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15. August 2026
Leitvers 2: „Das Himmelreich gleicht einem König, der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtete.“
Hochzeitfeier, https://www.cecile.de/warum-kein-rot-auf-hochzeit/
Die Hochzeit gehört zu den glücklichsten Momenten für jedes Ehepaar; sie erleben den freudigsten Tag ihres Lebens. An diesem Tag teilen auch ihre Familienangehörigen, Freunde und Verwandte diese Freude.
Jesus erzählt uns ein Gleichnis von der königlichen Hochzeit. Darin offenbart Er die Freude des Lebens im Glauben und lädt uns herzlich ein, an diesem fröhlichen Leben teilzuhaben. Er erklärt auch, warum es eine Tragödie ist, Seine Einladung abzulehnen.
Lasst uns durch diese Geschichte die Freude des Lebens im Glauben an Jesus entdecken und die Einladung zum himmlischen Hochzeitsmahl dankbar annehmen. Unter keinen Umständen sollten wir die Einladung zu dieser Feier ausschlagen.
1. Das Gleichnis des Himmelreiches
Jesus erzählt uns vom Himmelreich: „Das Himmelreich gleicht einem König, der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtete“ (2).
Jesus hat das Himmelreich bereits mit einer Perle, einem verborgenen Schatz, einem Senfkorn und Ähnlichem verglichen. Doch das Hochzeitsmahl veranschaulicht die Freude des Glaubenslebens am besten.
Ich erinnere mich an die Hochzeitsfeiern meines Bruders. Sie feierten ihre Hochzeiten nach traditioneller koreanischer Art in dem Haus, in dem ich geboren wurde. Das ganze Dorf kam, um zu gratulieren, zu essen, zu trinken und zu feiern. Den Gästen wurden verschiedene Festtagsgerichte und hausgemachter Reiswein serviert. Sie lachten, und manche sangen. So waren diese Hochzeitsfeiern.
Der König im Gleichnis freut sich sehr über die Hochzeit seines Sohnes. Aus dieser Freude heraus richtet er ein prächtiges Hochzeitsfest aus. Alle Gäste sind eingeladen, zu kommen und an seiner Freude teilzuhaben.
Der König in diesem Gleichnis steht natürlich für Gott, und der Sohn des Königs steht für Jesus Christus. Gott ist König und Herrscher über die ganze Welt. Er möchte das Hochzeitsfest seines Sohnes auf prächtige Weise feiern. Er lädt uns herzlich zu diesem Hochzeitsfest ein.
Dieses Gleichnis beschreibt die Reaktion der Menschen auf die königliche Einladung. In der Antike galt das Fernbleiben von der Hochzeit des Kronprinzen als Akt der Rebellion. Daher waren alle Eingeladenen verpflichtet, an der Hochzeit teilzunehmen.
Es gibt eine wahre Geschichte aus der Geschichte Koreas. Ein König berief alle seine hochrangigen Großen zu einer Versammlung ein. Einer von ihnen vermutete, dass der König beabsichtigte, alle Großen zu bestrafen; doch niemand durfte einfach fernbleiben, denn wer dies tat, wäre als Rebell bestraft worden. Folglich ließ er sich absichtlich vom Pferd fallen und verletzte sich. Unter diesem Vorwand konnte er der Versammlung fernbleiben und der Bestrafung durch den König entgehen.
Der König in diesem Gleichnis ist jedoch nicht autoritär, sondern gütig. Er verschickt schon frühzeitig wunderschöne Einladungen, damit die Gäste ihre Termine planen und sicherstellen können, dass sie teilnehmen können. Alle Eingeladenen werden dazu ermutigt, bei der Hochzeit anwesend zu sein und dem Prinzen zu gratulieren.
Nachdem er die Einladungen verschickt hat, trifft er umfangreiche Vorbereitungen für die Feier. Er lässt die besten Köche seines Reiches kommen, um ihre kulinarische Kunst zu präsentieren. Sie schlachten Ochsen sowie gemästetes Vieh und bereiten eine große Vielfalt an Köstlichkeiten zu. Darüber hinaus engagiert er die Bochumer Symphoniker und die Berliner Philharmoniker für die Hochzeitsmusik. Um für eine festliche Stimmung zu sorgen, bucht er zudem den „Starlight Express“ aus Bochum und den Circus Roncalli aus Köln. Und der König schickt seine Leute aus und sagt: „Seht her, alles ist bestens vorbereitet. Das Hochzeitsfest kann sofort beginnen. Ihr könnt kommen!“ Fantastisch! Ich würde sehr gerne zu dieser Hochzeit kommen. Du auch?
Wie reagieren die Leute auf seine Einladung?
Sie zeigen wenig Interesse an seinem Hochzeitsfest (5). Einer geht auf sein Feld. Ein anderer geht seinen Geschäften nach. Wieder andere ergreifen die königlichen Boten, verspotten sie und töten sie. Ihre Bosheit übersteigt die Geduld des Königs. Der König gerät in Zorn. Er schickt seine Truppen aus, lässt die Mörder töten und steckt ihre Stadt in Brand.
2. Die Lehre des Gleichnisses
Diese Geschichte lehrt uns etwas Wichtiges über ihre Bosheit, Gottes Gericht und die Einladung an unwürdige Menschen:
Erstens: Gottes herzliche Einladung an sein Volk.
Diese Geschichte erzählt uns von der Hochzeit des Königssohnes. Natürlich steht der König für Gott, der Königssohn für Jesus Christus, und das Hochzeitsfest symbolisiert die Freude des Glaubenslebens.
So wie der König im Gleichnis sein Volk zur Hochzeit seines Sohnes einlädt, richtet Gott zunächst eine herzliche Einladung an die Juden, an der Feier für seinen Sohn teilzunehmen. Sie sind dazu aufgerufen, ihre Sünden zu bereuen und an Jesus Christus zu glauben. Auf diese Weise können sie Vergebung, himmlische Freude und das Himmelreich erfahren sowie die ewige Glückseligkeit erlangen.
Die Menschen, die der König zuerst einlud, stehen auch für die Christen. Gott lädt uns zu der freudigen Feier Christi ein. Daher lässt sich das Glaubensleben mit einem Hochzeitsfest vergleichen.
Viele Menschen glauben, das Leben der Christen sei freudlos. Das stimmt nicht! Das Leben im Glauben ist voller Freude, wie ein Hochzeitsfest. Deshalb hat Jesus das Glaubensleben oft mit einem Hochzeitsfest verglichen.
Warum ist das Glaubensleben so voller Freude wie ein Hochzeitsfest? Die Gründe dafür sind unsere Errettung aus der Macht von Sünde und Tod, die glückselige Gemeinschaft mit Christus, unser gewisser Sieg über jede dunkle Macht und unsere herrliche Zukunft. Vor allem aber ist die Tatsache, dass Christus in uns lebt, die Quelle unserer Freude. Wir sollen die göttliche Einladung zum Hochzeitsfest Christi mit großer Freude annehmen.
Es sei darauf hingewiesen, dass in dieser Geschichte kein Hochzeitsgeschenk erwähnt wird. Der König möchte lediglich, dass wir kommen – ohne Geschenk – und am Hochzeitsmahl teilhaben. Wir dürfen unzählige Köstlichkeiten genießen und an der Feier teilnehmen.
Durch Jesus Christus hat Gott uns eingeladen, zum göttlichen Gastmahl zu kommen – ganz ohne Geschenk – und an Christi freudigem Hochzeitsmahl teilzuhaben. Wir müssen keinen eigenen Beitrag leisten; wir brauchen lediglich mit dankbarem Herzen zu kommen und teilzunehmen.
Wenn wir diese Einladung annehmen und zum Festmahl kommen, fallen alle Lasten von uns ab – seien es unsere Fehler, unsere Sorgen oder unsere Schuld. Unsere Herzen werden wahrhaft entlastet. Wenn wir diese große, bedingungslose Liebe Gottes in Jesus Christus annehmen, werden wir wunderbare Freude erfahren.
Ich werde Lydia Chos Freundlichkeit nie vergessen. Als ich am 5. April 1970 zum ersten Mal einen Gottesdienst in Daejeon besuchte, wurden am Ende alle gebeten, paarweise zu beten. Lydia Cho wollte mit mir beten. Damals hatte ich keine Ahnung, wie man betet. Lydia Cho war die Tochter eines Pastors. Freundlich erklärte sie mir:
„Zuerst wendest du dich an Gott – mit Worten wie ‚Lieber Gott‘ oder ‚Lieber Vater‘ –, damit Er dir zuhört. Dann sagst du Gott alles, was du sagen möchtest. Schließlich sagst du: ‚Ich bete im Namen Jesu Christi‘, denn nur durch Jesus Christus können wir zu Gott kommen und mit Ihm sprechen.“
Bis dahin hatte ich gedacht, dass Gott – sofern er überhaupt existierte – ein unpersönliches Wesen sei. Doch dank ihrer freundlichen und hilfreichen Erklärung begann ich, Gott als einen freundlichen, persönlichen Gott zu sehen, und zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich beten. Später fand ich durch ein Bibelstudium zum Johannesevangelium zum Glauben an Jesus Christus. Und durch Genesis 1,31 erkannte ich, dass ich in Gottes Augen wunderbar schön bin, auch wenn ich aufgrund einer Verletzung meines rechten Hüftgelenks leicht hinkte. Da war ich überglücklich. Der gesamte Universitätscampus erschien mir wie ein Paradies. Ich fühlte mich, als wäre mein Leben eine Hochzeitsfeier. Darum lud ich Studenten zu Bibelstunden und Gottesdiensten ein. Natürlich gab es gelegentlich emotionale Höhen und Tiefen, aber die Freude an Gottes Liebe blieb bestehen. Ich glaube, dass unsere Freude im Himmel vollkommen sein wird.
Zweitens: Die undankbare Absage der eingeladenen Gäste und ihre bösen Taten
Die eingeladenen Gäste sollten für die Einladung zum Hochzeitsmahl dankbar sein und daran teilnehmen. Doch sie sind undankbar und widerspenstig. Sie wollen ihre Arbeit nicht unterbrechen. Einige von ihnen misshandeln die königlichen Boten und töten sie.
Auch heute noch sind Christen Verfolgung ausgesetzt. Berichten von Hilfsorganisationen wie Open Doors zufolge sind weltweit mehr als 388 Millionen Christen aufgrund ihres Glaubens schwerer Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt [1].
In Deutschland sind Christen keiner Verfolgung ausgesetzt, wie sie in Nordkorea oder in anderen Ländern herrscht. Dennoch sehen sie sich hier mit eigenen Herausforderungen konfrontiert. Unter dem Einfluss des Pluralismus besuchen nur wenige Menschen Gottesdienste, was zur Schließung vieler Kirchen führt. Christen, die sich offen zu ihrem Glauben bekennen, bilden eine kleine Minderheit.
Wir brauchen den Mut, uns zu unserem Glauben zu bekennen und Menschen dazu zu ermutigen, an das Evangelium zu glauben.
Drittens: Jesus warnt uns vor Gottes Gericht.
Der König erfährt, dass die Geladenen seine Einladung nicht nur abgelehnt, sondern seine Diener auch misshandelt und grausam getötet hatten. Dies war ein Akt offener Auflehnung gegen den König. Der König ist voller Zorn. Er entsendet seine Heere, tötet die Mörder und steckt ihre Stadt in Brand.
Gott ist Liebe. Deshalb will Er uns vor Sünde und Hölle retten. Das ist der Kern des Evangeliums. Leider sprechen nur wenige Prediger von der Rettung vor Gottes Gericht. Die meisten Prediger betonen nur die Liebe und sprechen kaum von der Rettung vor dem Gericht.
Nehmen wir an, es gäbe weder ein göttliches Gericht noch die Hölle. Warum hätte Christus dann für unsere Sünden am Kreuz sterben müssen? Wovor rettet Er uns durch Seinen Tod?
Jesus Christus starb am Kreuz, um uns vor der Verdammnis zu retten und uns in das Himmelreich zu führen. Der Glaube an Jesus Christus bedeutet Himmelreich, während Unglaube Hölle bedeutet.
Offenbarung 20,10 beschreibt die Hölle wie folgt: „Und der Teufel, der sie verführte, ward geworfen in den feurigen Pfuhl und Schwefel, da auch das Tier und der falsche Prophet war; und sie werden gequält werden Tag und Nacht von Ewigkeit zu Ewigkeit.“
Gottes Wort über das Zorngericht gleicht womöglich einem Hammerschlag. Natürlich sollen wir nicht aus Angst vor der Hölle an Gott glauben, sondern aus Liebe zu Ihm. Wenn wir jedoch Gottes Gnadenangebot ablehnen, werden uns die Folgen des Unglaubens treffen. Jesu Warnung vor Seinem Gericht ist ein Ausdruck Seiner Liebe zu uns. Welche Eltern würden ihren Kindern nicht beibringen, auf dem Gehweg zu gehen, anstatt auf der Autostraße? Ebenso lehrt uns Gott deutlich, dass die Hölle ebenso existiert wie das Himmelreich und dass wir uns nicht für die Hölle, sondern für das Himmelreich entscheiden sollen.
Viertens: Füllt die Plätze voll! (9-10)
Der König sagt zu seinen Knechten: „Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die eingeladenen Gäste waren nicht würdig, am Hochzeitsfest teilzunehmen. Geht also hinaus auf die Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein.“
Die Knechte gehen auf die Straßen und bringen alle zusammen, denen sie begegnen – ungeachtet ihres guten Rufs oder schlechten Rufs.
Dies lehrt uns, dass Gott trotz der Ablehnung durch die Juden positiv handelt, indem er die Heiden zum himmlischen Festmahl einlädt. Die meisten Juden lehnten die göttliche Einladung, an Christus zu glauben, ab und verfolgten Christen. Deshalb sendet Jesus Christus Christen in die Welt, um alle Völker zum Fest des Glaubens einzuladen – und die Völker nehmen diese Einladung freudig an.
Auch heute noch möchte Jesus jeden Platz an seinem Festmahl füllen. Darum heißt er alle willkommen. Man kann einfach kommen; die Teilnahme ist kostenlos und an keinerlei Bedingungen geknüpft. Es ist eine große Überraschung! Wer hätte sich je träumen lassen, plötzlich eine solch königliche Einladung zu erhalten? Sie ist allein Gottes Gnade zu verdanken.
Gottes Einladung zum himmlischen Festmahl gilt allen Menschen. Wir sollen diese Gnade dankbar annehmen. Es gibt keine Voraussetzungen oder Qualifikationen. Jeder kann zum himmlischen Hochzeitsmahl kommen und Gottes Segen erfahren.
Darüber hinaus sind wir dazu berufen, Gottes Boten zu sein. Wir sollen allen von dieser gnädigen Einladung erzählen und sie zum himmlischen Fest einladen. Wir sollten die Plätze bei Gottesdiensten, Treffen am Dienstagabend oder Bibelstunden am Samstag mit Gästen füllen.
Fünftens: Das hochzeitliche Feierkleid
Als die Plätze voll besetzt sind, betritt der König den Festsaal. Er will die Gäste begrüßen und die Feier beginnen. Doch der König entdeckt einen Mann, der kein Hochzeitsfeierkleid trägt. Der König fragt ihn: „Mein Freund, wie bist du ohne Hochzeitsfeierkleid hier hierheingekommen?“ Aber der Mann gibt keine Antwort. Da sagt der König zu seinen Dienern: „Bindet ihm Hände und Füße und werft ihn hinaus in die Finsternis!“
Gott lädt alle Menschen – gute wie schlechte – ohne Vorbedingungen zum himmlischen Gastmahl ein. Jeder ist eingeladen, ganz gleich, ob er in der Vergangenheit Gutes oder Böses getan hat.
Die Geladenen sollen dann ein Hochzeitsfeierkleid anziehen und an dem himmlischen Gastmahl teilnehmen. Das Hochzeitsfeierkleid symbolisiert die Vergebung der Sünden durch den Glauben an den Opfertod Christi. Einmal fragte eine Menschenmenge den Apostel Petrus: „Was sollen wir tun, um (vom göttlichen Gericht) errettet zu werden?“ Da antwortete Apostel Petrus: „Tut Buße (für eure Sünde) und lasse sich jeder taufen auf den Namen Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen“ (Apg. 2,38).
Das ist wahr! Alle, die ihre Sünden bereuen und an Jesus Christus als den Sohn Gottes glauben, empfangen durch den Heiligen Geist Vergebung und werden Kinder Gottes. Die Vergebung der Sünden ist das festliche Hochzeitskleid der Christen. Dieses Gewand ist ein Geschenk. Wir können dieses Gewand anlegen und am himmlischen Hochzeitsmahl Christi teilhaben. Jeder ist eingeladen – sowohl die Bösen als auch die Guten. Doch wir müssen das uns unentgeltlich angebotene Hochzeitskleid auch tatsächlich anziehen. Ohne dieses Hochzeitskleid darf niemand am himmlischen Fest teilnehmen oder die himmlische Freude kosten.
Unsere Teilnahme am Hochzeitsfest
Die Glaubenswelt ist wie ein Hochzeitsfest. Gott lädt uns herzlich dazu ein. Wir sollen seine Einladung dankbar annehmen. Durch Buße und Glauben an Jesus Christus sollen wir das hochzeitliche Feierkleid anziehen und am himmlischen Hochzeitsfest teilnehmen. So können wir Gottes Freude und seinen Segen erfahren. Möge Gott unsere Teilnahme segnen und uns mit himmlischer Freude füllen. Amen!
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