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06. November 2011
Träume und Sieg
1. Mose 37,1-11
Leitvers 37,9: „Und er hatte noch einen zweiten Traum, den erzählte er seinen Brüdern und sprach: Ich habe noch einen Traum gehabt; siehe, die Sonne und der Mond und elf Sterne neigten sich vor mir.“
Habt ihr von Musical Josef gehört? "Josef" ist eine Geschichte von einem Träumer, eine Geschichte voll Lebensfreude und Optimismus, eine Geschichte über die Kraft der Träume.
Josef ermutigt uns an die Kraft der Vision zu glauben, denn, wenn auch manchmal Wolken die Sonne verdunkeln, so werden eines Tages die Vision Wirklichkeit werden.
Gott möge euch eine große Vision schenken, sodass ihr wegen dieser Vision allen widrigen Umständen trotzen und siegen könnt.
1. Josefs Petzen
In Kanaan lebte ein Schafzüchter Jacob mit seinen zwölf Söhnen. Einen seiner Söhne, Josef, hatte Jacob besonders ins Herz geschlossen, da Jakob Josef an seine bereits verstorbene Lieblingsfrau erinnerte.
Josef war der erste Sohn Jakobs durch Rahel. Er war der zweitjüngste Sohn unter den 12 Söhnen, die Jakob durch zwei Frauen und ihre zwei Leibmägde zeugte. Er hatte einen leiblichen Bruder, der mehr als 10 Jahre jünger war als er.
Der Erzähler beginnt Josefs Geschichte damit, was Josef in seinem 17 Lebensjahr erlebte. Weil er jünger als seine Halbbrüder war, bestimmte sein Vater ihn zum Helfer bei seinen Halbbrüdern von Bilha und Silpa. Bilha und Silpa waren Leibmägde der Frauen Jakobs namens Lea und Rahel. Und die Mägde fanden keine gerechte Anerkennung, obwohl sie Jakob liebe Kinder schenkten. Darum waren ihre Söhne mit ihrem Vater nicht einverstanden. Sie redeten etwas Übles über ihren Vater nach, wenn sie unter sich waren. Und Josef erzählte seinem Vater, was seine Halbbrüder geredet hatten. Er hatte noch kein feines Gefühl für die Empfindung seiner Halbbrüder. Deswegen petzte er seinem Vater, was seine Brüder über ihn etwas Negatives erzählt hatten. Daraufhin waren seine Brüder Josef gegenüber sehr böse.
2. Josefs farbenprächtiger Mantel
Josefs Mutter war die Lieblingsfrau seines Vaters. Weil aber sie bei der Geburt Bejamins gestorben war, schenkte Jakob Josef und Bejamin mehr Zuneigung als seinen anderen Söhnen. Josef wurde bei seinen Brüdern noch unbeliebter, als der Vater, um diese Zuneigung aller Welt gegenüber deutlich zu machen, nur Joseph einen wunderschönen, farbenprächtigen Mantel kaufte. Damals kostete ein Mantel sehr teuer. Damit wollte Jakob seine Liebe zu seiner verstorbenen Frau Rahel ausdrücken. Josef war auf diesen Mantel und die Liebe seines Vaters stolz. Josef war zu diesem Zeitpunkt noch unreif. Er achtete auf das Gefühl seiner Brüder nicht, denn sie wurden sehr neidisch und hassten ihn. Erst später wurde er ein reifer Mensch, als er als Sklave verkauft wurde und viel leiden musste. Wir können die Vorliebe Jakobs für Josef verstehen. Wir können auch verstehen, warum Josef sich über die Vorliebe seines Vaters sehr freute.
Gefühle der Menschen zu verstehen – das ist nötig. Wir sollen aber nicht nur die Gefühle der Menschen verstehen. Wenn man von Gefühlen abhängig wird, kann man sich falsch verhalten. Wir müssen unbedingt darauf achten, ob unser Verhalten gerecht ist oder nicht. In dieser Hinsicht brauchten sowohl Josef als auch seine Brüder geistlich zu wachsen.
Gott möge uns dabei helfen, dass wir sowohl auf Gefühle als auch auf die Gerechtigkeit achten.
3. Josefs Traum
Neben dem Mantel gab es noch einen weiteren Grund für die Brüder, Joseph zu hassen. Josef war ein Träumer, und seine Träume klangen ziemlich selbstherrlich. So hatte er einmal im Traum gesehen, wie sich die Ährenbündel, die seine Brüder zur Ernte eingebracht hatten, vor seinem Ährenbündel verneigt hatten und wie die Sterne seiner Brüder am Himmelszelt seinem eigenen Stern gehuldigt hatten. Ohne Rücksicht auf die Gefühle seiner Brüder erzählte Josef seinem Vater und seinen Brüdern von seinem Traum. Seine Brüder bekamen den Eindruck, dass Josef sich eingebildet hätte, zu etwas Höherem geboren zu sein. Seine Brüder ärgerten sich darüber, dass Jakob sie geringschätze. Sie fürchteten sich insgeheim, dass Josephs Träume vielleicht Wirklichkeit werden könnten. Deswegen wollten sie ihn beseitigen.
Sie verkauften Josef als Sklave, damit aus seinen Träumen nichts werden sollten. Und Josef musste als Sklave viel leiden. Aber er hielt an seinen Träumen fest und hatte stets eine große Vision. Er war wegen seiner Träume gewiss, dass Gott mit ihm etwas Großartiges vorhatte. Wegen dieser Vision konnte er inmitten seines Leidens in der Liebe zu Gott und Menschen gut wachsen und ein reifer Gläubiger werden. Ohne göttliche Vision hätte er kein reifer Mensch Gottes werden können.
Gottes Vision öffnet unsere Augen für die göttliche Welt. Deswegen ist es wichtig, dass wir eine große Vision haben und diese Vision stets lebendig halten.
Nehmen wir an, dass Josef keine Vision gehabt hätte. Was könnte ihm passieren? Er wäre wegen der bösen Tat seiner Brüder maßlos verbittert, sodass er kein Herz haben könnte, anderen Menschen treu zu dienen. So hätte sein Leben ein unglückliches Ende gehabt. Gott sei Dank, dass er eine große Vision hatte und sie stets lebendig hielt.
Wir sollen die göttliche Vision vom Herzen annehmen und stets unsere Augen auf diese Vision richten. Dann wird Gott uns mit Freude und Kraft füllen, sodass wir alle Schwierigkeiten überwinden und Menschen und Gott treu dienen. Jeder Mensch wird mal in Schwierigkeiten geraten. Manchmal werden wir wegen unserer Fehler niedergeschlagen. Manchmal durch die Schuld anderer Menschen. Aber wenn wir eine große göttliche Vision haben, werden wir genug Kraft und Freude bekommen und alles überwinden. Wir sollen unbedingt eine göttliche Vision haben.
Wie können wir eine göttliche Vision bekommen? Der beste, sicherste Weg besteht darin, dass wir das biblische Zeugnis von der Wiederkunft des Herrn Jesus und von unserer Verwandlung vom Herzen annehmen. Apostel Paulus schreibt im 1. Kor Kapitel 15 über die Herrlichkeit der Auferstehung. Er schließt seine Ermutigung damit: „Darum, meine lieben Brüder, seid fest, unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn“ (58).
4. Angelicas Erlebnis
Der beste Weg zu einer großen Vision ist, dass wir das biblische Zeugnis stets vor Augen haben. Auch das Erlebnis einiger Leute kann unsere Vision stärken. Darum möchte ich euch das Erlebnis[1] von Angelica Elizabeth Zambrano Mora aus Guatemala über das Himmelreich wiedergeben.
Angelica ist eine Christin aus Guatemala. Mit 12 Jahren nahm sie Jesus als ihren Christus an. Aber sie fand es komisch, dass keiner von ihren Altesgenossen gläubig war. Sie wandte sich von Gott ab und führte ein fürchterliches Leben. An ihrem 15. Geburtstag versöhnte sie sich mit Gott wieder, aber sie zweifelte noch. Und sie lebte noch wie andere Mädchen. Obwohl ihr Vater zu ihr sagte, sich vernünftig zu verhalten, schlug sie seinen Rat in den Wind. Aber im Jahr 2008 tat sie mit 17 Jahren Buße für ihr falsches Verhalten, begann die Kirche zu besuchen. Se betete und las in der Bibel. Im August des Jahres wurde sie zum 15-tägigen Fastengebet eingeladen. Sie bat Gott darum, ihr ein Zeichen dafür zu geben, dass der Herr mit ihr ist. Und sie hörte dann akustisch Gottes Stimme „Rufe mich an, so will ich antworten und dir kundtun große und unfassbare Dinge, von denen du nichts weißt“ und sah bildlich Gottes Wort aus Jeremia 33,3 geschrieben.
Sie verstand aber nicht klar, was Gott mit „großen und unfassbaren Dingen“ gemeint hatte. Schließlich meinte sie, dass diese Dinge Himmel und Hölle sein müssen. Sie wollte das Himmelreich sehen, aber keine Hölle. Schließlich erklärte sie aber im Gebet, Gottes Willen zu gehorchen.
Als sie im November des Jahres mit einigen Glaubensschwestern aus der Kirche und mit ihrer Familie zusammen betete, sah sie den Himmel offen und zwei Engel herunterkommen. Die Engel wollten ihr helfen, den Himmel und die Hölle zu besichtigen. Sie sah auch den Heiligen Geist. Seine Stimme ist akustisch und voller Liebe.
Also am 7. November 2008 starb sie. Ihr Körper lag tot, aber sie stand geistlich auf. Und in Begleitung des Herrn ging sie durch einen Tunnel in die Hölle hinein und besichtigte sie. Es stank fürchterlich und der Abgrund war mit Flammen bedeckt. Die schrecklichen Dämonen tobten, um die Menschen und Gottesvolk in die Hölle zu bringen und sie zu peinigen. Sie sah dort quälende Menschen durch Teufel und Würmer. Und der Herr weinte sehr stark, weil er Mitleid mit den leidenden Menschen hatte, und Angelica musste auch weinen. Sie sah auch ihre Urgroßmutter dort. Der Herr erklärte, dass sie dort sei, weil sie anderen nicht vergeben hatte. Wer anderen nicht vergibt, kann keine Vergebung erfahren. Sie sah auch eine ehemalige berühmte Sängerin namens Selena. Sie bat Angelica, Menschen auf der Erde davor zu warnen, ihre gottlosen Lieder zu singen und in die Hölle zu kommen.
Angelica sah in der Hölle weitere Menschen: weltberühmte Leute, bekannte und unbekannte Leute. Und sie sah, wie die Dämonen planten, um die Menschen auf der Erde zu verführen. Sie wollen insbesondere Evangeliumsarbeiter wie Pastoren verführen. Aber der Herr sagte zu ihr, dass er seinen Leuten beistehen wird. Der Herr sagte: Menschen sollen gewiss sein, dass es Hölle und Himmelreich gibt. Sie sollen sich für das Richtige entscheiden.
Angelica und der Herr verließen die Hölle und kamen ins Himmelreich. Dort sah sie einen sehr langen Tisch, dessen Ende sie nicht sehen konnte. Sie sah dort einen großen Thron und vieltausende kleineren Throne. Der Tisch war mit vieler Obst und Teller und goldenen Kelch mit Wein bedeckt. In einem Garten begegnete sie bekannten Persönlichkeiten wie David, Josua, Mose, Abraham, Maria Magdalena oder Sara. Beispielsweise sah Abraham jung aus, sondern jung. Sie traf auch Jesu Mutter Maria. Maria sagte zu Angelica, zu den Menschen auf der Erde zu sagen, dass sie Maria nicht göttlich verehren sollen. Der Herr sagte, dass der Mensch nicht durch die Anbetung der Heiligen errettet werden kann, sondern nur durch den Glauben an Jesus Christus. Angelica überquerte eine goldene Brücke und kam auf eine goldene Straße. Dort bauten die Engel Schlosser. Sie beobachtete, wie die Engel die Schlosser bauten: Einige bauten sehr schnell, andere langsam und wieder andere kaum. Der Herr erklärte, dass die Engel hier wie die Christen auf der Erde arbeiten. Wenn die Christen auf der
Erde fleißig das Evangelium verbreiten, arbeiten die Engel im Himmelreich fleißig, um die Wohnungen für die erretteten Menschen schnell fertig zu bauen. Wenn die Christen aber kaum für die Rettung der Menschen tun, arbeiten die Engel für den Bau neuer Wohnungen nicht. Angelica sollte zu den Christen auf der Erde sagen, dass sie Menschen fleißig zum Glauben einladen sollen, damit die Engel auf ihre himmlischen Wohnungen schnell bauen.
Angelica sah Blumen, welche hin und her schwenken und Gott lobsingen. Aber der Herr sagte, dass viele Christen nicht mehr Gott lobsingen wie früher. Der Herr will zur Erde kommen und diejenigen, die von ganzem Herzen Gott loben, abholen.
Der Herr nahm Angelica entlang eines wunderschönen, kristallklaren Flusses. Als sie in den Fluss eintauchte, wurde sie sehr fröhlich, und ihre Freude war unbeschreiblich.
Christus zeigte ihr, wie der Tag seiner Wiederkunft aussehen wird. Und es wird auf der Erde Chaos herrschen, sodass viele Unfälle passieren. Aber Menschen können nicht sterben, obwohl sie wollen. Zahlreiche Christen werden entrücken, und ungläubige Leute suchen nach der Vergebung. Aber Christus antwortet ihnen, dass es zu spät ist. Der Herr sagte zu Angelica: „Ich werde sicher kommen, um mein heiliges Volk abzuholen.“
Angelica wollte nicht auf die Erde zurückkehren, sondern liebe im Himmelreich bleiben. Aber der Herr meinte, dass sie auf die Erde zurückkehren und den Leuten von ihrer Besichtigung bezeugen soll. Also kehrte Angelica zu ihrem irdischen Leib zurück. Ihr Leib war etwa 24 Stunde lang tot gewesen. Angelica bezeugte das Wort des Herrn: „Ich werde bald kommen, um mein heiliges Volk abzuholen. Sage zu meinem Volk, dass nur heilige Menschen mich sehen werden. Schweige nicht! Verkünde, was ich gesagt habe.“
Gott ermutigt uns durch die Geschichte Josefs, dass wir eine große himmlische Vision haben und unser Leben von dieser Vision abhängig machen sollen. Wenn wir eine himmlische Vision haben, können wir trotz aller Schwierigkeiten voller Hoffnung und Freude sein und das Evangelium kräftig verbreiten. Gott möge euch segnen.
[1] http://www.divinerevelations.info/Documents/Prepare_to_meet_your_God/German_Prepare_to_meet_your_God.pdf
Ihr Zeugnis wurde vorgetragen in Empalme, Equador, 29. Sept. 2009, 7 pm.
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