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07. Mai 2026
Leitverse 39-40: „Und er antwortete und sprach zu ihnen: Ein böses und abtrünniges Geschlecht fordert ein Zeichen, aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden, es sei denn das Zeichen gegeben werden, es sei denn das Zeichen des Propheten Jona. Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein.“
Jesus hatte bereits zahlreiche Wunder getan und sich als Christus offenbart.
Er tat nach seiner Bergpredigt zahlreiche Wunder. Er heilte einen Aussätzigen, heilte den gelähmten Knecht eines römischen Hauptmanns, stillte das tobende Galiläische Meer, befreite besessene Gergesener von den bösen Geistern, heilte einen Gelähmten, heilte eine blutflüssige Frau, machte sogar die gestorbene Tochter des Jairus wieder lebendig, heilte zwei Blinde und einen Stummen, heilte am Sabbat die abgestorbene Hand eines Menschen usw.
Trotz solcher zahlreicher Wunderzeichen glaubten die Pharisäer und die Schriftgelehrten nicht an ihn als Christus, sondern verlangten von Jesus schon wieder ein Wunderzeichen zum Beweis seiner Messianität.
Was für ein Zeichen bot Jesus ihnen an, damit sie an ihn als Christus und Gottes Sohn glauben könnten?
Heute wollen wir das Wunderzeichen, das Jesus ihnen nun angeboten hat, kennenlernen, damit wir an Ihn als Christus und Gottes Sohn glauben können.
Weiterhin wollen wir durch seine Lehre die Notwendigkeit kennenlernen, unsere Herzen für Jesus Christus allein zur Verfügung zu stellen und die wahre Verwandte Jesu zu sein.
1. Das glaubwürdige Zeichen Christi (38-42)
Da kamen einige Schriftgelehrte und Pharisäer zu Jesus und sagten zu ihm: „Meister, wir möchten gern ein Zeichen von dir sehen“ (38).
Jesus hatte schon viele Wunder getan. Sie wollten trotzdem nicht an ihn als Christus glauben. Vielmehr verlangten sie von ihm mehr Zeichen.
Da sagte Jesus:
„Ein böses und abtrünniges Geschlecht fordert ein Zeichen. Aber ihnen wird kein anderes Zeichen gegeben werden als das Zeichen des Propheten Jona. Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein“ (39-40).
Hier nannte Jesus seinen Tod und seine Auferstehung das beste Zeichen für seine Messianität.
Jonas Fluchtversuch nach Tarsis und seine Warnung vor Gottes Gericht für Ninive[1]
Jona[2] war ein Prophet Nordisraels um 800 v. Chr. in der Regierungszeit von Joasch, dessen Regierungszeit 802-787 v. Chr. war. Gott befahl Jona, nach Ninive, der Hauptstadt Assyriens, zu gehen und deren Bewohner vor dem drohenden göttlichen Gericht zu warnen. Weil aber Assyrien ein Feind Israels war, wollte Jona lieber sterben, als ihnen Buße zur Sündenvergebung und zu ihrer Rettung zu predigen. Darum versuchte er, mit einem Schiff nach Tarsis zu fliehen. Als das Schiff seinetwegen in Gefahr zu geriet, Schiffbruch zu erleiden, wurde er ins Meer geworfen. Er wurde dann von einem Riesenfisch verschluckt und blieb drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches. Der Fisch spie ihn dann auf das Land aus. Jona ging nach Ninive und predigte ihnen das drohende Gericht Gottes. Da taten alle Bewohner Ninives Buße für ihre Sünden, und Gott vergab ihnen und verschonte Ninive.
Jesus würde nach seinem Kreuzestod drei Tage im Grab sein und danach von den Toten auferstehen. Und Jesus bietet allen Menschen an, durch den Glauben an seinen Tod und seine Auferstehung die Sündenvergebung und das ewige Leben zu empfangen.
Anschließend sagt Jesus in Vers 41: „Siehe, vor euch hier steht der, der größer als Jona ist!“
Was wollte Jesus mit seinem Wort sagen?
Ich nenne zwei Absichten seines Wortes:
Seine erste Absicht ist, dass die Pharisäer und auch wir für Engherzigkeit und Unglauben Buße tun sollen.
Als Jona lebte, war Israel in zwei Nationen geteilt: Juda im Süden und Israel im Norden. Man nennt Israel im Norden einfach Nordisrael oder Israel. Jona war ein Bürger Nordisraels. Assyrien war damals ein starkes Nachbarland Nordisraels. Es ist nicht selten, dass ein schwaches Land oft sein starkes Nachbarland hasst. Manche Niederländer haben immer noch keine gute Meinung über Deutschland, weil die Niederlande während des Zweiten Weltkriegs von Deutschland besetzt waren.
Jona konnte schlecht akzeptieren, dass Gott die Bewohner in Ninive vor dem drohenden göttlichen Gericht erretten wollte. Er wollte lieber sterben, als in Ninive Buße zu predigen. Aber er gehorchte schließlich Gottes Willen und predigte ihnen die göttliche Botschaft. Daraufhin taten sie Buße und Gott vergab ihnen und verschonte Ninive.
Auch die Pharisäer konnten schlecht akzeptieren, dass Gott die Römer liebte, die ihr Land besetzt hatten. Aber Jesus lehrte sie, dass sie Gottes Herz haben und auch Römer lieben sollten.
Man sagt: „Vater werden ist leicht, aber Vater sein ist schwer.“ Das stimmt. Ein Vater zu werden ist leicht, aber ein guter Vater zu sein – das ist schwer.
Christ zu werden ist leicht, aber ein guter Christ zu sein – das ist schwer. Wir sagen zu anderen: „Als Christ sollst du deinen Feind lieben!“ Doch es ist nicht leicht, jemanden zu lieben, mit dem man verfeindet ist.
Was ist aber der Unterschied zwischen einem guten Christen und einem schlechten? Ein guter Christ versucht, Gottes Willen zu gehorchen, obwohl es nicht einfach ist. Ein schlechter Christ aber versucht das nicht mit der Ausrede, dass es schwer sei. Wir sollen ein liebendes Herz gegenüber allen Menschen haben, obwohl es schwer ist, sie zu lieben. Wenn wir einen leichten Weg nehmen, werden wir wie Pharisäer. Aber wenn wir Gottes Willen annehmen und versuchen, auch unsere Feinde zu lieben, hilft Gott uns durch den Heiligen Geist dabei, auch unsere Feinde zu lieben.
Pastor Yangwon Son[3]
Ein koreanischer Pastor namens Jang-Won Son hörte im Oktober 1948, dass seine zwei Söhne, Dong-In und Dong-Shin, bei dem kommunistischen Aufruhr in Yeosu, Südkorea, durch einen Jungen namens Jae-Sun Ahn erschossen wurden. Die beiden Jungen waren durch das südkoreanische Militär verhaftet worden und sollten erschossen werden. Pastor Son bat das Militär darum, den Mörder zu verschonen, um ihn als seinen Sohn zu adoptieren. Natürlich waren seine zwei Töchter bitter dagegen. Pastor Son überredete seine Töchter, adoptierte ihn und half ihm, an Jesus Christus zu glauben. Ahn wurde ein Christ und wurde Pastor, und sein Sohn Kyungsun Ahn wurde Pastor.
Seine zweite Absicht dieser Rede ist, dass wir an den Tod Christi und seine Auferstehung glauben sollen.
Jesus sagte, dass er den Pharisäern nur ein einziges Zeichen, das Propheten Jona, geben werde. Sie sollten an dieses Zeichen glauben. Dieses Zeichen bedeutet seinen Tod und seine Auferstehung. Wie Jona drei Tage lang im Bauch des Fisches geblieben war und danach von dem Fisch auf das Land ausgespien wurde, so werde Jesus getötet werden, drei Tage lang in seinem Grab bleiben und schließlich am dritten Tag von den Toten auferstehen.
Dieses Zeichen ist wirklich entscheidend wichtig für alle Menschen, weil es allen, die daran glauben, Vergebung und das ewige Leben schenkt. Es ist „das Kernstück“ der Botschaft Christi. Denn Jesus, der Gottessohn und Christus, ist für die Sünden aller Menschen gestorben und von den Toten auferstanden. Durch seinen Tod hat er all unsere Schuld weggetragen, und durch seine Auferstehung hat er uns das ewige Leben gebracht. So sind Jesu Tod und seine Auferstehung das wichtigste Wunder Gottes für uns.
Viele Menschen suchen nach irgendeinem Wunder, damit sie an Jesus als Christus und Gottessohn glauben können. Leider betrachten manche Leute Jesus als Verführer. Sie sagen: „Zeige uns Zeichen, damit wir an Jesus als Christus und Gottessohn glauben können.“
Jesus sagt in Vers 42: „Die Königin vom Süden wird auftreten beim Jüngsten Gericht mit diesem Geschlecht und wird es verdammen; denn sie kam vom Ende der Erde, um Salomos Weisheit zu hören. Und siehe, hier ist der, der mehr als Salomo ist.“
Gegen 950 v. Chr. kam die Königin von Saba trotz des weiten, beschwerlichen Wegs nach Jerusalem, um die Weisheit Salomos zu hören.
Jesus sagt zu uns: „Hier ist mehr als Salomo!“
Jesus will uns die Sündenvergebung und das ewige Leben gerne schenken. Wir sollen Gottes Geschenk durch den Glauben an Jesus Christus dankend annehmen.
2. Wir sollen vom Heiligen Geist erfüllt sein (43-45)
Nun erzählt Jesus von einem unreinen Geist. Der unreine Geist fährt von einem Menschen aus, durchzieht dürre Stätten und sucht nach Ruhe. Weil er aber keine Stätte findet, kehrt er in sein altes Haus zurück. Als er zurückkam, findet er es leer, gesäubert und geschmückt. Darum geht er los und holt zu sich sieben weitere Geister, die noch schlimmerer als er sind. So wohnen die bösen Geister in dem Menschen, und dem Menschen geht’s schlimmer als zuvor.
Unreine Geister sind Angehörige des Satans und regieren über die finstere Welt.
Jesus lehrt uns hier, dass wir durch den Glauben an Jesus Christus den Heiligen Geist empfangen und von ihm regieren lassen sollen, damit wir nicht von den bösen Geistern besessen werden. Wir dürfen unser Herz nicht leer stehen lassen. Vielmehr sollen wir durch den Glauben an Jesus Christus den Heiligen Geist dankend empfangen und von ihm erfüllt sein. Dann haben die bösen Geister bei uns keine Chance.
3. Jesu wahre Verwandte (46-50)
Während Jesus die Volksmenge lehrte, kamen seine Mutter und seine Brüder und wollten mit ihm sprechen. Darum sagte einer zu ihm: „Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir reden.“
Nehmen wir an, dass Jesus zu seinen Jüngern, die ihm hingabevoll nachfolgten, gesagt hätte: „Meine Mutter und meine Brüder sind gekommen. Sie sind meine erste Priorität. Ihr sollt warten, bis ich mich gut um sie gekümmert habe.“ Wie hätten sich dann seine Jünger gefühlt? Sie hätten wahrscheinlich ihr Herz für die Nachfolge Jesu verloren.
Aber Jesus sagte zu den Leuten: „Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder?“
Dann wies er mit seiner Hand auf seine Jünger und sagte: „Siehe, hier sind meine Mutter und meine Brüder! Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mein Bruder und meine Mutter“ (50).
Ich denke, dass die Jünger für seine Wertschätzung sehr dankbar waren und dazu ermutigt wurden, ihm hingabevoll nachzufolgen.
Natürlich meinte Jesus mit seinem Wort nicht, dass er seine Mutter nicht schätze. In Wirklichkeit schätzte er seine Mutter sehr hoch, wie Gott in den Zehn Geboten gelehrt hatte: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren“ (2. Mose 20,12).
Als Jesus am Kreuz hing, bat er Johannes, sich um seine Mutter Maria zu kümmern (Joh. 19,26-27). Johannes nahm von da an Maria in die Gemeinde auf und kümmerte sich um sie.
Jesus lehrt uns hier, dass wir die Menschen, die den Willen Gottes gerne tun, wie unsere eigenen Mütter und Geschwister hochschätzen sollen. Wir brauchen diesen geistlichen Wertmaßstab.
Das größte Zeichen
Anscheinend lehnte Jesus die Bitte der Pharisäer und der Schriftgelehrten ab, als er vom Zeichen des Jona sprach. Aber in Wirklichkeit wollte er dadurch sein liebendes Herz für sie und alle Menschen zeigen. Denn er wollte am Kreuz für die Sünden aller Menschen sterben und dann von den Toten auferstehen.
Jesus verdammte die Pharisäer nicht, sondern starb auch für sie. Wir sollen seine Liebe erkennen. Wir sollen für unsere Sünden Buße tun und durch den Glauben an Jesu Tod und seine Auferstehung die Vergebung und den göttlichen Segen empfangen.
Wir sollen stets mit dem Geist Gottes erfüllt bleiben, sodass die bösen Geister bei uns keinen Raum finden können. Wir sollen uns als wahre Verwandte Jesu aktiv einsetzen. So kann das Reich Gottes ausgebreitet und Gottes Name gepriesen werden. Amen!
[1] https://bibelgemeinde-bremen.de/wp-content/uploads/2022/10/Jona.pdf
[2] Fritz Rienecker, Lexikon zur Bibel 1994 S. 833
[3] https://blog.naver.com/happysmile2u/222593927641
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