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20.11.2025
Markus 15,42 - 16,8
Leitverse 16,6: „Er aber sprach zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hin hinlegten.“
Nietzsche sagte, Gott sei tot. Das stimmt nicht! Unser Gott lebt. Er ist lebendig und allmächtig. Er ist derselbe gestern, heute und auch in Ewigkeit. Dieser Gott hat Jesus von den Toten auferweckt. Die Auferstehung Jesu ist die beste Nachricht für alle Menschen, denn Gott schenkt allen, die an Jesus und seine Auferstehung glauben, das ewige Leben.
Gott möge uns durch diese Botschaft der Auferstehung große Freunde und Zuversicht schenken. Er möge uns dabei helfen, durch den Auferstehungsglauben die Todesmacht weit zu überwinden und uns sehr fröhlich zu machen.
1. Jesu Grablegung (15,42-47)
Der Tod Jesu und seine Grablegung gehen der Erzählung von der Auferstehung Jesu voraus.
Jesus war wirklich gestorben, sodass er begraben wurde.
Jesus wurde gegen 15 Uhr am Freitag am Kreuz gestorben. Als es schon Abend wurde, und weil es Rüsttag, also Freitag, war, kam Josef von Arimathäa zu Pilatus und bat ihn darum, Jesu Leichnam abnehmen zu dürfen. Er war ein heimlicher Jünger Jesu. Er hatte bisher aus Furcht geschwiegen. Als er aber Jesu Tod am Kreuz erlebt hatte, bekam er neuen Mut, sodass er für Jesu Sache öffentlich auftreten konnte.
Pilatus aber wunderte sich, als er hörte, Jesus sei schon tot, denn der Todeskampf der Gekreuzigten dauerte oft Tage. Pilatus erkundigte sich darüber genau bei dem Hauptmann und erfuhr vom sicheren Tod Jesu. Darum gab er Josef den Leichnam. Josef kaufte ein Leinentuch, nahm Jesu Leichnam ab, wickelte ihn in das Tuch und legte ihn in ein Grab, das in einen Felsen gehauen war. Dann wälzte er einen Stein vor den Eingang des Grabes. Einige Frauen wie z.B. Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Joses, sahen der Grablegung Jesu zu.
2. Jesu Auferstehung (15,1-13)
Jesus war am Freitagnachmittag gegen 5 Uhr begraben worden. Das Grab war in einen Felsen gehauen. Gemäß dem Matthäusevangelium hatte Pilatus das Grab mit einem großen Stein verschließen lassen. Er ließ das Grab dann durch die Soldaten bewachen, damit keiner den Leichnam stehlen könnte.
Die Verse 1 und 2 berichten uns: „Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben. Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging.“
Drei Frauen, die bei der Grablegung Jesu dabei gewesen waren, gingen wieder zu seinem Grab, um seinen Leichnam mit wohlriechenden Ölen zu salben. Die Namen der Frauen waren Maria von Magdala, eine andere Maria, die die Mutter des Jakobus war, und Salome. In Vers 9 wird erklärt, dass Maria von Magdala früher von sieben bösen Geistern besessen war, und dass Jesus sie davon befreit hatte. Auch die andere Maria und Salome hatten bestimmt von Jesus die Sündenvergebung oder die Heilung ihrer Krankheit erfahren. Diese Frauen waren dafür sehr dankbar. Sie folgten ihm, wohin er auch ging, und dienten ihm. Aber nun trennte sie der Tod von ihm. Er war gekreuzigt worden. Die Leute legten ihn in ein Grab hinein und verschlossen ihn mit einem großen Stein.
Was taten die Frauen nun für Jesus? Sie kauften wohlriechende Öle und gingen zu seinem Grab. Sie wollten ihn damit salben, damit sein Leichnam möglichst lange erhalten bliebe, und mit ihm auch ihre schöne Erinnerung an ihn. Vielleicht könnten sie auch wöchentlich einmal sein Grab pflegen und es mit Blumen schmücken. Im Laufe der Zeit würde aber sein Leichnam verwesen und ihre Erinnerung an ihn verblassen. Damit wäre die Geschichte Jesu als eine Tragödie zu Ende gegangen. Aber der Geschichte Jesu endet keineswegs mit seinem Tod!
Lasst uns die Verse 3 und 4 ansehen. Da steht: „Und siesprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür? Und sie sahen hin und wurden gewahr, dass er Stein weggewälzt war, denn er war sehr groß.“
Die drei Frauen gingen so früh wie möglich zum Grab Jesu, um seinen Leichnam mit Öl zu salben. Sie hatten aber vergessen, dass sie den großen Stein vom Grab gar nicht mit ihrer Kraft wegbewegen könnten. Sie überlegen daher auf dem Wege die ganze Zeit, wer ihnen den Stein wegbewegen konnte. Als sie aber zum Grab kamen, erlebten sie eine große Überraschung: Der Stein war bereits vom Grab weggewälzt. Das Matthäusevangelium berichtet uns, dass ein Engel Gottes den Grabstein weggewälzt hatte.
Bisher hatte der Tod das letzte Wort über alle Menschen. Alle mussten sich dem Tod bedingungslos unterwerfen, und ihre Leiber verwesen. Gott aber erweckte Jesus durch seine Allmacht von den Toten und öffnete sein Grab. Die Macht des Todes konnte Jesus nicht im Grab festhalten. Natürlich hätte Gott, wenn er es nur gewollt hätte, Jesus auch ihnen die Öffnung des Grabes von den Toten auferwecken können. Er ließ jedoch den Grabstein wegwälzen, damit die Frauen das Verschwinden des Leichnams Jesu bestätigen konnten. Später sahen sie den auferstandenen Jesus leibhaftig. Deshalb konnten sie fest an die Wirklichkeit der Auferstehung Jesu glauben.
Was taten die Frauen? Der Vers 5 berichtet uns: „Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes, weißes Gewand an, und sie entsetzten sich.“
Da sagte der Engel zu ihnen: „Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hinlegten.“
Die Frauen hatten gedacht, dass der gekreuzigte Jesus für immer im Grab bliebe. Sie hatten gar nicht mit dem auferstandenen Jesus gerechnet, sondern nur mit dem toten Jesus. Deswegen waren sie sehr traurig. Der Engel des Herrn aber sagte zu ihnen: „Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier!“
Das Wort „Er ist auferstanden, er ist nicht hier!“ ist eine frohe Nachricht, ja die fröhlichste Nachricht überhaupt. Warum? Wir wollen an dieser Stelle die Bedeutung der Auferstehung Jesu für uns kennenlernen.
Als Erstes beweist die Auferstehung Jesu, dass er der Christus und Gottes Sohn ist. In der Weltgeschichte versuchten manche Menschen, den Tod zu überwinden und das ewige Leben zu erlangen, aber vergeblich. Während meiner Reise in China im Jahr 1995 besichtigte ich den Palast des ersten chinesischen Kaisers, der in der Nähe von Peking ist. Dieser Kaiser hatte tausende der Boten in alle Welt gesandt, um ein Allheilmittel zu finden, mit dem er weder alt werden noch sterben müsste. Vergeblich. Alexander der Große hatte die Welt erobert. Er weinte aber, als er dachte, dass er eines Tages sterben müsse. Warum konnten diese großen Männer der Welt keinen Sieg über den Tod erlangen? – Ganz einfach deshalb, weil sie sterbliche Menschen waren.
Jesus aber ist der Christus und Gottes Sohn. Er zeigte uns durch seine Auferstehung, dass er die Macht hat, uns von der Todesmacht zu erretten. Jesus ist wahrhaftiger Gott und Mensch (1. Joh. 5,20). Aber er ist als wahrhaftiger Mensch in die Welt gekommen (Joh. 1,14; 2. Joh. 7). Gott bewies durch die Auferweckung Jesu, dass Jesus wirklich Gottes Sohn ist. Es ist unmöglich, dass Gottes Sohn im Grab eingesperrt bleiben und verwesen müsste. Die Auferstehung Jesu ist also der beste Beweis dafür, dass Jesus der Christus und Gottes Sohn ist.
Die Auferstehung Jesu bedeutet als Zweites, dass wir, die wir an ihn glauben, auferstehen werden.
Weil Jesus durch seine Auferstehung dem Tod die Macht genommen hat, gibt Gott uns allen, die wir an ihn glauben, das ewige Leben und das Himmelreich. Er wird uns von den Toten auferwecken und ins Himmelreich holen. Deswegen haben wir eine lebendige Hoffnung und können mit Petrus sagen: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für euch (1. Petr 1,3.4).
Die Auferstehung Jesu bedeutet als Drittes, dass Jesus uns immer begleitet.
Vor fünf Jahren ist meine geliebte Esther zum himmlischen Vater gegangen. Es schmerzt uns sehr, wenn wir Abschied von unseren lieben Leuten nehmen müssen. Aber wir haben einen Freund, ja einen Hirten, von dem wir uns nicht zu verabschieden brauchen: Er heißt Jesus Christus! Er liebt uns sehr, sodass er sein Leben für uns geopfert hat. Er ist aber von den Toten auferstanden. Er ist durch den Heiligen Geist stets mit uns. Deswegen hat er gesagt: Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende!“ (Mt. 28,20).
Weil Jesus immer bei uns ist, können wir stets fröhlich und glücklich sein. Deswegen können wir sagen: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln…“ Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich“ (Ps. 23). Amen!
Ein Gesang lautet wie folgt:
„Der auferstandene Jesus geht jetzt durch alle Welt, er lebt,
wenn ihn auch mancher für längst gestorben hält.
Barmherzig hilft er denen, die sich, ob fern, ob nah,
nach seiner Hilfe sehnen, Halleluja. Er lebt, er lebt,
mein Jesus lebt auch heut! Er geht mit mir,
er spricht mit mir, er führt mich allezeit.
Er lebt, erlebt, gibt Heil und Sieg schon hier.
Du fragst: Wie weißt du’s, dass er lebt? Er lebt im Herzen mir!“
Der Engel sagte zu den Frauen in den Versen 7-8: „Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingehen wird nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen hinaus und flohen von dem Grab; denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sagten niemandem etwas; denn sie fürchteten sich.“
Die Frauen sollten sich eigentlich über die frohe Nachricht der Auferstehung Jesu sehr freuen. Wegen ihres Unglaubens wurden sie jedoch dermaßen erschrocken, dass sie entsetzt von dem Grab flohen. Dies zeigt uns, dass uns der Unglaube an die Auferstehung Jesu freudlos und ängstlich macht. Der Glaube an Jesu Auferstehung aber macht uns sehr froh. Gott möge uns allen zu fröhlichen Christen machen!
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