Benvenuto Cellini: Perseus mit dem Haupt der Medusa
Guss des Perseus
Hauptartikel: Perseus (Benvenuto Cellini)
Nach einigen erfolgreichen Güssen an einer Büste des Herzogs und vier kleineren Statuen für den Perseus-Sockel goss er die dem Perseus zu Füßen liegende enthauptete Medusa. Nachdem ihm dieser Guss zur absoluten Befriedigung gelungen war, schritt Cellini endlich zur Tat und bereitete den Guss des Perseus vor, der wie die antiken Bronzen in einem Stück ausgeführt werden musste. Die Schilderung des Unternehmens fand breiten Platz in der Vita – wie nach dem Anstoß das Gebälk des Daches Feuer fing, Regen und Sturm hereindrangen, endlich der glühende Ofen platzte. Nach zwei Tagen zeigte sich jedoch, dass der Guss bis auf eine kleine Stelle am rechten Fuß vorzüglich gelungen war. Dem Herzog überbrachte er diese Nachricht zugleich mit der Bitte um Urlaub. Der wurde ihm gewährt und Cellini reiste nach Rom.
Seine Bemühungen dort galten einer Anstellung unter Papst Julius III., die ihm aber verwehrt blieb. Zurück in Florenz arbeitete er an der Errichtung einiger Festungstore, bevor er wieder die Arbeit an der Basis des Perseus aufnahm. 1554 wurde der Perseus in der Loggia dei Lanzi aufgestellt, wo er sich noch heute befindet. Als Cellini die vier Figuren für den Perseus-Sockel nicht der Herzogin überlassen wollte, die diese für ihre Privatsammlung begehrte, hatte er allerdings auch seinen Kredit in der Familie des Herzogs weitgehend verspielt, so dass keine größeren Aufträge mehr von dort zu erwarten waren. Zu allem Überfluss konnten sich die Parteien auch nicht auf den Preis der Monumentalskulptur einigen. Cellini verlangte 10.000 Scudi, der Herzog bezahlte dagegen nur 3.500 Scudi.
Der Perseus war Cellinis größtes Werk. Noch im Jahr der Enthüllung wurde Cellini feierlich in den florentinischen Adel aufgenommen, ungeachtet der Tatsache, dass er zu dieser Zeit im Ansehen des Herzogs tief gesunken war, ohne allerdings gänzlich in Ungnade zu fallen.