|
|
25. 10. 2026
Schaut auf Jesus am Kreuz!
Johannes 3,1-17
Johannes 3,16: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.“
Das zentrale Thema der Bibel die Liebe Gottes zu uns. Darum rettet Gott uns durch Jesus Christus und führt uns zu Gott im Himmel. Johannesevangelium Kapitel drei lehrt uns vom Kernstück der Liebeswerke Gottes zu uns, nämlich die Wiedergeburt durch den Glauben an Jesu Opfertod und seiner Auferstehung zum Himmelreich. Wenn wir diese Liebewerke Gottes verstehen, werden wir sehr glücklich und hoffnungsvoll und können eine herrliche Pilgerreise machen.
Um das Hauptthema der Liebe einzuführen, berichtet das Johannes zunächst vom Besuch des Nikodemus bei Jesus. Nikodemus war ein angesehener Lehrer der Juden. Er war sogar ein Mitglied der jüdischen höchsten Bebehörde. Heute könnte man ihn ein Mitglied des Bundestages nennen. Er besucht in der Dunkelheit der Nacht Jesus. Er öffnet sein Gespräch mit dem Wort: „Meister, wir wissen, du bist ein Lehrer, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm.“ (2).
Da antwortet Jesus: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem (od.: von oben) geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen!“ Jesus lehrte ihn über die Wiedergeburt. Ohne Gotteskind zu werden durch die Wiedergeburt kann niemand ins Reich Gottes kommen.
Da fragt Nikodemus, ob er wieder in seinen Mutterleib reingehen und wieder geboren werden kann. Jesus antwortet ihm in Vers 5: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen!“
Die Wiedergeburt ist eine geistliche Geburt. Wir wurden von Eltern leiblich geboren. Wir müssen nun durch den Heiligen Geist geistlich geboren werden, um Gottes Kinder zu werden und ins Himmelreich zu Gott zu kommen.
Da fragt Nikodemut, wie man zum zweiten Mal geboren werden kann. Er fragt sogar, ob er wieder in den Mutterreib eingehen und geboren werden soll. Jesus erklärt ihm, dass diese Wiedergeburt nicht eine fleischliche Geburt ist, sondern eine geistliche Geburt. Man kann durch die Sündenvergebung und Glauben an Jesus Christus ein Kind Gottes werden und ins Gottesreich kommen.
Diese geistliche Geburt ist von menschlicher Mühe oder Menschenwerken ganz unabhängig, denn sie ist Gottes Werk durch den heiligen Geist. Gottes Geist wirkt für die Wiedergeburt unabhängig von dem Willen des Menschen, wie der Wind ganz unabhängig vom Willen des Menschen bläst.
Nikodemus kann mit seinem Verstand die Wiedergeburt nicht verstehen. Darum fragt er: „Wie kann das dies geschehen?“
Jesus nennt ihm das Grundproblem des Nikodemus: Nikodemus glaubt nicht an Jesus.
Denn Gottes Wort in Joh 1,12 sagt: „Wie viele ihn (d.h. Jesus) aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“
Wenn Nikodemus Jesu Wort von der Wiedergeburt verstehen will, soll er sein verschlossenes Herz öffnen und an Jesus als Gottes Sohn glauben. Dann kommt der Heilige Geist in ihm und schenkt ihm die Überzeugung, dass er ein Kind Gottes geworden ist.
Gott kommt als Mensch in die Welt, um uns die Neugeburt zu schenken. Alle, die daran glauben, dass Jesus all unsere Schuld auf sich nahm, am Kreuz starb und auferstanden ist, empfangen Gottes Geist und werden Gotteskinder. Sie sind wiedergeboren.
Diese Wiedergeburt ist kein Menschenwerk, sondern Gottes Werk. Gottes Geist wirkt, wie er will, wie der Wind von unserem Willen unabhängig dorthin bläst, wohin er will. Gott erwartet von uns, dass wir daran glauben, dass Jesus, Gottes Sohn, für unsere Sünden starb, ist von den Toten auferstanden und in den Himmel gefahren ist. Wir sollen unsere Herzen für Gottes Wort durch das Wirken des Heiligen Geistes aufnehmen. Gott schenkt uns dann seinen Geist, sodass wir an Jesus glauben und seine Kinder werden und das ewige Leben und das Gottesreich empfangen.
Deswegen sagt Jesus: „Niemand ist gen Himmel aufgefahren außer dem, der vom Himmel herabgekommen ist, nämlich der Menschensohn.“
Jesus war bei dem Vater im Himmel, denn er ist eigentlich Gott. Er ist aber in Menschengestalt in die Welt gekommen, um den Menschen Gott zu zeigen und für die Sünden der Menschen als Opferlamm zu sterben und von den Toten aufzustehen. Unser Gott ist heilig und gerecht. Er kann unsere Sünde nicht verharmlosen. Etwas muss geschehen, damit der Zorn Gottes über unsere Sünde abgelegt wird. Das hat Jesus Christus getan. Er nahm alle Verantwortung für unsere Sünde auf sich und starb an unserer Stelle am Kreuz, sodass Gottes Zorn über unsere Sünde gestillt wurde. Wir können die Vergebung und den Heiligen Geist empfangen, wenn wir für unsere Schuld Buße tun und an Jesu Opfertod und seine Auferstehung glauben.
Ich will die Bekehrungsgeschichte von Charles Spurgeon wiedergeben. Charles Spurgeon ist ein mächtiger Erweckungsprediger in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in England. Es war 6. Januar 1850. Spurgeon war noch nicht ganz 16 Jahre alt. Wir können seinen eigenen Bericht[1] von Vorfall lesen:
<An einem Sonntagmorgen konnte ich wegen des Schneefalls nicht weit gehen. Darum besuchte ich in der Nähe eine Kirche, um Gottesdienst zu besuchen. Das war eine kleine, primitive Methodistenkirche. In der Kirche waren etwa 12 bis 15 Leute. …
Der Prediger begann mit seiner Predigt etwa so: „Meine Freunde, dieser Bibeltext ist wirklich sehr einfach. Der Bibeltext sagt: „Schaut auf ihn!“ Das Schauen braucht keine Mühe. Dazu braucht ihr weder eure Füße aufheben noch eure Finger, sondern nur schaut! Um zu schauen braucht ihr keine Universität zu besuchen, um das Schauen zu lernen. Ihr seid bestimmt keine dummen Menschen, die nicht schauen können. Jeder von euch kann schauen, sogar ein kleines Kind auch.
Aber der Bibeltext sagt: „Schaut auf mich!“ Viele von euch schaut auf euch selbst. Aber das hilft euch nicht. Ihr könnt dadurch keinen Frieden finden. Einige schauen auf Gott, den Vater. Aber nein. Schaut auf Jesus. Jesus sagt: “Schaut auf mich.” Einige von euch könnte sagen: “Wir müssen darauf warten, bis der Geist wirkt. Aber ihr sollt nicht darauf warten. Die Bibel sagt: ‚Schaut auf IHN!’
…
Als der Laienprediger etwa 10 Minuten geredet hatte, hatte kein Wort mehr zu sprechen. Der Prediger sah dann mich an. Er erkannte mich als fremden Gottesdienstbesucher, weil es nicht viele Besucher da waren. Er fixierte seine Augen auf mich und sagte, als ob er all meine Gedanken kenne:
„Junger Mann, du siehst ganz schlecht aus.“ Das stimmte. Aber seine Rede war für mich eine Überraschung, denn ich hatte bis dahin nicht erfahren, dass ein Prediger von Kanzel aus über mein persönliches Aussehen gesprochen hatte. Aber seine Rede an mir war ein Volltreffer. Er sagte weiter: “Und du wirst elend bleiben in deinem Leben bis in den Tod – falls wenn du diesem Bibeltext nicht gehorchst. Aber wenn du nun diesem Bibelwort gehorchst, wirst du gleich errettet.“
… ich nahm einen Gedanken mit. Wie die Leute auf die Bronzeschlange schauten und geheilt wurden, so war mit mir. Ich hatte bis dahin darauf gewartet, dass ich fünfzig Dinge tun würde. Aber ich hörte sein Schreien „Schaut!“ Was für ein bezauberndes Wort ist das für mich! Ich schaute auf Jesus am Kreuz, als wären meine Augen von mir gelöst.
Die dunklen Wolken waren verschwunden, und ich sah das herrliche Sonnenlicht. Ich bin geistlich auferstanden. Ich sang über das kostbare Blut Christi mit dankbarstem Herzen. Der einfache Glaube ist rein Gnade Gottes.“>
Wir können Johannes 3:16 als den Kerngedanken Gottes über uns Menschen betrachten. Gott liebt uns sehr, und deshalb hat er seinen Sohn für unser Heil geopfert, damit alle, die an ihn glauben, gerettet werden.
Wenn wir an Gottes Liebe und Opfer glauben, sind wir gerettet und sehr glücklich.
Die Bibel erklärt: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einziggezeugten Sohn geopfert hat.“
Die Welt bedeutet hier einfach alle Menschen, sowohl Gläubige als auch Ungläubige, weil Gott alle Menschen liebt.
Jeder neigt dazu, nur Menschen zu mögen, die freundlich zu ihm sind.
Die Bibel sagt, dass Gott das Böse hasst, aber auch Menschen liebt, die Böses getan haben, und sie vor der Verdammnis retten will. Gott möchte, dass wir uns entscheiden, an Gottes Liebe zu glauben. Natürlich können wir uns dafür entscheiden, nicht an Gottes Liebe zu glauben. Aber wenn wir uns dafür entscheiden, an Gottes Liebe zu glauben, können wir ewiges Leben haben und glücklich in Gottes Liebe leben. Aber wenn wir uns für den Unglauben entscheiden, sind wir in der Ewigkeit verloren.
Wir haben oft ein Problem, denn in unseren Augen sieht das Leben der Ungläubigen oft viel schöner aus als das Leben der Gläubigen. Also frage „ich“: „Wenn Gott liebevoll und allmächtig ist, warum lässt er dann zu, dass Menschen so viel leiden in dieser Welt? Gott ist unfair oder unfähig.“
Eine solche Frage stellt sich, weil die Menschen ein verwirrtes und verstörtes Bild von Gott haben. Aber die Bibel sagt die Wahrheit über Gott und den Weg zum gesegneten Leben.
Wir sollen uns an Gottes Wort in Johannes 3:16 erinnern. Unser Gott ist kein böser Gott. Er ist auch kein unfähiger Gott. Er ist ein liebender, allmächtiger Gott. Er hat seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt, damit Jesus an unserer Stelle am Kreuz starb, um uns vor der Verdammnis zu retten.
Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem göttlichen Sehen und unserem Sehen. Unsere Sicht ist kurzsichtig, wie die Sicht eines Autofahrers auf einer kurvenreichen Bergstraße. Aber Gottes Vision ist weitsichtig.
Gott warnt uns von der Spitze des Berges vor der drohenden Gefahr. Er warnt uns, weil wir an der gefährlichen Stelle überholen oder zu schnell fahren.
Aber wir sagen: "Gott will nur unsere Freiheit einschränken und uns den Spaß verderben." Und wir gehen in den Abgrund. Als Gott von der Spitze dieser Welt auf die Welt herabblickt, erkennt er, dass unser Leben in großer Gefahr ist. Er betrachtet unseren Herzschmerz, unsere Scham oder unsere Schuld. Er sieht, dass viele Menschen ein bedeutungsloses Leben führen. Er sieht, dass es auf der Welt Mord, Gewalt, Hass, Bitterkeit, Gier, Streit, Angst und Tod gibt. Er sieht unser Leiden und unsere Schwierigkeiten in dieser Welt.
Und Gott hat großes Mitleid mit uns. Obwohl er die Sünde hasst, liebt er uns Menschen, obwohl wir gesündigt oder Fehler begangen haben. Er liebt auch alle, die Unrecht getan haben. Deshalb wollte er uns alle retten. Obwohl nicht alle Menschen Gottes Liebe annehmen, ändert das nichts an der Tatsache, dass Gott alle Menschen liebt.
Denn Johannes 3,16 ist die Erklärung der göttlichen Liebe. Gott liebt alle Menschen unterschiedlicher Hautfarbe, Sprache und Herkunft und sie annehmen. Deshalb verkündet die Bibel: „Gott liebt alle Menschen auf der Welt!“
„Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab.“
Gott gab seinen eingeborenen Sohn für uns. Der einziggezeugte Sohn bedeutet den fleischgewordenen Gott. Gott hat sich geopfert, damit unsere Schuld bezahlt werden kann. Gott sah unsere Qual und wollte uns retten. Aber unsere Rettung bedeutete Schmerzen, Blutvergießen und den Tod seines Sohnes. Er opferte seinen Sohn, also sich selbst, für unsere Schuld. Gott hat sich an unserer Stelle in Jesus bestraft und Blutvergießen, Tod und Hölle erlitten. Durch die Vollstreckung der göttlichen Strafe an Christus werden wir von allen Lasten der Sünde befreit.
Die ganze Last der Sünde ist jetzt gebrochen. Gott ist nicht zornig auf uns, sondern liebt uns.
Gottes Wort in Vers 17 lautet: „Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde.“
Jesus ist nicht gekommen, um uns zu richten. Vielmehr kam er, um uns vor der Verdammnis zu retten und uns aufzubauen. Er zeigte den Menschen, die in ihrer Not zu ihm kamen, nicht mit dem Zeigefinger. Vielmehr akzeptiert er mit Liebe, Verständnis und Mitgefühl. Aus diesem Grund nehmen die Menschen seine Liebe und Vergebung dankbar an.
Als Beispiel können wir eine Frau am Jakobsbrunnen anführen. Sie hat fünf Mal hintereinander andere Männer geheiratet. Jetzt lebt sie mit einem sechsten Mann ohne Ehe zusammen. Jesus sieht die Sünde als etwas Schlechtes an. Aber über die Sünde hinaus blickt er auf die verwundete Seele der Frau. Er spricht freundlich mit ihr und spricht über ihre wahren Bedürfnisse. Sie braucht göttliche Liebe und einen Neuanfang. Deshalb spricht Jesus nicht in einem verurteilenden Ton, sondern in der Sprache des Mitgefühls. Und sie reagiert mit Erleichterung und Dankbarkeit.
Paulus schreibt dies wie folgt: „Ja, es war Gott in Christus, der die Welt mit sich versöhnte, ohne die Übertretungen der Menschen zu zählen …“ (2. Korinther 5,19).
1Kor. 13,2-3.13: „2Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte den Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. 3Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze.“
Offenbarung 21,1-4: „1Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. 2Und ich sah die Heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.
3Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; 4und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“
[1] C. H. Spurgeon Autobiography, Volume 1, 87-88, By John Piper. © Desiring God. Website: desiringGod.org
|
|
