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30. Juni. 2026
Leitverse 4: „Ein böses und abtrünniges Geschlecht fordert ein Zeichen; doch soll ihm kein Zeichen gegeben werden, es sei denn das Zeichen des Jona. Und er ließ sie stehen und ging davon.“
Quelle: https://www.instagram.com/p/DLt9ifmMYv6/
Früher gab es zweimal im Jahr Sonderverkäufe: nach Weihnachten und im Sommer. Heute hingegen gibt es ständig Sonderangebote. Zudem gibt es Räumungsverkäufe, bei denen alles verkauft werden muss. Wenn ein Geschäft schließt, findet ein solcher Räumungsverkauf statt. Heute möchte ich über eine andere Art vom Sonderangebot sprechen.
Damals gab es zwei einflussreiche religiöse Gruppen: die Sadduzäer und die Pharisäer.
In diesem Bibeltext kommen Menschen aus beiden Gruppen zu Jesus, weil sie ein Wunder als Beweis für seinen Status als Messias sehen wollen.
Jesus liebt auch diese Menschen und möchte ihnen helfen. Deshalb benennt er ihr grundlegendes Problem und erklärt ihnen den Weg des Lebens.
Wir möchten nun ihre Probleme verstehen und die richtige Lösung dafür finden.
Des Weiteren wollen wir über das geistliche Problem nachdenken, vor dem die Menschen in Deutschland und Europa stehen, und die richtige Lösung finden.
1. Die Zeichenforderung der Pharisäer (1-4)
Jesus kommt vom Ostufer des Sees Genezareth zum Westufer, an einen Ort namens Magadan (15,39; vgl. Mk 8,10). Dort treten Pharisäer und Sadduzäer an ihn heran, um ihn auf die Probe zu stellen.
Die erkannten alle Schriften, die in dem heutigen Alten Testament enthalten sind, als Gottes Wort an. Zudem legten sie großen Wert auf die Heiligung des Alltags. Zu diesem Zweck dehnten sie die Gesetze über Reinheit und Speisevorschriften – die ursprünglich nur für den Priesterdienst im Tempel galten – auf das tägliche Leben des gesamten Volkes aus. Sie begründeten diese Ausweitung mit dem Argument, Gott habe Mose nicht nur die schriftliche Tora (d. h. die fünf Bücher Mose) gegeben, sondern auch eine „mündliche Tora“, die dieselbe Autorität besaß wie die schriftliche Tora.
Die hebräische Bibel (Tanach) besteht aus Tora, Propheten und Schriften.
Tora (Weisung/Gesetz): die fünf Bücher Mose.
Nevi'im (Propheten): die vorderen (bis Könige) und hinteren Propheten (ab Jesaja bis Maleachi.)
Ketuvim (Schriften): poetische Bücher, Weisheitsliteratur und weitere Erzählungen
Nevi'im (Die Propheten)
Dieser Teil unterteilt sich in die "frühen" und die "späteren" Propheten. Er beschreibt die Geschichte des Volkes Israel in Kanaan, die Zeit der Könige und das Wirken der Propheten. [Der Tanach endet mit dem 2. Buch der Chronik (dem Bau des Tempels in Jerusalem), wodurch er geschichtlich und thematisch offenbleibt.
Ketuvim (Die Schriften)
Dies ist eine vielfältige Sammlung von poetischen, weisheitlichen und historischen Texten:
Die poetischen Bücher: Psalmen, Sprüche Salomos, Hiob.
Die fünf Megillot (Rollen): Hohelied, Rut, Klagelieder Jeremias, Prediger (Kohelet), Ester.
Weitere Schriften: Daniel, Esra, Nehemia, Chronik.
Sadduzäer aber erkennen nur die schriftliche Tora, also 5. Bücher Mose, als Bibel an. Sie sind aus den wohlhabenden Familien. Sie sind gegenüber der griechischen Kultur offen. Sie glauben weder an die Auferstehung der Toten noch an die Engel.
Die Sadduzäer und Pharisäer sind eigentlich Todfeinde – wie Öl und Wasser. Zu unserer Überraschung tun sich die beiden Gruppen jedoch gegen Jesus zusammen. Wahrscheinlich ist ihnen die bekannte Strategie vertraut: „Wenn du zwei Feinde hast, verbünde dich zuerst mit dem einen und besiege den zweiten. Besiege dann den Feind, mit dem du dich verbündet hattest!“
Wie stellen die Pharisäer und Sadduzäer Jesus auf die Probe? Sie verlangen von ihm ein Zeichen vom Himmel als Beweis dafür, dass er der Messias ist.
Da antwortet Jesus: „Wenn ihr abends einen feuerroten Himmel seht, sagt ihr: <Morgen wird ein schöner Tag sein, denn der Himmel ist feuerrot.> Wenn aber der Himmel morgens trübrot ist, sagt ihr: <Heute gibt es bestimmt Regen.>
Ihr könnt anhand des Himmels das Wetter voraussagen. Könnt ihr aber trotz gegenwärtiger geistlichen Situation das kommende göttliche Gericht nicht voraussehen?“ (2-3).
Jesus sagt schließlich: „Ein böses und abtrünniges Geschlecht fordert ein Zeichen; doch soll ihm kein Zeichen gegeben werden, es sei denn das Zeichen des Jona“ (4).
Jesus will ihnen nur ein einziges Zeichen geben: das Zeichen des Jona. Jona predigte den Bewohnern von Ninive Buße, um sie vor dem drohenden Gericht Gottes zu warnen. Damit meint Jesus, dass er selbst das wahre Zeichen des Jona ist.
Warum bezeichnet er sich selbst als das wahre Zeichen Jonas?
Dafür gibt es drei Gründe:
Erstens: Weil er Buße predigt.
Jona predigte in Ninive Buße, um die Bewohner vor dem Untergang zu warnen. Und sie taten Buße, sodass Gott Ninive nicht zerstörte.
Auch Jesus predigt Buße. Er sagt: „Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“ (Mk. 1,15).
Über Buße zu predigen oder zur Buße aufzurufen, ist sowohl für den Prediger als auch für die Zuhörer unangenehm. Folglich sprechen viele Prediger heutzutage nicht von Buße, sondern konzentrieren sich vornehmlich auf die Nächstenliebe. Doch ihre Predigten zeigen kaum Wirkung, da die Zuhörer keine Buße tun. Ohne Buße kann das Evangelium wenig bewirken. Buße ist der erste Schritt, um das Evangelium auf rechte Weise anzunehmen. Wer keine Buße tut, wird weder Vergebung noch den Segen des Evangeliums erfahren.
Gibt es wirklich jemanden, der keine Vergebung braucht? Alle Menschen tragen ein gewisses Maß an Schuld in sich. Daher bedarf jeder der Vergebung. Dies setzt Buße voraus. Wer Buße tut und die Vergebung annimmt, wird ein Kind Gottes und empfängt seinen reichen Segen.
Deswegen fordert uns Gottes Wort immer wieder zur Buße auf. Petrus sagt bei seiner Pfingstpredigt: „Tut Buße und jeder lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes“ (Apg. 3,38).
Manche zögern, umzukehren, weil sie fürchten, Gott könnte sie als schlechte Menschen verurteilen. Doch das ist nicht der Fall. Vielmehr tilgt Gott all unsere Schuld und denkt nicht mehr an sie. Gottes Wort in Jesaja 1,18 sagt:
„Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden.“
Zweitens: Weil Jesus am Kreuz für unsere Sünden stirbt und am dritten Tag aufersteht.
Jesus sagt in Vers 4:
„Ein böses und abtrünniges Geschlecht fordert ein Zeichen, doch soll ihm kein Zeichen gegeben werden, es sei denn das Zeichen Jona.“
Jona war ein jüdischer Nationalist. Ninive war die Hauptstadt der Feinde der Juden. Gott befahl Jona, Ninive zur Umkehr aufzurufen, um die Menschen dazu zu bewegen, ihre Sünden zu bereuen, und um ihnen zu vergeben. Jona wäre jedoch lieber gestorben, als in Ninive zur Umkehr zu predigen. Auf seinen eigenen Wunsch hin wurde er ins Meer geworfen. Doch ein riesiger Fisch verschlang ihn, und er blieb drei Tage lang im Bauch des Fisches. Dort bereute er seinen Ungehorsam. Nach drei Tagen wurde er an Land ausgespien. Er predigte in Ninive zur Umkehr. Daraufhin kehrten alle Einwohner Ninives um. Gott nahm ihre Umkehr an und zerstörte die Stadt nicht.
Wie Jona drei Tage im Bauch des Fisches gewesen war, wird Jesus drei Tage lang im Grab bleiben. Danach wird er am dritten Tag von den Toten auferstehen.
Jesus sagt zu den Pharisäern und Sadduzäern: „Ein böses und abtrünniges Geschlecht fordert ein Zeichen, doch soll ihm kein Zeichen gegeben werden, es sei denn das Zeichen des Jona.“
Jesus lehnt es ab, ihnen ein Zeichen zu geben. Er bietet ihnen jedoch das Zeichen des Jona an. Mit diesem Zeichen meint er, dass er sterben, im Grab bleiben und am dritten Tag von den Toten auferstehen wird. Er verkündet ihnen also das Evangelium, damit sie für ihre Sünden Buße tun und durch den Glauben an das Evangelium Vergebung und Gottes Segen empfangen können. Diese frohe Nachricht gilt nicht nur für Pharisäer und Schriftgelehrte, sondern für alle Menschen in der Welt.
Wer Buße tut und an Jesu Opfertod und seine Auferstehung glaubt, empfängt Vergebung und das ewige Leben. Das ist eine großartige Nachricht für alle Menschen.
Es gibt keine so große Sünde, die Jesus nicht vergibt. Es gibt keinen so schlimmen Menschen, dem Jesus nicht vergibt. Alle Menschen haben eine gute Chance, die Vergebung und das ewige Leben zu empfangen. Dazu brauchen wir nur Buße und den Glauben an Jesus Christus. Wir sollen diesen göttlichen Segen nicht verpassen. Wir wollen bei diesem Segen zugreifen und ihn schmecken.
2. Warnung vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer (5-12)
Jesus und seine Jünger kommen am Ostufer des Sees Genezareth an. Dort stellen seine Jünger fest, dass sie vergessen haben, Brot mitzunehmen.
Sauerteig ist ein Teig, der zur Brotherstellung verwendet wird. Die Jünger Jesu verstanden das Wort „Sauerteig“ wörtlich. Folglich fühlten sie sich schuldig, weil sie vergessen hatten, Brot mitzunehmen. Sie sagten also zueinander: „Er sagt das, weil wir kein Brot mitgebracht haben.“ Es gibt ein passendes Sprichwort: „Ein schlechtes Gewissen braucht keinen Kläger.“ Auf Englisch: „A guilty conscience needs no accuser.“ Auf Koreanisch: „도둑이 제발 저린다.“ Die Jünger Jesu sind so sehr mit Gedanken an Brot beschäftigt, dass sie an nichts anderes denken können. Jesus merkt ihre Sorge und sagt zu ihnen: „Ihr Kleingläubigen, was macht ihr euch Sorge, weil ihr kein Brot mitgenommen habt? Versteht ihr noch nicht? Denkt ihr nicht an die fünf Brote für die Fünftausend und wie viele Körbe voll ihr da aufgesammelt? Auch nicht an die sieben Brote für die Viertauend und wie viele Körbe voll ihr da aufgesammelt habt? Wieso versteht ihr denn nicht, dass ich nicht vom Brot zu euch geredet habe? Hütet euch vielmehr vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer!“ (8-11).
Jesus erinnert sie daran, dass sich bei der Speisung der Fünftausend und der Viertausend alle satt essen konnten. Sie müssen endlich aufhören, sich Sorgen um das Essen zu machen; stattdessen sollten sie die geistliche Bedeutung seines Wortes erfassen.
Dann sagt Jesus: „Hütet euch vielmehr vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer!“ Mit „Sauerteig“ meint Jesus hier all die verderblichen Einflüsse der Pharisäer und Sadduzäer. Damals setzten die Juden die durch Sauerteig hervorgerufene Gärung mit Verderbnis gleich. Schon eine geringe Menge Sauerteig kann den gesamten Teig durchdringen, wenn er untergemischt wird. Jesus sagt damit, dass seine Jünger – und auch wir – uns vor den verderblichen Einflüssen der Pharisäer und Sadduzäer hüten sollen.
Was sind die bösen Einflüsse der Pharisäer und Sadduzäer? Wenn wir über die Charaktere der Pharisäer und Sadduzäer wissen, können wir ihre bösen Einflüsse besser erkennen.
Sprechen wir zunächst über die Pharisäer. Diese Menschen glauben, dass Religion im Befolgen von Reinheitsvorschriften besteht. Jesus sagt, wir sollten uns vor ihrem Einfluss hüten; wir dürfen die Einhaltung religiöser Regeln nicht mit dem Glauben verwechseln. Gott beurteilt die Menschen nicht nach ihrem äußeren Erscheinungsbild, sondern nach der Tiefe ihres Herzens. Deshalb hat Jesus alle Gesetze auf diese Weise zusammengefasst: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand. Dies ist das höchste und erste Gebot.
Das zweite aber ist ihm gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten“ (Mt. 22,37-40).
Wenn wir Gott dienen oder anderen helfen, ohne dass Herz und Liebe dabei sind, gefällt das Gott nicht. Wenn wir jedoch Gott und die Menschen von Herzen lieben und ihretwegen handeln, freut sich Gott. Wir sollen uns stets fragen, ob wir ein Herz für Gott und andere haben und ob wir ihretwegen von Herzen handeln. Wenn wir dies tun, gefällt es Gott, und Er segnet uns.
Sprechen wir nun über die Sadduzäer. Sie sind eine Gruppe, die der Priesteraristokratie angehört; somit zählen sie zur wohlhabenden jüdischen Oberschicht. Auch Hohepriester gehören dieser Partei an. Sie sind politisch aktiv.
Wenn Jesus zu seinen Jüngern sagt: „Hütet euch vor dem Sauerteig der Sadduzäer“, so meint er damit, dass wir das Reich Gottes nicht mit materiellem Wohlstand und politischer Macht verwechseln dürfen.
In der Vergangenheit betrachteten manche Christen materiellen Reichtum als göttlichen Segen für ihren Glauben, da der christliche Westen wohlhabender ist als die meisten nichtchristlichen Länder. Leider ist materieller Reichtum kein eindeutiger Beweis für Gottes Segen, denn das wohlhabende Deutschland wird heutzutage zunehmend gottlos.
Jesus drückte wahren Segen folgendermaßen aus: „Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen usw.“ (Mt. 5,3+8). Gott zu schauen und Himmelreich zu haben das ist der wahre Segen Gottes für Gotteskinder. Natürlich sollen wir auch zum wirtschaftlichen und politischen Wohlergehen Deutschlands und der Welt beitragen. Doch wirtschaftliches und politisches Wohlergehen ist nicht unser höchstes Ziel.
Unser höchstes Ziel ist das Reich Gottes. Mit anderen Worten: Unser höchstes Ziel ist es, dass Gott als König in unseren Herzen regiert.
Das Totalangebot Jesu
Hin und wieder sehen wir Werbung für ein „Total Angebot“. Jesus macht uns tatsächlich ein „Total Angebot“.
Sein erstes Total Angebot lautet: Er liebt alle Menschen.
Er liebt sogar jene, die hartnäckig im Unglauben verharren, wie etwa die Pharisäer und Sadduzäer; deshalb wies er ihnen den Weg zum Leben.
Gott liebt auch Menschen wie die Bewohner von Ninive – die Jona nur schwer lieben konnte – und ließ ihnen die Botschaft der Rettung verkünden.
Jesus liebt alle Menschen. Deshalb hat Gott Jesus in die Welt gesandt.
Sein zweites, umfassendes Total Angebot lautet: Er vergibt uns unsere Schuld vollständig und schenkt uns sein Reich.
Jesus vergibt uns unsere Schuld restlos, wenn wir unsere Sünden bereuen und an das Evangelium glauben. Er gewährt uns all seine Segnungen und sein Reich in ihrer ganzen Fülle. In Jesus dürfen wir das ewige Leben, die Kindschaft Gottes und das Himmelreich empfangen. Wahrlich, dies ist ein umfassendes Total Angebot Gottes in Jesus. Gelobt sei Gott für sein gnädiges Angebot!
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