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29. März 2026
Leitverse 42-43: „Und er sprach: Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“
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Kommenden Freitag ist Karfreitag. An diesem Tag erinnert man sich daran, dass Jesus gekreuzigt wurde und starb. In Deutschland ist dieser Tag in gewisser Hinsicht der heiligste Tag des Jahres. Natürlich ist dieser Tag ein gesetzlicher Feiertag. An diesem Tag gibt es weder Fußballspiele der Bundesliga noch lustige Programme des öffentlichen Fernsehens. Man isst traditionell kein Fleisch, sondern Fisch.
Wir wollen heute die Ereignisse des Tages, als Jesus starb, erfahren. Dazu wollen wir Jesus und auch Menschen, die ihn dort beobachtet haben, kennenlernen. Dadurch wollen wir die Bedeutung des Todes Jesu für uns erfahren.
1. Simons Pech (26)
Wenn man zu jener Zeit zum Tode verurteilt wurde, musste man selber sein Kreuz zur Hinrichtungsstätte tragen. Jesus trug sein Kreuz selber, aber weil er durch die Misshandlung der Soldaten dermaßen geschwächt wurde, brach er unterwegs zusammen. Darum zwangen die Soldaten einen Zuschauer, das Kreuz Jesu weiterzutragen. Der Ausgesuchte hieß Simon aus Kyrene. Er war eben vom Feld gekommen, um den Zug der Todesverurteilten zuzuschauen. Er hatte ein Pech. Er musste über die Soldaten verbittert sein. Er musste auch über Jesus ärgerlich gewesen sein. Während er das Kreuz trug, begann er darüber nachzudenken, wer Jesus ist und weshalb dieser gekreuzigt werden musste. Als er an der Kreuzigungsstätte angekommen war, beobachtete er, dass Jesus am Kreuz betete: „Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!“, und zu dem Verbrecher sagte: „Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein!“ Das Verhalten Jesu beeindruckte ihn sehr. Nach drei Tagen hörte er dann, dass Jesus von den Toten auferstanden sei. Da glaubte er an Jesus als Christus und seine Auferstehung. Er wurde ein Christ und führte auch seine Frau und seine Kinder namens Alexander und Rufus zum Glauben (Mt. 15,21; Röm. 16,13). Simon von Kyrene wurde ein Segen für viele. So wurde sein Pech, Jesu Kreuz zu tragen, zum großen Segen Gottes für ihn und viele Menschen.
Uns passiert ab und zu etwas Pech. Wir sollen dann nicht nur deprimiert oder verbittert sein, sondern darüber nachdenken, ob Gott das schlechte Ereignis zu einem Segen für uns und andere machen will. Gott kann das schlechte Ereignis zum Segen für uns und andere Menschen machen.
Meine Verletzung an der rechten Hüfte war scheinbar ein Pech für mich. Aber Gott hat daraus einen großen Segen für mich und viele gemacht, indem er mich zum Glauben an Jesus Christus führte und mir das ewige Leben schenkte und viele zum Glauben an Jesus Christus führte.
2. Weinende Frauen (27-31)
Jesus war damals etwa 33 Jahre alt (vgl. Lk. 3,23). Während er zur Kreuzigungsstätte geführt wurde, folgte ihm eine große Menschenmenge. Unter dieser Menschenmenge waren auch viele Frauen. Die Frauen klagten laut und weinten um ihn, weil Jesus, der viel Gutes für Menschen getan hatte, gekreuzigt werden sollte.
Aber Jesus sagte zu ihnen: „Ihr Töchter von Jerusalem, weint nicht über mich, sondern weint über euch selbst und über eure Kinder“ (28).
Er erklärte ihnen den Grund: „Denn siehe, es wird eine Zeit kommen, in der man sagen wird: ‚Selig sind die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren haben, und die Brüste, die nicht genährt haben!‘ Dann werden sie anfangen zu sagen zu den Bergen: Fallt über uns!, und zu den Hügeln: Bedeckt uns! Denn wenn man das tut am grünen Holz, was wird am dürren werden?“ (29-31).
Mit diesem Wort machte Jesus es deutlich, dass unser physischer Tod i kein endgültiges Ende unseres Lebens ist. Denn nach unserem physischen Tod kommt das Gericht Gottes. Deshalb meint Jesus, dass nichtgeborene Menschen viel glücklicher sind als die Menschen, die zur Hölle verdammt werden. Jesus möchte uns durch seinen Tod von der Hölle erretten. Darum starb er am Kreuz. Wir sollen diese Frohe Botschaft wahrnehmen.
3. Jesu Gebet bei der Kreuzigung (32-34)
Wir wissen aus Erfahrung, dass es nicht einfach ist, anderen zu vergeben, die uns verletzt haben. Vielmehr sitzt unser Ärger tief in unserem Herzen und schadet uns viel.
Aber Jesus hatte keine Wut über die Leute, die ihn gekreuzigt oder misshandelt hatten. Vielmehr betete er für sie: „Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!“
Er betete für alle, die ihm Ungerechtigkeit antaten oder ihn verspotteten: Hohepriester, Mitglieder des Hohen Rates, Volksmenge, Pilatus und Soldaten. Er vergab ihnen und bat Gott um ihre Vergebung.
Dass Jesus allen, die ihn gekreuzigt oder verspottet hatten, vergab – dies zeigt uns, dass er auch unsere Schuld sicher vergibt, wenn wir unsere Schuld gestehen und an ihn glauben. Wie schlimm auch unsere Sünde sein mag, vergibt Gott unsere Schuld restlos, weil Jesus sein Leben für unsere Sünde geopfert hat. Wir sollen unsere Schuld bekennen und die Vergebung dankbar annehmen. Dann vergibt Gott uns und schenkt uns himmlischen Frieden und Freude. Dann brauchen wir uns nicht mehr unter Schuldgefühlen zu quälen.
4. Verspottende Menschen (35-39)
Während Jesus am Kreuz hing, machten sich drei verschiedene Gruppen über ihn lustig.
Die Oberen der Juden waren die erste Gruppe. Sie hatten wegen ihrer Machtsucht Pilatus zum Todesurteil Jesu gezwungen. Sie machten sich nun über Jesus lustig und sagten: „Du hast viele Menschen gerettet; du sollst nun dich selbst retten, wenn du der Retter, der Auserwählte Gottes bist.“
Auf sie wartet das gerechte Gericht Gottes im Himmel. Sie sind wirklich verloren.
Die Soldaten waren die zweite Gruppe. Sie hatten kein Interesse daran, ob Jesus der Christus ist oder nicht. Sie hatten auch kein Interesse daran, ob Jesus schuldig war oder nicht. Für sie war ein Sieger immer ein Gerechter und ein Verlierer ein Dummer. Sie brachten oben ans Kreuz Jesu eine Aufschrift: „Dies ist der König der Juden“. Sie sagten dann zu Jesus: „Wenn du der König der Juden bist, so rette dich selbst!“ Sie waren Menschen, die der Strömung der gottlosen Welt gedankenlos folgten. Sie folgten der Strömung der gottlosen Menschen zur Hölle.
Ein ungläubiger Schwerverbrecher am Kreuz war die dritte. Er glaubte, dass das Menschenleben mit dem leiblichen Tod endgültig aus sei. Darum war es für ihn egal, ob man als ein Schwerverbrecher sterbe oder als ein Gerechter. Er wollte lustig über Jesus machen und sagte: „Heißt du nicht der Retter, der Christus? Rette dich selbst und uns!“ (39).
Stimmt seine Meinung, dass der physische Tod eines Menschen sein endgültiger Aus sei? Nein, das stimmt nicht. Nach dem physischen Tod gibt es das Gericht Gottes. Vor dem lieblichen Tod muss jeder Mensch zwischen Himmel und Hölle wählen. Der Verbrecher wählte die Hölle und schlug die goldene Chance seiner Rettung in den Wind. Er war wirklich dumm und elend.
5. Der gläubige Schwerverbrecher (40-43)
Während der ungläubige Schwerverbrecher die goldene Chance seiner Rettung in den Wind schlug, ergriff der andere Schwerverbrecher die goldene Chance, ins Himmelreich zu kommen. Zuerst tadelte dieser Verbrecher den ungläubigen Kollegen: „Du fürchtest Gott nicht, da du in demselben Gericht bist? Und wir empfangen zwar mit Recht, was wir mit unseren Taten verdient haben. Dieser aber hat nichts Unrechtes getan.“
Danach bekannte er seinen Glauben an Jesus und sagte er zu Jesus: „Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst!“
Er bekannte seinen Glauben und wählte damit das Himmelreich. Das war eine kluge Wahl. Weil dieser Verbrecher auch am Kreuz hing und am Sterben war, hatte er keine Möglichkeit mehr, durch irgendeine gute Tat seine Sünde wieder gutzumachen. Aber er glaubte an den gnädigen Jesus, bekannte seinen Glauben und bat ihn um seine Rettung. Wenn er an die Auferstehung nicht geglaubt hätte, bräuchte er nicht um seine Rettung zu bitten. Er aber glaubte an die Auferstehung und das Himmelreich. Er wollte unbedingt ins Himmelreich kommen. Er wollte die letzte Chance seiner Rettung nicht verpassen. Er tat sofort Buße für seine Sünde, bekannte seinen Glauben an Jesus und bat ihn, ihn in sein Reich aufzunehmen.
Was antwortete Jesus ihm? Er sagte zu ihm: „Wahrlich, ich sage dir: <Heute wirst du mit mir im Paradies sein!>“
Jesus freute sich über seinen Glauben und schenkte ihm die Vergebung und das Himmelreich. Er ist dazu gekommen, alle bußfertigen, gläubigen Menschen zu retten und ihnen sein Reich zu schenken. Nicht nur dieser Verbrecher, sondern alle sind herzlich zum Himmelreich eingeladen.
Der gläubige Schwerverbrecher ermutigt uns dazu, durch Buße und Glauben an Jesus Christus die Vergebung und das Himmelreich zu empfangen. Es gibt keine Schuld, die Jesus nicht vergeben kann. Es gibt keinen schlechten Menschen, dem Jesus nicht vergeben und ihn ins Himmelreich aufnehmen möchte. Er möchte, dass jeder Mensch durch Buße und Glauben an ihn ins Himmelreich kommt. Wir sollen Mut zusammenfassen, durch Buße und Glauben an Jesus die Vergebung und das Himmelreich zu empfangen.
6. Jesu Abschied und das Zerreißen des Tempelvorhangs (44-48)
Damals stand in Jerusalem noch der Tempel. Der Tempelraum war ein viereckiger Raum, der durch einen Vorhang in zwei Räume abgetrennt wurde. Der Raum hinter dem Vorhang hieß „das Allerheiligste“. In diesem Raum stand die Bundeslade mit Gnadenthron. In der Bundeslade waren die Gesetzestafeln von den Zehn Geboten. Der Gnadenthron auf der Bundeslade symbolisierte die Gegenwart Gottes. Nur ein Hohepriester durfte jährlich einmal stellvertretend diesen Raum betreten und für das Volk Fürbitte sprechen.
Am Mittag des Kreuzigungstages um 12 Uhr kam eine Finsternis über das ganze Land und blieb bis zum Nachmittag um 3 Uhr. Und plötzlich riss der Vorhang im Tempel, mitten von oben bis unten in zwei Stücke.
Und Jesus rief laut: „Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände!“ und verschied.
In diesem Moment des Todes Jesu wurde der Vorhang im Tempelraum in zwei Stücke von oben bis unten zerrissen. Dies zeigte, dass Jesus sich selbst als vollkommenes Opfer ein für alle Mal darbrachte. So wurde das alttestamentliche Opfersystem in Jesus vollkommen erfüllt und das Tor des Himmelreiches ist weit geöffnet. Wir brauchen nun nur Buße und Glauben an Jesus Christus, um Gott zu begegnen und die Vergebung und das Himmelreich zu empfangen. Jeder ist willkommen, in Jesus Gott zu begegnen und Gemeinschaft mit Gott zu haben. Der Tod Christi hat diesen Weg weit geöffnet.
7. Die Schlussfolgerung des Hauptmanns (47)
Für die Durchführung der Hinrichtung von Verurteilten war ein Hauptmann verantwortlich, der das Hinrichtungskommando leitete. Er musste bei der Gerichtsverhandlung Jesu da gewesen sein. Deswegen wusste er, dass Jesus unschuldig war. Während seine Soldaten die Verurteilten nach Golgatha führten und sie kreuzigten, beobachtete er Jesus. Er hörte, was Jesus zu den weinenden Frauen sagte. Er hörte auch, dass Jesus für die Vergebung aller betete. Nach dem Tod Jesu zog er die Schlussfolgerung aus seiner Beobachtung: „Fürwahr, dieser ist ein frommer Mensch gewesen!“ (47).
Matthäus und Markus berichten uns, dass er sagte: „Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!“ (Mt. 27,54; Mk. 15,39).
Er bekannte, dass Jesus Gottes Sohn ist.
Die gute Nachricht für alle
Dieser Bibeltext beschreibt die leiblichen Schmerzen Jesu kaum. Vielmehr berichtet er, dass Jesus Gottes Sohn und Christus ist. Dieser Bibeltext will uns vermitteln, dass Gott allen, die an ihn als Gottes Sohn und Christus glauben, ihre Sünden vergibt und ihnen das ewige Leben und das Himmelreich schenkt. Das ist die Frohe Nachricht für alle Menschen.
Wir wollen an Jesus Christus als Gottes Sohn und Christus glauben und die Sündenvergebung und das Himmelreich dankbar annehmen.
Wir sollen anderen Leuten diese Botschaft weitersagen, damit sie auch die Vergebung und das Himmelreich erfahren. So können wir uns mit ihnen zusammen freuen und Gott die Ehre geben.
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