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27.11.2025
Leitvers 16,15: „Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.“
Heutige Nachrichten im Fernsehen oder Internet sind keine fröhlichen Nachrichten. Wir hören von Terror, Krieg, Naturkatastrophen, Unterdrückung usw. Angesichts solcher Nachrichten fühlen wir uns unsicher und pessimistisch.
Aber wir dürfen aus gutem Grund mit einer guter Zukunft rechnen, denn wir werden auferstehen und in der Herrlichkeit leben.
Woher wissen wir das? Wir wissen das durch die Auferstehung Christi, denn er ist der Erstling der Auferstehung und wir werden ihm folgen.
Der Auferstehungsbericht Christi in diesem Kapitel erklärt uns diese frohe Nachricht.
1. Erscheinung des Auferstandenen (20,9-13)
Der Engel sagte zu den Frauen: „Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingehen wird nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen hinaus und flohen von dem Grab; denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sagten niemandem etwas; denn sie fürchteten sich.“
Gemäß dem Bericht des Johannesevangeliums (Joh. 20,11) kam Maria von Magdala, die durch Jesus von sieben Dämonen getrieben worden war, wieder zum Grab Jesu. Da erschien ihr der auferstandene Jesus. Also war Maria von Magdala die erste Auferstehungszeugin überhaupt.
Was machten die Jünger Jesu inzwischen?
Vers 10 berichtet uns: „Und sie ging hin und verkündete es denen, die mit ihm gewesen waren und Leid trugen und weinten.“
Die Frauen haben am Ende trotz ihrer Furcht den Auftrag des Engels in Vers 7 „Geht hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingehen wird nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen“ ausgeführt.
Die Apostel „trugen Leid und weinten“. Das heißt, sie hielten fern von der Öffentlichkeit und im Verborgenen die Totenklagen um den toten Jesus. Dabei ist Herr Jesus doch schon auferstanden! So geht es auch heute: Jesus ist schon längst auferstanden und wirkt durch den Heiligen Geist, und viele Christen meinen, die Sache Jesu sei verloren.
So steht es in Vers 11Ö „Und als diese hörten, dass er lebe und sei erschienen, glaubten sie nicht.“
Die Verse 12 und 13 berichten von einer anderen Begegnung mit dem Auferstandenen: „Danach offenbarte er sich in anderer Gestalt zweien von ihnen unterwegs, als sie über Land gingen.“
Sehr wahrscheinlich berichten diese Verse über die Begegnung der Emmaus-Jünger mit Jesus (Lk. 24,13-35). Der auferstandene Jesus erschien mal wie ein Gärtner (Joh. 20,15), ein andermal wie ein fremder Reisender (Lk. 24,18) oder einem Geist ähnlich (Lk. 24,37).
2. Der Weltmissionsbefehl (14-20)
Jesus hatte seinen Jüngern vor seinem Tod mehrmals gesagt, dass er getötet und dann von den Toten auferstehen werde. Maria von Magdala und danach Emmausjünger bezeugten den Elf die Auferstehung Jesu. Aber sie glaubten nicht. Wie half Jesus ihnen?
Der Vers 14 berichtet uns: „Zuletzt, als die Elf zu Tisch saßen, offenbarte er sich ihnen und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Härte, dass sie nicht geglaubt hatten denen, die ihn gesehen hatten als Auferstandenen.“
Der auferstandene Jesus erschien ihnen persönlich, als sie zu Tisch waren. Er tadelte sie wegen ihres Unglaubens. Er war allen schwachen oder mangelhaften Menschen gegenüber sanftmütig und freundlich gewesen und hatte sie nicht getadelt. Aber er tadelte seine elf Jünger wegen ihres Unglaubens.
Warum ist ihr Unglaube schlimm?
Deshalb, weil der Unglaube die Ursache allen Bösen ist. Adam, z. B. sündigte, weil er an Gottes Liebe nicht glaubte. Ein weiteres Beispiel: Die Hohenpriester glaubten nicht an die Segensverheißungen Gottes in der Bibel. Darum machten sie den Tempel zum Kaufhaus, um reich zu werden (s. Joh.-Ev. Kap. 2). Der Unglaube macht Menschen geistlich unfähig und krank. Er macht Menschen zu Feinden Gottes.
Was sagte der auferstandene Jesus zu Jüngern? Er sagte zu ihnen: „Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur!“ (Vers 15).
Jesus erteilte ihnen, die keinen ausgezeichneten Glauben an die Auferstehung Jesu hatten, den Weltmissionsbefehl. Obwohl seine Jünger nur einen schwachen Glauben an seine Auferstehung hatten, befahl er ihnen, in alle Welt hinzugehen und allen Menschen das Evangelium zu predigen.
Warum gab er ihnen diesen Auftrag?
Weil das Evangelium des Kreuzestodes Jesu und seiner Auferstehung die echt Frohe Botschaft für alle Menschen der Welt ist.
Der Tod ist wegen des Sündenfalls Adams in die Welt gekommen. Und alle Menschen haben gesündigt. So sind der Tod und die Verdammnis in die Hölle die Folge der Sünde. Und kein einziger Mensch ist ohne Sünde. Darum müssten alle Menschen sterben und in die Hölle verdammt werden. Das ist wirklich eine Tragödie.
Aber Gott ist als Mensch namens Jesus in die Welt gekommen, und Jesus Christus ist anstelle unserer für unsere Sünde gestorben. Durch den Opfertod Jesu Christi sind allen Menschen, die Jesus als Gottes Sohn und Christus glauben, sämtliche Sünden getilgt.
Danach ist Jesus für unsere Auferstehung ins Himmelreich von den Toten auferstanden. Alle, die an Jesus als Gottes Sohn und Christus glauben, empfangen das ewige Leben, werden nach dem physischen Tod von den Toten auferstehen und ins Himmelreich kommen und mit Christus in Ewigkeit glücklich leben.
Jesus hatte einmal gesagt: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe…“ (Joh. 13,34).
Der auferstandene Jesus beauftragte seine Jünger, in alle Welt hinzugehen und den Menschen das Evangelium zu predigen, weil er alle liebt. Er will alle Menschen zum Glauben an ihn führen, damit sie die Sündenvergebung und das ewige Leben empfangen und glücklich leben können. Dem Weltmissionsbefehl zu gehorchen, ist der praktische Weg, Jesu Liebe an andere weiterzugeben.
Weil Jesus die Jünger, die im Glauben noch schwach waren, in alle Welt aussandte, glaubte er daran, dass Gott sie mit der göttlichen Kraft stärken wird. Gemäß dem Matthäusevangelium sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum geht hin und machet zu Jüngern alle Völker…Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Mt. 28,18b-20).
Und Jesus sagte zu seinen Jüngern, die er in alle Welt aussandte: „Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden (wörtlich: gerettet werden); wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.“ (16).
Wer an das Evangelium glaubt, wird von der ewigen Verdammnis errettet, das ewige Leben haben und ins Himmelreich kommen. Wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden, d.h., er wird von Gott gerichtet und zur Hölle verdammt. Der Glaube an das Evangelium bedeutet das ewige Leben, der Unglaube aber die ewige Verdammnis.
Jesus nennt seinen Jüngern die Zeichen der Glaubenden: „Die Zeichen aber, denen folgen werden, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Zungen reden, Schlangen mit den Händen hochheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird’s nicht schaden, auf Kranke werden sie die Hände legen, so wird’s besser mit ihnen werden.“
In diesen Versen versprach Jesus denen, die seinem Weltmissionsbefehl gehorchen, dass er ihnen die nötige Hilfe, seinen Schutz und seine Kraft geben wird, damit sie den Auftrag erfolgreich durchführen können. Sie können beispielsweise böse Geister austreiben, Kranke heilen, in einer Fremdsprache predigen usw.
„Nachdem der Herr Jesus mit ihnen geredet hatte, wurde er aufgehoben gen Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes.“
Dass Jesus sich zur Rechten Gottes hinsetzte – das bedeutet, dass der auferstandene Jesus der wahre König geworden ist. Er wird wiederkommen und die Toten richten und das vollkommene Reich Gottes wiederherstellen.
Wie reagierten die Jünger auf den Weltmissionsbefehl?
Der Vers 20 berichtet kurz und knapp: „Sie aber zogen aus und predigten an allen Orten. Und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die mitfolgenden Zeichen.“
Als die Jünger trotz ihres schwachen Glaubens Jesu Befehl gehorchten, konnten sie erfahren, dass er auferstandene Herr Jesus tatsächlich mit ihnen war und durch ihre Predigt und ihr Bibelstudium mächtig wirkte. Amen!
(27. November 2025)
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