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10. März, 2026
Leitverse 22: „Aber Jesus spricht zu ihm: Folge du mir und lass die Toten ihre Toten begraben.“
Jesus heilte einerseits kranke Menschen und andererseits lehrte er den Weg der Nachfolge.
Um Christus besser nachahmen zu können, wollen wir seine Heilungen und seine Nachfolge kennenlernen. Es ist gut für uns, dass wir sowohl seine Heilungen als auch seine Lehre der Nachfolge kennenlernen. So können wir gute Christen werden. Gott möge uns als solche gute Christen segnen.
1. Jesu Heilungen (14-17)
In Kapernaum hatte Jesus den Knecht des römischen Hauptmanns geheilt. Das Haus des Petrus war auch in Kapernaum. In seinem Haus wohnte auch sein Bruder Andreas (Mk. 1,29), und wahrscheinlich auch die Schwiegermutter des Petrus. Vielleicht war seine Schwiegermutter zunächst damit nicht einverstanden, dass Petrus Jesus nachfolgte. Sie meinte, dass Petrus sich wegen der Nachfolge Jesu um ihre Tochter kaum kümmere. Sie wurde krank und hatte Fieber. Jesus besuchte das Haus des Petrus. Jakobus und Johannes, die auch in Kapernaum wohnten, gingen mit (Mk. 1,29).
Jesu Hausbesuch bei Petrus zeigt uns, dass er sich auch um seine Jünger und ihre Familienangehörigen kümmerte. Unser Herr ist nicht wie ein Arbeitgeber, der nur an seinen Gewinn denkt. Er liebt jeden von seinen Jüngern, nimmt Zeit für ihn und kümmert sich um sein Problem.
Als Jesus Simons Haus betrat, fand er, dass die Schwiegermutter des Petrus wegen des Fiebers im Bett lag. Gemäß dem Arztbericht von Dr. Lukas hatte sie ein hohes Fieber (Lukas 4,38). Petrus und seine Frau baten Jesus, seine Schwiegermutter zu heilen (Lk. 4,38). Jesus trat an ihr Bett und ergriff ihre Hand herzlich. Da spürte sie die Herzlichkeit Christi und seine Kraft. Und ihr Fieber verschwand sofort und sie war ganz gesund. Was für eine Freude für sie! Sie stand sofort auf und kochte zusammen mit ihrer Tochter für Jesus und andere Gäste. Sie war nun praktisch eine Nachfolgerin Christi geworden. Natürlich auch Petrus‘ Frau. Die beiden Frauen folgten Jesus nach, indem sie für Jesus und seine Jünger kochten. So wurde die ganze Familie des Petrus Nachfolger Christi. Petrus stellte sein Haus als Hauskirche für das Werk Jesu zur Verfügung (vgl. Mk. 3,20 ff). Jesus aß oft dort, übernachtete und lehrte. Die Bibel berichtet uns weiter, dass Petrus seine Frau bei seiner Reise oft mitnahm (1. Kor. 9,5).
Dieses Beispiel lehrt uns, dass möglichst alle Familienangehörigen gemeinsam dem Herrn dienen können. Es ist schön, dass eine ganze Familie mit einem Herzen Christus dient und ihm nachfolgt. Natürlich muss jemand aus der Familie als Erster damit anfangen, dem Herrn nachzufolgen. Es kann eine Zeit des Konflikts mit seinen Familienangehörigen geben. Aber schließlich sollen alle Familienangehörigen mit einem Herzen dem Herrn nachfolgen.
Gott möge alle eure Familienangehörigen segnen, sodass sie die Gnade Christi und seine Kraft erfahren und ihm nachfolgen. Das ist ein wichtiges Gebetsanliegen für uns.
Es war ein Sabbat, als Jesus Petrus‘ Schwiegermutter geheilt hatte. Die Leute aber glaubten, dass man am Sabbat keinen Kranken heilen dürfe. Darum warteten sie geduldig darauf, dass der Sabbat mit dem Sonnenuntergang endete. Als bald die Sonne unterging, brachten sie viele Kranke zu Jesus. Und er trieb die bösen Geister aus und heilte alle Kranken.
Die Heilungen zeigen uns die große Barmherzigkeit Jesu. Er hat ein tiefes Mitgefühl für unsere Traurigkeit und Sorge. Darum hat er großes Mitleid mit allen Menschen, die unter der Krankheit oder unter der Gewalt der bösen Geister leiden. Aus göttlicher Barmherzigkeit befreite er alle Besessenen und heilte alle Kranken.
So sagt der Vers 17: „Damit erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht: <Er hat unsre Schwachheit auf sich genommen, und unsre Krankheit hat er getragen.> “
Prophet Jesaja hatte ca. 700 vor Chr. gewirkt. In seinem Buch Jesaja 53,4-5 sagte er: „Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unser Sünden willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“
Jesaja hat Recht. Jesus Christus hat ein großes Erbarmen mit uns und hilft uns gerne. Aus seiner großen Barmherzigkeit hat er all unsere Sünde auf sich genommen und ist am Kreuz gestorben.
Er ist aber nicht nur barmherzig, sondern auch allmächtig. Darum kann er uns heilen. Jedes Mal, als er ein Wort der Heilung aussprach, geschah das. Als er sagte: „Böse Geister sollen den Menschen verlassen!“ oder: „Die Krankheit soll den Menschen verlassen!“, verließen die bösen Geister den Menschen und der Kranke wurde gesund. Jesu Wort hat die göttliche Kraft. Wir erinnern uns an die Schöpfung Gottes. Als Gott sagte: „Es werde Licht!“, wurde es Licht (1. Mose 1,3). Und als Gott sagte: „Es werde Sonne, Mond und Sterne im Himmel!“, entstanden aus Nichts Sonne, Mond und Sterne.
Das Wort Jesu ist Gottes Wort. Und er ist Gott. Er hat die Gewalt Gottes. Er ist durch die Allmacht Gottes von den Toten auferstanden. Er kann uns von der Gewalt des Satans befreien und uns die wahre Freiheit schenken. Er kann uns das ewige Leben und das Himmelreich schenken. Wir sollen diesem Jesus vertrauen und an ihn glauben. Wir haben dann Sieg über Sünde, Teufel und Tod. Preist Gott, der Jesus Christus zu uns gesandt hat, um uns zu helfen.
2. Jesu Nachfolge (18-22)
Quelle: https://ascon-ma.de/familieninterne-nachfolge-was-ist-bei-der-nachfolgeregelung-zu-beachten/
Jesus hatte an dem Tag viele Kranke geheilt. Er hatte mit seinen Heilungen einen großen Erfolg für seine messianische Mission. Seine Popularität war himmelhoch, und die Gefolgschaft wurde immer größer. Menschen wollten mehr Wunder erleben. Sie hofften, dass Jesus bald ein utopisches Reich des Messias errichte.
Was tat Jesus nun?
Der Vers 18 sagt: „Als Jesus merkte, dass die Menschenmenge um ihn immer größer wurde, ließ er sich von seinen Jüngern über den See an das andere Ufer rudern.“
Jesus folgte der Begeisterung der Menschenmenge nicht. Vielmehr wollte er eine stille Zeit mit Gott haben und von Gott her die Orientierung seines Wirkens erfahren. Deswegen wollte er die Menschenmenge verlassen und an die andere Seite des Sees fahren, um eine stille Gebetszeit zu haben. Er wollte Gemeinschaft mit Gott haben und auf die Stimme Gottes hören. Dadurch wollte er eine klare Orientierung haben und neue Kraft auftanken.
Jeder Evangeliumsarbeiter braucht ab und zu eine stille Zeit, um die Gemeinschaft mit Gott zu haben, Gottes Stimme zu hören und neue Kraft aufzutanken. Wenn man diese stille Zeit nicht hat, wird man leicht von der Arbeit und von den Wünschen der Menschenmenge abhängig und kann dabei die richtige Orientierung verlieren. Ohne ausreichendes Auftanken neuer Kraft kann man schnell ausgebrannt werden. Wir brauchen also immer wieder eine stille Zeit mit Gott.
Jesus Christus zeigte uns ein gutes Beispiel dafür. Er nahm ab und zu eine stille Zeit, um die Gemeinschaft mit Gott zu haben und auf seine Stimme zu hören. Durch diese Gemeinschaft bekam er die Orientierung für sein Leben.
Als Jesus die stille Zeit beendet hatte, kam ein Schriftgelehrter zu ihm und sagte: „Meister, ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst.“
Wahrscheinlich wollte dieser Schriftgelehrte deswegen Jesus nachfolgen, weil Jesus viele Kranke geheilt und die bösen Geister ausgetrieben hatte. Die Popularität Jesu war himmelhoch. Der Schriftgelehrte malte das Leben als Jesu Jünger bunt wie Ehre, Ruhm und Reichtum.
Wenn ich Jesus gewesen wäre, hätte ich so geantwortet: „Toll! Folge mir!“
Aber Jesus antwortete ihm: „Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester, aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege“ (20).
Was meinte Jesus mit seiner Antwort?
Er wollte ihm die Lebensrealität seines Nachfolgers zeigen. Wer sich das Leben eines Nachfolgers Jesu bunt vorstellt, begreift die Lebensrealität als sein Jünger nicht. Jesus lehrt uns, dass wir unsere rosige Vorstellung von der Nachfolge Jesu aufgeben und bereit sein müssen, gegebenenfalls für Christus ein armes oder ein leidendes Leben zu führen.
Natürlich brauchen Menschen Wohnungen und ausreichendes Einkommen. Wir wissen, dass es ohne Wohnung oder Einkommen sehr schwer ist zu leben. Wir sollen uns bemühen, um ein ausreichendes Einkommen und Wohnungen zu haben. Wir dürfen aber unsere Herzen weder an ein Haus noch an das Geld hängen lassen. Wenn wir unsere Herzen an das Geld hängen, wird das Geld unser Herr und wir sind seine Knechte. Wir werden nicht Gottes Willen folgen, sondern unserer Geldliebe.
Wir sollen aufpassen, damit wir unser Herz weder an das Geld noch an das Haus noch an irgendetwas Weltliches hängen lassen. Unser Herz soll nur Gott allein gehören. Jesus will, dass wir Gott von Herzen lieben und andere Menschen wie uns selbst. Wir sollen andere Menschen nicht deswegen schätzen, weil sie reich sind oder hohe gesellschaftliche Anerkennung genießen. Vielmehr sollen wir sie deswegen schätzen, weil sie von Gott erschaffene Menschen sind. Durch diese richtige Wertanschauung können wir die wahre Freiheit und Glückseligkeit genießen. Wir werden erfahren, dass Gott uns sehr liebt und sich sorgfältig um uns kümmert.
Der Vers 21 stellt uns einen zweiten Menschen vor, der Jesus folgen wollte und deswegen zu ihm sagte: „Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe.“ Er gehörte nicht dem 12-Jüngerkreis, sondern einem weiteren Jüngerkreis. Die Leute des weiteren Jüngerkreises hatten sich noch nicht entschieden, Jesus nachzufolgen. Sie wollten erst Jesus kennenlernen und sich danach entscheiden, ob sie Jesus nachfolgen oder nicht. Einer von ihnen hörte, dass sein Vater gestorben war. Darum sagte er zu Jesus: „Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe.“ Jesus antwortete ihm: „Folge du mir und lass die Toten ihre Toten begraben!“(22).
Jesu Wort klingt uns sehr hart. Wir sollen Jesu Wort nicht immer buchstäblich an uns anwenden. Wenn wir dieses Wort auf alle Christen einfach anwenden würden, machen wir einen großen Fehler. Um dieses Wort Jesu richtig verstehen zu können, nehmen wir ein anderes Beispiel, nämlich Jesu Wort in Mt. 19,21. Jesus sagte zu einem reichen jungen Mann, der ihn gefragt hatte: „Herr, was soll ich tun, um das ewige Leben zu haben?“: „Wenn du wirklich das ewige Leben haben willst, dann verkaufe, was du hast, und gib das Geld den Armen.
Damit du im Himmel einen Schatz hast. Dann komm und folge mir nach!“ Meinte Jesus damit, dass alle Christen ihr Vermögen verkaufen müssen, um das ewige Leben zu haben? Natürlich nicht! Jesus wollte seine Jünger lehren, dass sie sich nicht auf Geld verlassen sollen, sondern auf Jesus. Obwohl das Wort Jesu „Folge du mir und lass die Toten ihre Toten begraben“ im buchstäblichen Sinn nicht für alle Christen gilt, gilt diese Lehre im geistlichen Sinn doch für alle Christen. Wir sollen nicht von irgendeinem Menschen oder irgendeinem Ding abhängig sein. Wir dürfen nur von Gott abhängig sein und Gott unsere erste Priorität geben. Mit geteiltem Herzen können wir keine guten Christen sein.
Apostel Paulus gibt uns ein praktisches Beispiel dafür. Er war ein Jude und liebte sein eigenes Volk sehr. Er wollte seinem eigenen Volk das Evangelium predigen. Aber Gott wollte, dass er anderen Völkern das Evangelium predige. Paulus gehorchte dem Willen Gottes und predigte anderen Völkern das Evangelium aktiv. Wegen seines Gehorsams können wir heute an Jesus Christus glauben. Auch wir sollen Gott unsere erste Priorität geben und seinen Willen aktiv tun.
Jesu Einladung zu seiner Fürsorge und zur Nachfolge
Es ist wichtig, dass wir zwei Werke Jesu richtig verstehen.
Sein erstes Werk ist seine Heilung. Er heilt kranke Menschen und befreit abhängige Menschen. Wenn wir Probleme haben, sollen wir Jesus um seine Hilfe bitten. Er hilft uns gerne. Wir sollen Interesse auch für die Probleme anderer Menschen haben und für ihre Lösung beten.
Sein zweites Werk ist sein Erlösungs- und Jüngererziehungswerk. Das ist sein Hauptwerk. Er ist in die Welt gekommen, Menschen von der Sünden- und Todesmacht zu erlösen. Dazu verkündet er das Evangelium und erzieht Jünger. Wir sollen das Evangelium vom Herzen annehmen und Gott für die Erlösung danken. Wir sollen als Jesu Jünger wachsen und weitere Jünger erziehen.
Wenn wir gute Jünger Jesu werden wollen, sollen wir den Sinn der Nachfolge richtig verstehen und Jesus unsere erste Priorität geben. Gott wird unsere Nachfolge reich segnen und Gottes Reich erweitern. Amen!
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