|
|
14. Aug 2026
Leitvers 42: „Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen in der Schrift: <Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen?>“
Weintrauben schmecken uns gut. Außerdem beugen Weintrauben viele Krankheiten vor wie z.B. Krebs, Kreislauf-Krankheiten, Nierenkrankheiten, Verstopfung, Infektionen usw. Um diese Weintrauben zum Essen bekommen können, muss der Weingarten erst gelegt und gepflegt werden.
Jesus erzählt uns in diesem Text zwei Gleichnisse: Das Gleichnis von den ungleichen Söhnen und das Gleichnis von den bösen Weingärtnern. Die ungleichen Söhne im ersten Gleichnis reagieren auf das Wort ihres Vaters unterschiedlich. Die Weingärtner im zweiten Gleichnis aber reagieren einheitlich gegen den Willen des Weinbergeigentümers.
Im übertragenen Sinn ist Gott der Weinbergeigentümer und wir sind seine Weingärtner.
Wir wollen heute darüber nachdenken, wie wir uns dem Weinbergeigentümer gegenüber verhalten sollen. Dadurch wollen wir das Geheimnis des seligen Lebens feststellen.
Zum Schluss wollen wir erfahren, weshalb Jesus Christus der Eckstein des Gottesreiches ist.
1. Von zwei unterschiedlichen Söhnen (28-32)
Der Anlass der Erzählung dieses Gleichnisses ist, dass die Gesandten der Hohenpriester und der Ältesten des Volks zu Jesus gekommen sind. Die Hohepriester und die Ältesten sind entschlossen, Jesus anzuklagen und ihn töten zu lassen (21,23). Trotzdem hört Jesu Liebe zu ihnen wenig auf. Er will sie zur Umkehr führen.
Jesus stellt der Delegation der Hohenpriester und Ältesten (S. V. 23) eine Eingangsfrage „Was meint ihr?“ (28a) und danach erzählt ihnen ein Gleichnis:
„Ein Mann hatte zwei Söhne. Er ging zum Ersten und sagte: <Mein Sohn, geh hin und arbeite heute im Weinberg!“ Dieser antwortete aber: <Nein, ich will nicht.> Danach reute es ihn und er ging zur Arbeit. Der Vater ging zum zweiten Sohn und sagte dasselbe. Da antwortete dieser: <Ja, Vater!> und ging doch nicht zur Arbeit. Wer von den beiden hat den Willen des Vaters getan?“ (28-31).
Jesus stellt uns das Bild zwei unterschiedlichen Menschengruppen dar.
Eine Gruppe von Menschen sagt zunächst „Nein“. Aber sie überlegen doch und tun schließlich das, was richtig ist. Im ersten Blick scheinen sie, dass sie über den Weg des Lebens kaum Interesse hätten. Sie überlegen und gehen doch den Weg des Lebens. Aus anfänglichen Nein-Sagern werden sie gehorsame Menschen!
Eine andere Gruppe sagt schnell „Ja“. Aber diese Menschen gehen mit ihrem Versprechen leichtfertig um und halten ihr Versprechen nicht ein. Im ersten Blick scheinen sie, den Weg des Lebens gehen zu wollen. In Wirklichkeit haben sie aber kein Interesse daran. Aus den Ja-Sagern werden sie ungehorsamen Menschen!
Auf den Gehorsam kommt es also bei Jesus an! So beendet Jesus seine Bergpredigt mit dem Wort: „Es werden nicht alle, die zu mir sagen: <Herr, Herr!>, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen des Vaters im Himmel tun“ (Mt. 7,21ff.).
Jesus schließt das knappe und dramatische Gleichnis ab und stellt der hohepriesterlichen Delegation eine Frage: „Wer von den beiden hat den Willen des Vaters getan?“ (31a).
Natürlich antworten die Gefragten: „Der Erste!“ (31b).
An ihre Antwort anschließend sagt Jesus: „Wahrlich, ich sage euch: Die Zöllner und Huren kommen eher ins Reich Gottes als ihr. Denn Johannes kam zu euch und lehrte euch den rechten Weg und ihr glaubtet ihm nicht; aber die Zöllner und Huren glaubten ihm. Und obwohl ihr’s gesehen habt, habt ihr dennoch nicht Buße getan und ihm auch nicht geglaubt“(31c-32).
2. Von den bösen Weingärtnern (33-46)
Im alten Israel galt ein Weinberg als äußerst wertvoller Besitz und als sicheres Zeichen für Wohlstand; seine Bewirtschaftung brachte eine reiche Ernte an Trauben und Wein ein.
Um den Weinberg vor Wildtieren und Dieben zu schützen, umgab man ihn mit einem Zaun aus dichten Dornenhecken. Jeder Weinberg jener Zeit verfügte über eine Kelter, die aus zwei Becken bestand. Ein solches Becken war ein offener und länglicher Behälter – ähnlich einem Viehtrog. Und ein Becken lag höher als das zweite Becken; die Trauben wurden im oberen Becken gekeltert, und der Saft floss durch eine Rinne – eine schmale Vertiefung im Boden – in das untere Becken.
Der Turm erfüllte einen doppelten Zweck: Er diente als Wachturm, um den Weinberg während der Reifezeit der Trauben vor Dieben zu bewachen, und bot zudem den Arbeitern einen vorübergehenden Unterschlupf.
Jesus erzählt ein Gleichnis von den Weingärtnern:
Ein Hausherr legte einen Weinberg an, zog einen Zaun darum und baute einen Wachturm. Er errichtete auch eine Kelter. Nachdem er den Weinberg sorgfältig angelegt hatte, verpachtete er ihn an Arbeiter und reiste ins Ausland.
Als die Zeit der Ernte gekommen war, sandte er seine Knechte zu den Arbeitern, um seinen Anteil an der Ernte einzufordern. Doch die Weingärtner schlugen den einen, töteten einen anderen und steinigten einen dritten. Dennoch war der Herr gütig; er wollte, dass die Arbeiter den Weinberg weiterhin bewirtschafteten. Also sandte er weitere Knechte. Doch mit ihnen verfuhren sie genauso.
Schließlich sandte der Herr seinen Sohn in der Annahme: „Vor meinem Sohn werden sie Ehrfurcht haben.“ Er glaubte, sie würden seinem Sohn zumindest Respekt entgegenbringen.
Doch er irrte sich gewaltig! Als sie seinen Sohn kommen sahen, sagten sie zueinander: „Hier kommt der Erbe! Lasst uns ihn töten! Dann wird der Weinberg uns gehören.“ Sie ergriffen ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und töteten ihn.
Jesus fragt daraufhin seine Zuhörer: „Was wird der Besitzer des Weinbergs mit den Pächtern tun, wenn er zurückkehrt?“ Sie antworten ihm: „Er wird diesen bösen Weingärtner ein Ende machen und den Weinberg an andere Weingärtner vergeben, die ihm den Ertrag zur rechten Zeit abliefern.“
In diesem Gleichnis steht der Weinberg für das Volk Gottes. Der Besitzer des Weinbergs ist Gott. Die Weingärtner sind die religiösen Führer Israels. Die Diener des Weinbergbesitzers sind die Propheten. Der Sohn des Weinbergbesitzers ist Jesus selbst. Die Geschichte Israels und sein Untergang werden in diesem Gleichnis anschaulich dargestellt.
Der Weinberg kann jedoch auch „Jesu Gemeinde“ oder „Gläubigen“ symbolisieren. In diesem Fall stehen die Weingärtner für kirchliche Mitarbeiter wie Pastoren, Missionare und andere Mitarbeiter.
3. Die Lehre aus dem Gleichnis vom Weinberg
Dieses Gleichnis vermittelt drei wichtige Lehren über Gott, Menschen und Jesus.
Erstens lehrt uns dieses Gleichnis über Gott.
Es lehrt uns, dass Gott der Eigentümer unseres Lebens ist.
Der Weinbergbesitzer ist der Eigentümer des Weinbergs. Er vertraute den Weingärtnern, übergab ihnen seinen Weinberg und reiste ab.
Gott ist der Eigentümer unseres Lebens. Er hat es uns anvertraut, damit wir Frucht bringen. Wir dürfen den größeren Teil der Frucht selbst genießen und Gott nur einen kleinen Anteil geben. Aus diesem Grund sollten wir Gott dankbar sein.
Dieses Gleichnis lehrt uns auch etwas über Gottes Geduld mit uns.
Obwohl die Weingartenarbeiter die Knechte ihres Herrn misshandelten und töteten, rächte sich der Herr nicht an ihnen; stattdessen bot er ihnen immer wieder die Gelegenheit, seinem Ruf zu folgen.
Gott ist überaus geduldig mit uns. Auch wenn wir seine Worte missachtet und wiederholt gesündigt haben, erträgt er uns geduldig und versucht beständig, uns zur Einsicht zu führen. Gott sandte sogar seinen Sohn Jesus Christus, um uns auf den Weg des Lebens zu leiten. Wir sollen seine Geduld erkennen, unsere Schuld eingestehen und uns auf den Weg des Lebens begeben.
Dieses Gleichnis lehrt uns etwas über Gottes Gericht.
In diesem Gleichnis erreichte die Bosheit der Weingärtner ihren Höhepunkt, als sie den Sohn des Weingartenbesitzers abwiesen und töteten. Da war die Geduld des Besitzers am Ende. Über ihre Bosheit erzürnt, sprach er das Urteil über die bösen Weingärtner; er nahm ihnen den Weingarten weg und übergab ihn anderen.
Dies lehrt uns, dass Gott diejenigen gewiss bestrafen wird, die seine Güte und Geduld missachten und in der Sünde verharren.
Manche Menschen behaupten, ein barmherziger Gott würde keine Menschen richten oder zur Hölle verdammen. Doch dieses Gleichnis lehrt uns, dass das göttliche Gericht für diejenigen, die trotz der Geduld Gottes nicht umkehren, eine Realität ist. Wir sollen sowohl Gottes Gnade als auch sein Gericht ernst nehmen.
Die Behauptung, es gebe kein Gericht, weil Gott barmherzig sei, gleicht der Vorstellung, ein Mensch benötige nur Nahrung – und keine Medizin –, um gesund zu bleiben. In Wirklichkeit werden Menschen jedoch bisweilen krank und brauchen Medikamente. Man kann Gottes Gnade als nahrhafte Speise betrachten – etwa Brot oder Reis – und die Lehre vom göttlichen Gericht als Medizin. Wenn wir beides annehmen, können wir ein gesegnetes Leben führen.
Zweitens lehrt dies Gleichnis über die sündige Natur der Menschen.
Dies Gleichnis zu uns zunächst über unsere Vorrechte.
Der Herr des Weinberges stattete den Weinberg mit allen Notwendigen aus – einen Zaun, einer Kelter und eine, Turm –, um den Weingärtnern die Arbeit zu erleichtern.
Gott überträgt uns niemals die Aufgabe, Frucht zu bringen, ohne uns zugleich die nötigen Mittel dafür an die Hand zu geben. Jeder von uns hat eine göttliche Aufgabe erhalten, verbunden mit den Mitteln, sie zu erfüllen.
Andreas z. B. hat das Vorrecht, der Gemeinde in Bochum als Leiter und Prediger zu dienen. Renate hat das Vorrecht, den Gesang instrumental zu begleiten, sei es am Klavier oder auf der Gitarre. Yeon hat das Vorrecht, eine aktive Rolle im Gemeindeleben zu spielen.
Jeder hat von Gott ein Vorrecht erhalten; es gibt niemanden, der kein Vorrecht empfangen hätte. Dieses Vorrecht zu erkennen, treu zu arbeiten und Gott dafür danken – das ist der Weg zu einem gesegneten Leben.
Dieses Gleichnis lehrt uns auch, dass der Herr uns vertraut und uns sein Leben anvertraut.
Der Herr vertraute den Weingärtnern und übergab ihnen seinen Weinberg. Er überließ es ihnen, die Arbeit nach ihren eigenen Vorstellungen auszuführen.
Gott ist kein tyrannischer Aufseher. Er behandelt uns nicht wie ein strenger Arbeitgeber. Vielmehr ist er großzügig. Er überträgt uns Aufgaben, überlässt es aber uns, wie wir sie ausführen. Die dazu nötigen Mittel hat er uns bereits zur Verfügung gestellt. Deshalb sollten wir die Aufgabe kreativ und mit dankbarem Herzen erfüllen.
Gott hat uns die Freiheit geschenkt, unser Leben nach unseren schöpferischen Vorstellungen zu gestalten und reiche Frucht zu bringen.
Wir erinnern uns an das Gleichnis Jesu von den anvertrauten Geldern (Matthäus 25). Ein Mann erhielt von seinem Herrn fünf Goldmünzen, setzte sie ein und erwirtschaftete einen Gewinn von weiteren fünf Goldmünzen. Ein zweiter erhielt zwei Goldmünzen, setzte sie ebenfalls ein und erzielte einen Gewinn von zwei Goldmünzen. Ein dritter erhielt eine Goldmünze. Er setzte sie jedoch nicht ein, sondern vergrub das Geld in der Erde und erwirtschaftete keinen Gewinn, da er kein Risiko eingehen wollte und seinen Herrn als strengen Mann betrachtete.
Wir sollen nicht wie die dritte Person handeln, sondern vielmehr wie die erste oder die zweite.
Renate und Andreas hatten dienstags zunächst dienstags einen Kochkurs angeboten, gefolgt vom Alpha-Kurs; aktuell veranstalten sie einen Filmabend. Gott hat ihre kreativen Ideen gesegnet, durch die Menschen erreicht und in ihrem Glauben ermutigt werden.
Gott möchte, dass jeder seine Gabe erkennt, kreativ handelt und Frucht für Ihn bringt.
Dieses Gleichnis spricht von unserer Verantwortung.
Für jeden Menschen wird der Tag der Rechenschaft kommen, so wie auch die Weingärtner an einem bestimmten Tag ihrem Herrn Rechenschaft ablegen mussten.
Wir sind dafür verantwortlich, die göttliche Gabe gut zu nutzen und Frucht zu bringen. Leider nehmen viele Menschen ihre Verantwortung nicht ernst und wollen Gott keine Rechenschaft ablegen.
Doch dieses Gleichnis lehrt uns, dass die Zeit der Rechenschaft gewiss kommen wird und dass Gott uns für unsere Verantwortung zur Rechenschaft ziehen wird.
Dieses Gleichnis behandelt die Ablehnung Gottes durch Menschen.
Die Weingärtner lehnten sich gegen ihren Herrn auf. Sie misshandelten und töteten seine Knechte. Sie töteten sogar den Sohn des Herrn. Dies lehrt uns, dass Gott abzulehnen die Sünde ist, wie es in Röm. 1,21a steht: „Obwohl sie von Gott wussten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt.“
Und Röm. 1,22a sagt weiter über die Menschen, die Gott ablehnen: „Obwohl sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden“
Das stimmt! Wenn Menschen Gott ablehnen, fühlen sie sich leer. Sie suchen nach einem Ersatzgott, z.B. irgendeinem Menschen, Geld, Karriere oder Hobby, um ihre Leere zu füllen. Leider sind solche Menschen oder Dinge vergänglich und können uns keinen wahren Lebenssinn anbieten.
Warum lehnen Menschen trotzdem Gott ab? Deshalb, weil Menschen glauben, dass sie glücklich sein würden, wenn sie Gott ablehnen und nach ihrem eigenen Wunsch leben. Der Teufel sagt zu uns: „Wenn du Gott ablehnst und nach deinem eigenen Willen lebst, wirst du am glücklichsten.“ Mit dieser Logik hatte der Teufel den ersten Mensch Adam zur Sünde verführt. Aber wir dürfen uns durch die Lüge des Teufels nicht betrogen werden. Wir können nur dadurch das glückselige Leben haben, dass wir auf Gott vertrauen und ihm folgen. Der teuflische Weg führt uns zur ewigen Verdammnis, aber Gottes Weg führt uns zur ewigen Seligkeit.
Viertens lehrt uns dies Gleichnis über Jesus.
Dies Gleichnis erzählt uns von dem Anspruch Jesu als Gottes Sohn.
Durch dies Gleichnis hebt Jesus sich deutlich heraus. Die Propheten waren Boten Gottes. Ihre Ehre kann ihnen niemand streitig machen. Trotzdem waren sie doch Gottes Knechte, Jesus dagegen Gottes Sohn. So macht Jesus seinen Anspruch als Gottes Sohn unmissverständlich. Dass Gott seinen Sohn in die Welt gesandt hat – Das ist die Frohe Botschaft für alle Menschen.
Gott hat schon bei der Taufe Jesu diese Botschaft verkündet: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“ (3,17).
Und Petrus hat bekannt: „Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!“ (16,16).
An diesem Zeitpunkt stellt Jesus sich als Gottes Sohn vor. Einige Tage später antwortet er auf die Frage des Hohepriesters „Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes“: „Du sagst es!“ (26,63-64).
Jesus ist Gottes Sohn. Das hat Gott bekannt. Das hat auch Jesus bekannt. Das haben auch seine Jünger bekannt. Schließlich hat er durch seine Auferstehung seine Sohnschaft gezeigt. Daran sollen wir glauben.
Dies Gleichnis erzählt uns vom Opfertod Jesu.
Im Gleichnis nehmen die Weingärtner den Sohn, stießen ihn aus dem Weinberg hinaus und schlugen ihn tot. Durch dies Gleichnis sagt Jesus im Voraus, dass er wegen der Sündhaftigkeit des Volkes gefangengenommen, misshandelt und getötet wird. Und Gott nimmt seinen Tod als Opfertod für die Sünden aller Menschen an. Das ist die Frohe Botschaft für alle Menschen, denn Gottes Sohn stirbt für die Vergebung unserer Sünden. Wer seine Sünde erkennt, dafür Buße tut und daran glaubt, dass Jesus für seine Sünde gestorben ist, empfängt die Vergebung und wird ein Kind Gottes. Das ist ja die Frohe Botschaft für alle Menschen.
Jesus erklärt nun, dass er durch seinen Tod und seine Auferstehung Gottes Wort in Ps. 118,22-23 erfüllt: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden.“
Jesus wird von den Oberen der Juden verworfen, sodass er getötet wird. Aber Gott erweckt ihn von den Toten auf und erklärt, dass Jesus der Herr und Christus ist. Alle Menschen, die für ihre Sünden Buße tun und an ihn als Gottes Sohn glauben, werden die Vergebung und das ewige Leben haben und Gottes Kinder werden. Also: Gott macht Jesus Christus, den die Juden verworfen haben, zum Eckstein des Gottesreiches.
Jesus ist unser Fels
Nun fasse ich die Lehre des Gleichnisses in zwei Punkten zusammen:
Erstens: Wir sollen nicht vergessen, Gott Früchte zu geben.
Wir sind Weingärtner Gottes, denn Gott hat uns das Leben und seine Gaben anvertraut. Wir sollen Früchte bringen. Natürlich dürfen wir einen großen Teil der Früchte für uns selbst gebrauchen. Wir aber sollen Gott doch seinen Anteil geben. Was sollen wir Gott geben? Wir sollen ihm unseren Glauben, unsere Dankbarkeit und unsere Freude geben, sodass Gott durch uns gepriesen und gelobt wird. Wir sollen auch einige Menschen zum Glauben führen und sie im Glauben stärken. Unser Herr ist nicht streng, sondern gütig. Wenn wir ihm unsere Früchte geben, wird er sich freuen.
Zweitens: Jesus Christus ist der Eckstein des Gotteshauses.
Jesus Christus ist von den Menschen verworfen und getötet. Aber er ist auferstanden und Herr über Toten und Lebenden. Sein Tod ist für unsere Sünden und seine Auferstehung für unsere Auferstehung. Wer an Jesus Christus glaubt, der hat die Vergebung, das ewige Leben und das Himmelreich.
Jesus ist unser Eckstein. Wir sollen an ihn glauben und auf ihm fest vertrauen, selbst wenn unsere Welt zusammenbrechen würde, denn er ist der Fels, auf dem es ganz sicher ist.
Preist Gott für den Jesus Christus, unseren Fels! Amen!
|
|
