswegen lehrt uns Jesus, dass wir mit der Überzeugung beten sollen. Weiterhin lehrt er uns, dass wir Gott unsere Bedürfnisse konkret nennen sollen, damit Gott sie erfüllt. Jesus will uns mit seinem Rat dazu ermutigen, eine selige Gemeinschaft mit ihm zu haben und ein fruchtbares Glaubensleben zu führen.
Zuvor lehrt er uns, dass wir vermeiden sollen, andere zu richten.
1. Richtet nicht! (1-6)
Jesus sagt zu uns: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Denn nach welchem Recht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden“ (1-2).
Richten ist ein ernstes Problem für alle Menschen, denn sie neigen dazu, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Aber jeder ist gegenüber seiner eigenen Schuld gnädig und hat immer eine Ausrede parat. Wer aber andere richtet, der setzt sich selbst auf den Richterstuhl Gottes. Das ist eine schwere Übertretung des göttlichen Rechts. Jesus sagt über unser Richten: „Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge? Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen?, und siehe, ein Balken ist in deinem Auge; danach sieh zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst.“ (3-5). In der Bibel hat Jesus Christus uns viele erbauliche Lehren erteilt. Nehmen wir eine der Seligpreisungen als Beispiel. Jesus hat gesagt: „Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen“ (Mt. 5,5). Wir alle stimmen dieser Seligpreisung zu. Problem ist nur, dass wir diese Lehre nicht auf uns selbst anwenden, sondern hauptsächlich auf andere. Wir sehen den Splitter in den Augen anderer gut, aber wollen den Balken in unseren eigenen Augen nicht gerne wahrnehmen. Wir sollen unsere ichzentrierte Gesinnung erkennen und sie ändern. Wir sollen unsere Schuld möglichst schnell erkennen und durch Buße und Glauben an Jesus Christus Vergebung erfahren. Wir sollen nicht voreilig andere verurteilen. Vielmehr sollen wir andere mit Liebe und Geduld betrachten und sie aufbauen. Wir werden dann erkennen, dass es Gottes Segen ist, mit anderen Menschen Gemeinschaft zu haben. So können wir schon auf dieser Erde Gottes Reich erfahren.
2. Bittet, so wird euch gegeben! (7-11)
Jesus lehrt uns in den Versen 7-8: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.“
Jesus erklärt uns, weshalb wir feste Überzeugung von der Gebetserhörung haben können:
„Wer ist unter euch Menschen, der seinem Sohn, wenn er ihn um Brot bittet, einen Stein biete? Oder, wenn er ihn um einen Fisch bittet, eine Schlange biete? Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben geben könnt, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!“ (9-11).
Gemäß dieser Lehre sollen wir
als Erstes die Überzeugung davon haben, dass Gott unser Gebet mit großer Freude erhört.
Als Zweites sollen wir Gott konkret nennen, was wir brauchen.
Und als Drittes sollen wir das beste Geschenk Gottes erkennen und dies genießen.
Als Erstes sollen wir die Überzeugung davon haben, dass Gott unser Gebet mit großer Freude erhört.
Warum beten manche Christen gewohnheitsmäßig oder gar nicht? - Deshalb, weil sie nicht daran glauben, dass Gott ihr Gebet erhört. Wenn wir keine Überzeugung davon haben, dass Gott unser Gebet erhört, werden wir entweder gewohnheitsmäßig beten oder gar nicht. Aber Gott möchte, dass wir an seine Gebetserhörung glauben und mit Überzeugung beten.
Vor etwa 10 Jahren hatte ich erfahren, dass Gott Esthers Gebet erhörte. Für mich sind orthopädische Schuhen wichtig, weil mein rechtes Bein durch die Verletzung etwas kürzer ist als das linke Bein. Damals wollte ich mir ein neues Paar orthopädische Schuhe machen lassen. Mein bisheriger Schuhmacher war Herr Grügelsberg an der Kemnader-Straße 82 in Stiepel gewesen. Aber weil Herr Grügelsberg meinte, dass ich zu einem anderen Schuhmacher gehen müsse, der ein Vertragspartner der DAK ist. Deswegen ging ich mit einem ärztlichen Rezept zu einem orthopädischen Schuhgeschäft in der Stadtmitte. Aber Esther glaubte fest daran, dass Gott sicher ermöglichen könne, Grügelsberg weiterhin meine Schuhe machen zu lassen. Tatsächlich erhörte die DAK ihre Bitte und erlaubte mir, weiter bei Grügelsberg meine Schuhe machen zu lassen. Esther hatte mir ein gutes Beispiel der Gebetserhörung gezeigt. Nach ein paar Jahren durfte ich nicht weiter bei Grügelsberg Schuhen machen lassen. Darum ließ ich meine orthopädischen Schuhen bei Schuhmacher „Ansorge“ an der Kemnader-Str. 104 machen. Ich denke, dass Gott auch das Gebet Esthers erhörte, denn ich durfte ohne Schuhgeschäftswechselgebühren bezahlen, obwohl der Geschäftswechsel eigentlich etwa 25 Euro kostete. Außerdem liegt das Schuhmachergeschäft an der Kemnader-Str. 104 nahe unserer Wohnung wie das vorherige Geschäft.
Wie ein Vater oder eine Mutter die Bitte des Kindes gerne erhört, erhört Gott unser Gebet gerne. Natürlich sollen wir um etwas Gutes bitten. Falls wir Gott um etwas Schlechtes bitten, gibt er uns das Erbetene nicht. Oder er gibt uns etwas Besseres als unsere Bitte. Aber er gibt uns gerne, was wir ihn darum bitten.
Deswegen sagt Jesus, dass kein Vater seinem Kind einen Stein gibt, wenn das Kind ihn um Brot bittet, und keine Mutter ihrem Kind eine Schlange gibt, wenn das Kind sie um einen Fisch bittet. Vielmehr gibt der Vater oder die Mutter dem Kind Brot oder Fisch.
Als ich noch ein kleines Kind war, brachte mir meine Mutter, nachdem sie an irgendeiner Feier wie z. B. Hochzeitsfeier teilgenommen hatte, etwas Leckeres von der Feier und gab es mir. Um mir das Leckere zu bringen, aß sie manchmal das Leckere nicht. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass meine Mutter allein etwas Leckeres aß, ohne an mich zu denken. Als die Zeit der Geburt unseres ersten Kindes Stephan nahe kam, bat ich meine Mutter, nach Deutschland zu kommen und sich um das Baby zu kümmern. Sie wollte gerne kommen. Aber Gott berief sie zum Himmel durch einen Schlaganfall. Es ist mir ein großer Segen, dass ich solch eine Mutter hatte.
Unser Gott liebt uns sehr, wie unsere irdische Mutter oder unser irdischer Vater uns liebt. Er gibt uns etwas Gutes gerne, wenn wir ihn darum bitten. Wir brauchen keinen Zweifel daran. Mit dieser Überzeugung sollen wir zu Gott beten. Gott wird unser Gebet gerne erhören. Jesus ermutigt uns dazu, zu Gott zu beten. Gott freut sich sehr darüber, uns das Erbetene zu geben, weil er uns liebt.
Als Zweites sollen wir Gott unsere Bedürfnisse konkret nennen und ihn darum bitten.
Natürlich weiß Gott schon alles, was wir brauchen, bevor wir ihn unsere Bedürfnisse nennen. Er wünscht sich jedoch, dass wir ihm unsere Bedürfnisse konkret nennen und ihn darum bitten. Warum? Weil er eine persönliche Beziehung mit uns haben möchte.
Wir sollen all unsere Bedürfnisse zu ihm bringen. Mit unseren vielen Bitten können wir ihn nie belasten. Vielmehr freut er sich über unsere vielen Bitten. Er freut sich riesig, wenn wir unsere Bedürfnisse sagen. Obwohl unsere Bedürfnisse endlos lang sind, freut er sich darüber, denn er will gerne für uns tun. Er hat ein liebes Vaterherz für uns (Jakobus 5,11b).
Er wird berührt, wenn wir ihn auch das nennen, was uns schwer macht. Nichts ist für ihn unbedeutend. Es gibt keine Erfahrung, die er nicht gerne hören möchte. Er will gerne hören, was wir erfahren haben, es sei unsere Sorge oder Freude. Er will mit uns trauern oder sich mit uns freuen. Das Verhältnis zwischen Gott und mir ist so eng, als ob es keinen anderen liebenden Menschen gäbe und er seinen Sohn allein für mich in den Tod gegeben hätte.
Als Drittes sollen wir beim Gebet die Gemeinschaft mit Christus als das beste Geschenk Gottes erkennen und diese Gemeinschaft genießen.
Es ist oft wahr, dass ein Kind die Geschenke seines Vaters mehr liebt als seinen Vater selbst. Wir aber sollen nicht wie solch ein Kind sein. Vor allem sollen wir erkennen, dass Jesus Christus das beste Geschenk Gottes ist. Wir sollen Jesus Christus dankbar annehmen, seine Liebe dankbar annehmen und die Gemeinschaft mit ihm genießen. Matthäus hat dieses Buch mit dem Ziel geschrieben, dass wir Jesus Christus als das beste Geschenk Gottes dankbar annehmen und eine persönliche Gemeinschaft mit ihm haben. Jesus will sich selbst uns schenken, damit wir durch den Heiligen Geist eine innige Gemeinschaft mit Gott haben.
Wenn wir eine innige Gemeinschaft mit Gott haben, haben wir Gottes Reich und das ewige Leben, wie Apostel Johannes sagt: "Was wir gesehen und gehört haben, verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und zwar ist unsere Gemeinschaft mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus" (1. Johannes 1,3).
[1]Wir leben mit Christus. Wir reden mit Ihm. Wir hören seine Stimme. Er ist in uns und mit uns in unserer Freude und auch in unserem Leiden. Er wird uns auch ins Himmelreich begleiten. Die Gemeinschaft mit Jesus Christus ist ein großartiges Privileg für uns.
Gott hat seit dem Sündenfall der Familie Adam und Eva unermüdlich dafür gewirkt, die selige Gemeinschaft mit uns wiederherzustellen. Endlich hat er sie durch Jesus Christus wiederhergestellt. So hat Gott seine Gemeinschaft mit uns und hat große Freude über uns. Wir sind nun Gottes Kinder (Johannes 1,12) und ein Leib Christi (1. Korinther 12). Wir sind tief mit Christus verbunden. Wir sind mit Christus gekreuzigt (Galater 2,19) und mit Ihm auferstanden (Kolosser 2,12; 3,1). Wir sind Miterben Christi (Römer 8,17) und werden eines Tages mit Ihm in der Herrlichkeit herrschen (Offenbarung 22,5). Wir sind so eng mit Christus verbunden. Die Gemeinschaft mit Gott ist das eigentliche Ziel Gottes in Jesus Christus.
Wir sollen diese Seligkeit erkennen und beim Gebet sie genießen. Wir sollen aber diese Seligkeit nicht allein genießen, sondern möglichst mit vielen Menschen teilen. Wir sollen andere Leute zu Jesus Christus führen, damit sie auch diese Seligkeit erfahren. Durch unsere Einladung wird Gottes Reich erweitert. Das ist unser Gebet: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden“.
Ich nenne drei Punkte dieser Botschaft nochmals:
Als Erstes sollen wir mit der Überzeugung zu Gott beten, dass er unsere Bitte gerne erhört. Wenn wir diese Überzeugung haben, werden wir gerne zu Gott beten.
Als Zweites sollen wir unsere Bedürfnisse konkret nennen. Gott will mit Freude unsere Bitte erfüllen.
Als Drittes sollen wir zu Gott beten, um die selige Gemeinschaft mit Gott zu haben. Die Gemeinschaft mit Gott ist der wesentliche Segen Gottes für uns.
Gott möge uns zu guten Betern machen und durch uns seine Herrlichkeit offenbaren.
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