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21. April 2026
Leitvers 1: „Und er rief seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Macht über die unreinen Geister, dass sie die austrieben und heilten alle Krankheiten und alle Gebrechen.“
Am Ende des 9. Kapitels hat Jesus gesagt: „Die Ernte ist groß, aber wenige sind die Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende“ (9,37b-38). Jesus hat die Absicht, Menschen in aller Welt zu erlösen. Wie will er seine Absicht in Tat umsetzen? Das zehnte Kapitel berichtet uns, dass Jesus zwölf Leute zum Praktikum seiner Jünger. Damit begann er, Evangeliumsarbeiter auszubilden. Dabei gab er ihnen das Gebetsanliegen, dass sie Gott darum bitten, noch weitere Erntearbeiter in seine Ernte zu senden. Wir wollen aufgrund des heutigen Textes erfahren, warum die Jünger-Erziehung der göttliche Weg zur Rettung aller Menschen der Welt ist.
1. Die Berufung der Zwölf (1-4)
Als Jesus in die Welt schaute, sah er überall Menschen, die Rettung brauchten.
Deswegen sagte er: „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er noch mehr Arbeiter sendet.“
Jesus unternahm dann einen konkreten Schritt dafür, den Menschen der Welt die Frohe Botschaft zur Rettung zu bringen: Er berief zwölf junge Menschen als seine Apostel.
„Apostel“ bedeutet „Ausgesandte“. Das Markusevangelium 3,14 erklärte uns dazu: „Und er setzte zwölf ein, die er auch Apostel nannte, dass sie bei ihm sein sollten und dass er sie aussendete zu predigen.“ Jesus hat sie also mit zwei Absichten berufen, dass sie zunächst bei ihm sein sollen und danach zum Predigen ausgesandt werden. Wir wollen seine zwei Absichten näher kennenlernen.
Seine erste Absicht ist, dass sie bei ihm sein sollen. Jesus hat die Zwölf zu sich berufen, damit sie drei Jahre lang bei ihm sein sollen. Die Jünger sollen Gemeinschaft mit ihm haben. Das ist seine erste Absicht. Was für ein Ziel hat die Gemeinschaft mit Jesus? Sie hatte drei wichtige Ziele:
Das erste Ziel ihres Beisammenseins besteht darin, Jesu Person richtig zu erkennen. Wir können durch das Wort eines Menschen feststellen, wer er ist. Wer ein Geschäftsmann ist, redet über das Geschäft, und ein Student viel vom Studium. Jesus ist Gottes Sohn und Christus. Darum redet er vom Gottesreich. So erfahren die Zwölf, dass Jesus Gottes Sohn und Christus ist und sein Wort das Wort Gottes. Als Jesus seine Jünger einmal fragt: „Wollt ihr auch weggehen?“, antwortet Petrus: „Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes“ (Joh. 6,67-68). Die Jünger hören also während ihres Beisammenseins Gottes Wort. In Korea gibt es intensive Kurse, bei denen die Teilnehmer einige Monate lang ganzen Tag nur Gottes Worte der Bibel vorlesen hören. Zunächst werden sie wegen des monotonen Tageslaufs ungeduldig. Aber nach einigen Monaten werden sie die Anwesenheit des lebendigen Gottes spüren, sodass ihr Glaube an Christus lebendig wird. So werden sie fröhlich und werden gute Zeugen Jesu Christi. So kann man durch die Gemeinschaft Gottes Wort hören und die Anwesenheit Gottes erkennen.
Das zweite Ziel des Beisammenseins mit Christus ist es, das göttliche Wirken in Jesus Christus zu erleben. Durch das Beisammensein können die Jünger das Wirken Gottes durch Jesus erfahren. Als sie einmal in einem Boot auf dem galiläischen Meer waren sie, waren sie wegen des Sturms kurz vor dem Ertrinken. Als Jesus den Wind und das Meer bedrohte, wurde es ganz still. Bei einem anderen Mal fasste Jesus die gestorbene Tochter Jairus an der Hand und machte sie wieder lebendig. So kommen die Jünger zu der Schlussfolgerung, dass Jesus der allmächtige Gott sein muss. Darum sagt Johannes: „Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns offenbart“ (Joh. 1,18).
Das dritte Ziel des Beisammenseins mit Christus ist, die vergebende, erlösende Gnade Gottes zu erfahren. Er nahm ausgestoßene Menschen wie Zöllner oder Huren herzlich an und aß mit ihnen (Mk. 2,16). Alle, die zu ihm kamen, konnten seine herzliche Annahme und seine Heiligkeit erleben. Darum taten sie für ihr verkehrtes Leben Buße und begannen ein geheiligtes Leben.
Zachäus z.B. wurde total neuer Mensch, weil Jesus ihn herzlich annahm. Jesus sagt zu uns: „Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder." (Mk. 2,17). Seine Jünger erfahren durch das Beisammensein, dass Jesus barmherzig, allmächtig und heilig ist. Sie erleben sein Gebet in Gethsemane und seinen Kreuzestod. Und sie erleben dann seine Auferstehung und seine Himmelfahrt. So lernen sie durch die Gemeinschaft mit Jesus Ihn persönlich kennen, stellen Ihn als Gottes Sohn und Christus fest und erleben sein Erlösungswerk.
Die Gemeinschaft mit Christus ist unser erstes Ziel. Man kann aus verschiedenen Motiven Jesus nachfolgen. Man kann z.B. ihm nachfolgen, um irgendeine Hilfe zu erfahren. Aber das kann kein wahres Ziel sein. Unser größtes Ziel muss die Gemeinschaft mit Christus sein. Wir sollen durch die Gemeinschaft Jesus als Gottes Sohn und Christus erkennen und Gemeinschaft mit ihm haben. Das ist unser Ziel sowohl auf dieser Erde als auch im Himmel. Wo wir die Gemeinschaft mit Christus genießen – da ist das Himmelreich. Jesu erste Absicht der Berufung der Zwölf war, dass sie bei ihm sein sollen.
Seine zweite Absicht der Berufung ist, sie als Bote des Evangeliums auszusenden (Mk. 3,14). Verse 5-7 berichten uns, dass Jesus die zwölf Jünger, nachdem er sie durch das Beisammensein als seine Jünger gut erzogen hat, aussendet, um das Evangelium zu verbreiten und Menschen zu seinen Jüngern zu machen. Wir können dies die Reproduktion der Jünger nennen.
Jesus möchte nicht nur mit den zwölf Jüngern Gemeinschaft haben. Vielmehr möchte er mit allen Menschen auf der Erde Gemeinschaft haben. Darum sendet er seine Jünger in die Welt aus. Sie sollen Menschen Jesus als Christus und Gottes Sohn vorstellen, damit auch viele Menschen an ihn glauben und Gemeinschaft mit ihm haben. Er will also durch seine Jünger alle Menschen zur Gemeinschaft mit ihm einladen.
In der Welt gibt es verschiedene Nachrichten. Nehmen wir beispielsweise die Nachrichten vom 13. Juli 2013. Damals freuten sich alle Deutschen über die gewonnene Fußball-Weltmeisterschaft. Dagegen waren alle Argentinier über die verlorene Weltmeisterschaft gegen Deutschland traurig. So sind die meisten Nachrichten für eine Gruppe gut, aber für eine andere Gruppe nicht gut. Aber das Evangelium von Jesus Christus ist anders. Es kann alle Menschen, die es annehmen, froh machen. Jesus will alle Menschen wirklich glückselig machen. Jesus will seine Jünger in die Welt senden, damit sie den Menschen die gute Nachricht bekannt geben.
Darum sagt er nach seiner Auferstehung zu uns: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf der Erde. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker“ (Mt. 28,18-19a).
Jesus hat uns dazu berufen, allen Menschen der Welt das Evangelium zu verkünden. Dieses Evangelium ist das Kostbarste in der Welt. Mit allen Mitteln sollen wir es in aller Welt bekanntgeben. Es ist auch wichtig, dass wir durch unseren Lebenswandel das Evangelium glaubwürdig machen, denn Jesus hat zu uns gesagt: „Ihr seid das Licht der Welt…So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ (Mt. 5,14.16).
Jesus braucht zahlreiche Jünger, um alle Menschen der Welt zum Glauben zu führen. Nur mit wenigen großen Predigern wie Billy Graham, David Cho oder Reinhard Bonnke allein können nicht alle Menschen der Welt zum Glauben geführt werden. Jesus braucht zahlreiche Jünger, die die Mitmenschen durch Wort und Leben Jesus bezeugen.
Bochum hatte Ende 2024 etwa 375.200 Einwohner, darunter 53.000 Studenten im WS 2025/26. Das Ruhrgebiet zählt 5,1 Millionen Einwohner, Deutschland 83,8 Millionen und die Welt 8,2 Milliarden. Alle Menschen in Deutschland brauchen die Hilfe von Erntehelfern. Doch nur 3 % von ihnen besuchen sonntags den Gottesdienst. Die Menschen in Deutschland brauchen die Hilfe der Erntehelfer.
Die Jüngererziehung ist zwar ein langsamer Weg zur Weltevangelisation, doch ein wirksamer Weg. Zur Erklärung will ich die Jüngererziehung mit der Kettenreaktion[1] vergleichen.
Durch ein Neutron wird ein Atom in zwei Teile gespalten. Jeder Teil des gespaltenen Atomkerns wird wiederum durch ein Neutron in zwei Teile gespalten und so weiter.
Kernspaltung[2]
In einem Atomreaktor geschieht dieser Spaltungsprozess sehr langsam. Wenn dieser Prozess aber schnell geschieht, wird er eine Atombombe.
Die Jüngererziehung ist „die Reproduktion der Jünger“. Die Jüngererziehung ist mit einer Kernspaltung der Atombombe vergleichbar.
Wenn jeder Jünger in seinem Leben zwei Menschen als Jesu Jünger erzieht, jeder der neuen Jünger jeweils zwei weitere Jünger erzieht und so weiter, können dann nach 33 Generationen alle Menschen auf der Erde Jesu Jünger werden.
Ich will dies euch mathematisch darstellen.
Die Weltbevölkerung im Jahr 2024 war 8,2 Billionen, und wir nehmen an, dass die Zahl der Bevölkerung jederzeit unverändert bleibt, und ein Jünger während seines Lebens zwei weitere Jünger erzieht.
Wie lange dauert es, alle Menschen der Welt zu Jüngern zu machen?
Nach 33 Generationen werden 8.509.935.232 Menschen Christen; also alle Bevölkerung der Welt (ca. 8,5 Billionen)Christen.
Die endgültige Absicht Jesu ist also, dass möglichst alle Menschen seine Jünger werden und Gemeinschaft mit ihm haben und ihm ähnlich werden. Das ist der Wille Gottes in Jesus Christus.
2. Die Aussendung der Jünger zum Praktikum (5-15)
Jesus sendet seine Jünger zum Praktikum der Verkündiger des Evangeliums aus. Sie sollen zunächst zu den Israeliten hingehen und predigen: „Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“ (7).
Sie sollen auch Kranke heilen, Tote auferwecken, Aussätzige reinigen und böse Geister austreiben (8).
Die Jünger sollen auf ihrer Reise weder Geld noch zwei Hemden mitnehmen, sondern sich auf die Fürsorge Gottes verlassen. Wenn die Leute die Jünger willkommen heißen, sollen sie bei ihnen bleiben, bis sie in eine andere Stadt ziehen. Jesus sagt zu seinen Jüngern, dass es am Tag des Gerichts den Menschen in Sodom und Gomorra besser gehen wird als den Leuten, die das Evangelium ablehnen (15).
Wir sollen verstehen, weshalb Jesus Jünger erzieht und sie aussendet. Er will möglichst alle Menschen vom größten Unglück erretten und sie zur Gemeinschaft mit ihm einladen.
Jesus lädt uns heute dazu ein, seine Jünger zu werden und den göttlichen Segen der Gemeinschaft mit ihm zu haben. Wir sollen auch andere Menschen dazu einladen, Jesu Jünger zu werden und den göttlichen Segen der Gemeinschaft mit ihm zu erfahren. Wir sollen Jesu Absicht zu Herzen nehmen und seinen Wunsch erfüllen. Er freut sich darüber sehr.
[1] uranerzbergbau.de
[2] webenergie.ch
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