|
|
1.Samuel 7 20.07.2025
Von Paulus Kwon
Die Wiederbelebung vom Volk Israel
1.Samue 7,1-17
Leitwort: 7,3
„Samuel aber sprach zum ganzen Hause Israel: Wenn ihr euch von ganzem Herzen zu dem HERRN bekehren wollt, so tut von euch die fremden Götter und die Astarten und richtet euer Herz zu dem Herrn und dient ihm allein, so wird er euch erretten aus der Hand der Philister.“
Im letzten Kapitel haben wir erfahren, dass die Kühe mit der Lade des Herrn geradewegs bis nach Bet-Schemesch kamen. Da fragten die Leute von Bet-Schemesch: „Wer kann bestehen vor dem Herrn, diesem heiligen Gott?“ Die Leute von Kirjat-Jearim kamen, holten sie herauf und brachten sie in das Haus Abinadabs. Die Bundeslade wurde hier viel lieber als von Fremden aufgenommen.
Im heutigen Text lernen wir, dass Samuel dem Herrn mit einfältigem Herzen diente. Und er führte das ganze Volk zur Umkehr zu dem alleinigen Gott. Wie kam das ganze Volk zur Umkehr zu ihrem Gott?
Möge Gott unser Herz von allerlei Mammon reinigen und zur Umkehr zum alleinigen Gott führen. Gott möge selbst als Zentrum und als Herr in unser Leben und in unsere Gemeinde kommen.
Möge Gott uns helfen, allein ihn anzubeten!
I. Zwanzig Jahre in Kirjat-Jearim
Betrachten wir uns Vers 2: „Aber vor den Tage an, da die Lade des Herrn zu Kirjat-Jearim blieb, verging eine lange Zeit; es wurden zwanzig Jahre. Dann wandte sich das ganze Haus Israel zum Herrn“.
Die Bibel erwähnt nicht, was in diesen letzten 20 Jahren geschehen war.
Wahrscheinlich gab es keine besonderen Ereignisse über diese Zeit zu berichten, außer dass Samuel an der Stelle Elis zum Richter und Priester ernannt wurde. Samuel war nicht nur ein Richter und ein Priester, sondern auch ein Prophet.
Wenn wir die Kapitel 19,20-24 lesen, lernen wir die Prophetenschule von Samuel kennen. Als König Saul zu dem Ort kam und Samuel und David suchte, kam der Geist Gottes auch über ihn und geriet in Verzückung vor Samuel. Also hatte Samuel diese Prophetenschule gegründet und lebte mit seinen Prophetenjüngern zusammen.
Samuel war weder ein hervorragender Politiker noch ein Wirtschaftswissenschaftler, noch ein Krieger. Was er getan hatte, war eine unscheinbare, stille Arbeit. Aber er war ein treuer Bibellehrer. Er erkannte, dass die Bundeslade ohne persönlichen Glauben bloß Furcht erregen und sogar überall den Tod bringen kann. Durch das Bibelstudium führte Samuel einen nach dem anderen zum persönlichen Glauben an Gott.
Es ist normal, dass man die Frucht seiner Arbeit möglichst bald sehen will. Wer fünf oder sogar zehn Jahre mit ganzer Kraft gearbeitet hat und danach keine sichtbare Frucht sieht, wird ungeduldig und verzagt. Manche geben es dann auf weiter mit den Mitarbeitern zusammenzuarbeiten. Verlassen aber nicht ganz die Gemeinde, indem einer nach langer Pause hin und wieder erscheint. So kurzsichtig können wir der heutigen Weltmission nicht dienen. So kurzfristig können wir nicht von Gott gebraucht werden.
Samuel arbeitete zehn Jahre lang hart. Aber das götzendienerische Volk Israel wirkte unbeweglich. Eine geistliche Erweckung des Volkes erschien aussichtslos. Dennoch gab Samuel nicht auf, sein Volk das Wort Gottes zu lehren und weitere Bibellehrer zu erziehen. Trotz der Enttäuschung setzte Samuel seine Arbeit weitere zwanzig Jahre fort. Sein ganzes Leben lang war Samuel der Bibellehrer Israels.
Einmal im Jahr besuchte er reihum die Heiligtümer in Bet-El, Gilgal und Mizpa, um dort Israel von Gott zu lehren und Streitfälle zu verhandeln. Die übliche Zeit wirkte er in seiner Heimat Rama und baute dort einen Altar für den Herrn.
Ohne persönlichen beharrlichen und überzeugenden Glauben an Gott war es unmöglich, so treu ohne Unterlass sein götzendienerisches Volk zu unterrichten. Dann geschah ein Wunder, wie wir in Vers 3 lesen, dass das ganze Volk Israel sich zu dem Herrn wandte!
Vielleicht erzog er dabei jedes Jahr einen Bibellehrer, der wiederrum jedes Jahr einen weiteren Bibellehrer heranziehen konnte. Dadurch entstanden in Israel eine Millionen gläubige Jünger, so dass ganz Israel zu dem Herrn bekehrte und allein ihm diente.
Hierdurch lernen wir, dass Gott eine Person, die ihm treu dient, überreich segnet und ein ganzes Volk zur Umkehr bewegt. Zum anderen lernen wir, dass wir Geduld haben müssen, wenn wir das Wirken Gottes erleben wollen. Hierdurch lernen wir von Samuel, wie wir den unmöglichen Menschen in Deutschland zur Umkehr zu dem alleinigen Gott dienen können. Die Hauptbeschäftigung von Samuel bestand in drei Tätigkeitsbereichen: Gebet, Gottes Wort lehren und Bibellehrer erziehen.
Obwohl seine Arbeit langweilig erschien, hat sie doch das ganze Volk zur Umkehr bewegt. Ja, im Grunde genommen können wir auch die Umkehr dieses Volkes nur durch das Wort Gottes und durch das Gebet wirken. Wo Gottes Wort gepredigt wird und das Gebet ohne Unterlass geschieht, entsteht Glaube, Hoffnung und Liebe.
Möge Gott unser treues Gebet und unser Zweier Bibelstudium reichlich segnen, so dass Deutschland im 21. Jahrhundert tatsächlich zur priesterlichen Nation verwandelt wird. Amen! So wird es geschehen.
II. Wiederbelebung der Israel
Lesen wir Vers 3: „Samuel aber sprach zum ganzen Hause Israel: Wenn ihr euch von ganzem Herzen zu dem HERRN bekehren wollt, so tut von euch die fremden Götter und die Astarten und richtet euer Herz zu dem Herrn und dient ihm allein, so wird er euch erretten aus der Hand der Philister.“
Samuel forderte das Volk auf, alle fremden Götter von sich fernzuhalten und allein dem Herrn zu dienen. Eigentlich sollte das Volk Jahwe allein dienen, denn er beansprucht, ihr alleiniger Gott zu sein.
Während meiner ein wöchigen Aufenthalte im Krankenhaus lernte ich diesen Gott kennen und beanspruchte ich diesen alleinigen Gott zu verkünden.
Ich sprach drei stationäre Patienten neben mir an, deren Operation kurz zurücklag: „Ich möchte für Dich in Namen Jesu für Deine Genesung beten, wenn du es willst..“ Weil sie es ausdrücklich wollten, betete ich jeweils für ihre weitere Heilung und Gesundheit. Sie antworteten „Amen“ und dankten dafür. Einer litt unter starker Kurzatmigkeit und in der Nacht musste ich den Notruf betätigen. Am nächsten Tag betete ich gemeinsam mit Maria und Lisset, die bei mir zu Besuch waren, für ihn mit dem Wort Gottes. Er war alleinstehend, aber gottgläubig. Er war sehr dankbar dafür. Bereitwillig tauschten wir unsere Adressen.
Für Schwester Lisset durfte ich mein ganzes Glaubenszeugnis vortragen und mit ihr zusammen beten. Durch die Erzählung über die Hochzeit in Kana aus dem Johannesevangelium lernten wir bewusst, dass Jesus zur Freude in die Menschheit kam.
Bruder Dirk kam zu Besuch, bekannte dass er getauft worden war. Er wollte diesmal getauft werden, wenn er das Taufzeugnis nicht findet. Die meisten getauften Leute in Deutschland leben danach nur in der Gottes- und Gemeindeferne. Aber er hat lange Zeit immer näher zu der Gemeinde gekommen. Zurzeit liest er die ganze Neue Testament. Soweit bekannte er seinen Glauben. Möge Gott sich über ihn erbarmen, in der Nacht zu schlafen und am Tag mehr Jesus Christus kennenzulernen.
Im Krankenhaus war ich selbst ein Patient. Aber ich bemerkte, je mehr ich mich Gott zur Verfügung stelle, desto größer der Handlungsspielraum und die Wirksamkeit Gottes werden.
ICH möchte weiter, Hand in Hand und Schritt für Schritt zur Rettung dieser Welt wirken. Denn unser Herr Jesus will, dass alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen und gerettet werden. (1.Tim 2,4) Amen!
Warum beansprucht Jahwe, allein angebetet zu werden? Und das, obwohl die meisten Religionen andere Götter neben ihren Göttern dulden. Sie tolerieren gern andere Religionen, weil sie ihren Gott nicht als alleinigen beanspruchen können. Denn sie haben keinen lebendigen Gott. Die allerlei Götter sind bloß Geschöpfe Gottes.
Gott ist allein der Schöpfer aller Dinge. In ihm haben alle Dinge ihren Anfang, ihren Bestand und ihr Ende. Er ist das A und das O. Gott ist kein Produkt menschlicher Vorstellung. Nicht wurde er zum eigennützigen Zweck der Menschen geschaffen, sondern die Menschen sind zur Anbetung Gottes geschaffen.
Darum ist es eine Sünde, wenn ein Mensch Gott nicht anbetet. Gott fordert uns auch deshalb auf, ihn allein anzubeten. Gott ist allmächtig. Weil er allmächtig ist, brauchen wir keine anderen Götter neben ihm. Gott allein anzubeten ist der Wille Gottes und es ist genug für unser Leben.
Darauf reagierte das Volk, wie wir in Vers 4 erfahren: „Da taten die Israeliten von sich die Baale und Astarten und dienten dem Herrn allein.“
Bis dahin dienten die Israeliten den Baalen und den Astarten, den Göttern von Aram, den Göttern von Sidon, den Göttern von Moab, den Göttern der Ammoniter und den Göttern der Philister und verließen den Herrn und dienten ihm nicht. (Richter 10,6)
So führen wir heute auch ein Glaubensleben an Gott und mit einigen Zusatzgöttern. Wir sehen heute, dass unsere jungen Menschen ein duales Glaubensleben führen. Sie sagen, dass ihr Partner lediglich gläubig sein muss. Es sei einzige Bedingung zur Heirat. Aber schnell ändern sie ihre Meinung. Angesichts existenzieller und grundsätzlicher Probleme stellen sie schon nach fünf Minuten ihre weitere Anforderungen: „Zumindest ein Grundeinkommen sollte man doch haben. Sollte man realistischer Weise mindestens einen sicheren Job haben? Oder?“
Wir Christen sollten auch vorsichtiger sein. Gier schleicht sich allzu leicht in unser Herz ein. Mit gezielten Worten oder Taten können wir uns einen heimlichen Vorteil sichern und die Begierde unkenntlich machen. Damit werden wir götzendienerisch. Scheinbar läuft alles unbemerkt ab, doch nicht vor Gott. Er erkennt haarscharf jedes Recht und Unrecht. „Der Herr ist der Richter“ (Ri. 11,27). Sie gleichen einen Stoppschild: Bitte anhalten, sonst läufst du Gefahr, in die Irre zu gehen. Gott will uns aus Liebe zu uns unbedingt verhindern, dass wir in die Sünde fallen.
Falls wir uns dennoch über seine Warnung hinwegsetzen, gibt Gott uns die Möglichkeit, wieder zurechtzukommen. Wie 1.Joh 1,9 folgend sagt: „Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er unsre Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit“ Wir können doch diesen vergebenden Gott beanspruchen.
Die Israeliten versammelten sich nun in Mizpa und fasteten an demselben Tag und bekannten ihre Sünde öffentlich vor dem Herrn. Die Philister näherten sich zum Kampf Mizpa ganz nah. Aber die Israeliten taten nur vor dem Herrn Buße und fasteten an diesem Tag. Auch hatten sie keine Waffen bei sich. Die Niederlage Israels schien schon besiegelt zu sein. Im Angesicht des Angriffes der Philister warteten die Israeliten auf Gott und auf das Gebet von Samuel. So vertrauten Israeliten auf Gott und baten Samuel, für sie zu Gott zu beten.
Damit konnte Gott allein durch seine Allmacht wirken. Gott ließ hier donnern mit großem Schall über die Philister am selben Tage. Damit erschreckte er sie, sodass sie vor Israel fliehen. Die Philister waren so gründlich geschlagen worden, dass sie es nicht mehr wagten, in das Gebiet Israels einzufallen.
Gott erhörte das Gebet von Samuel und befreite Israeliten von der zwanzigjährigen Unterdrückung der Philister. Samuel nahm einen Stein und stellte ihn zwischen Mizpa und Schen auf. Er nannte ihn „Eben-Eser“ – das bedeutet: Stein der Hilfe – und sprach: „Bis hierher hat uns der Herr geholfen“.
Samuel reiste jedes Jahr als Richter in verschiedene Städte und lehrte ohne Unterlass dem Volk das Wort Gottes. ER war ein gottesfürchtiger Hirte in jener Zeit. Durch einen gottesfürchtigen Mann konnten die Israeliten aus ihrer geistlichen Unwissenheit herauskommen und Gott allein dienen.
Gott segne unsere Internationale Sommerkonferenz 2025 in Hohegrete. Und er stelle unter den jungen Generationen zahlreiche Bibellehrer und Hirten für Europa auf! Möge Gott uns helfen, unser Herz von allerlei fremden Götzen zu reinigen und von ganzem Herzen Gott allein zu dienen. Lasst uns als Beter und Bibellehrer für diese Generation kostbar gebraucht werden!
Zum Schluss lesen wir den heutigen Leitvers 7,3: „Samuel aber sprach zum ganzen Hause Israel: Wenn ihr euch von ganzem Herzen zu dem Herrn bekehren wollt, so tut von euch die fremden Götter und die Astarten und richtet euer Herz zu dem Herrn und dient ihm allein, so wird er euch erretten aus der Hand der Philister.“
|
|
