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08. Jan. 2026
Leitvers 2: „Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.“
Das Jahr 2025 ist beendet und das Neujahr 2026 hat begonnen. Am Ende und am Anfang des Jahres haben wir Verschiedenes zu denken, zu planen und zu erledigen. Trotz solcher Beschäftigung sollen wir uns doch Zeit nehmen, um an Gott zu denken und das Neujahr zu planen.
Christus ist unser König. Weil er unser König ist, kann er uns auch die Orientierung für das Neujahr geben. Wir wollen ihm für dieses Jahr danken und von ihm her die beste Orientierung für das Neujahr empfangen. Gott möge euch mit seiner Führung für das Neujahr segnen.
1. Der Besuch des neugeborenen Königs (1-8)
Zunächst wollen wir zum Empfang des Neujahres den Weisen folgen, um unseren König zu besuchen.
„Wo ist der neugeborene König? Wir sind gekommen, ihn anzubeten“, so fragten die Weisen aus dem fernen Morgenland in Jerusalem. Leider wissen wir nicht genau, wo das Morgenland ist. Es könnte vielleicht Mesopotamien sein.
Die Weisen aus dem Morgenland waren Sterndeuter (Magier) aus dem Osten, die dem Stern von Bethlehem folgten, um das neugeborene Jesuskind zu finden, ihm Geschenke (Gold, Weihrauch, Myrrhe) zu bringen und es anzubeten.
Diese Männer stammten aus dem sogenannten Morgenland. Man vermutet, dass sie aus dem heutigen Nahen Osten, vermutlich aus Persien, kamen. Diese als Weisen beschriebenen Wissenschaftler waren vermutlich Sterndeuter, also Astrologen. In dieser Funktion beobachteten sie das Aufgehen eines neuen Himmelssterns.
Quelle: https://www.lignoma.com/de/magazin/heilige-drei-koenige/
Mit dem Flugzeug konnte ich von Chicago nach Düsseldorf nur in 9 Stunden kommen. Aber zu jener Zeit gab es weder Flugzeug noch Zug noch Auto. Darum mussten die Weisen mit Kamelen, Eseln oder zu Fuß reisen. Sie brauchten ein oder zwei Monate, um nach Jerusalem zu kommen. Zu dieser Reise mussten sie Brot und Trinkwasser mitbringen oder es unterwegs kaufen. Und sie mussten jeden Tag Abend irgendeine Herberge finden.
Warum unternahmen sie solch eine beschwerliche Reise?
Ihre Anfrage gibt uns die Antwort: „Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.“
Sie suchten nach dem neugeborenen König der Juden, um ihn anzubeten.
Die Geburt Christi ist eine frohe Nachricht für alle Menschen, denn er ist der König der Könige und der Heiland aller Menschen. Deshalb wollten auch die Weisen das neugeborene Baby mit ihren Augen sehen, sich über das Baby freuen und es anbeten.
Diese Weisen lehren uns, dass wir auch Jesus als König der Könige und als Heiland entdecken, uns über sein Kommen freuen und ihn anbeten sollen.
Aber manche freuten sich über die Geburt des Heilands gar nicht. Der König Herodes war ein Beispiel dafür. Anstatt sich zu freuen, erschrak er.
Warum erschrak er? Weil er Angst davor hatte, dass der Messias ihm den Thron nehmen würde. Er schätzte sein Königtum mehr als Gott und klammerte sich an seinem Königtum. Auch deshalb erschrak er, weil er sich über die göttliche Strafe für seine Sünden fürchtete, denn er hatte viele Unschuldige, z. B. seine Ehefrau Mariamne, ermordet. Beispielsweise hatte er viele unschuldige Menschen, sogar seinen eigenen Sohn, getötet.
Nicht nur er, sondern ganz Jerusalem geriet in Angst vor der möglichen Gräueltat des Herodes.
Herodes aber war schlau und verhielt sich, als ob er ein frommer König wäre. Er rief alle Hohepriester und Schriftgelehrten zu sich und fragte sie, wo der Christus geboren werden sollte. Sie antworteten ihm: „Bethlehem in Judäa; denn es steht im Buch des Propheten Micha 5,1: <Und du, Bethlehem in jüdischen Lande, bist keineswegs die kleinste unter den Städten in Juda; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll.>“
Und Herodes rief die Weisen heimlich zu sich und erkundigte sich zunächst genau, wann der Stern erschienen war. Er sagte dann zu ihnen: „Zieht hin und forscht fleißig nach dem Christuskind. Wenn ihr das Kind findet, sagt mir Bescheid, damit ich auch komme und es anbeten kann.“
Herodes spielte meisterhaft Theater, als wolle er deshalb den Geburtsort Christi erfahren, um Christus anzubeten. In Wirklichkeit wollte er Christus töten, weil er ihn als eine Bedrohung für sein Königtum betrachtete. Er fühlte sich bedroht, weil Christus der neugeborene König der Juden hieß. Herodes selbst war kein Jude, sondern ein Idumäer. Die Idumäer bzw. Edomiter waren Nachkommen Esaus, des Zwillingsbruders Jakobs.
https://biblehub.com/atlas/idumea.htm
Die Idumäer hießen auch Edomiter. Sie wohnten südlich vom Salzmeer. David (Königszeit: 1004-971 v. Chr.) machte das Gebiet der Edomiter zu einem Teil seines Reiches. Die Edomiter trennten sich dann 850 v. Chr. von Juda und wurden ein eigenständiges Königreich. Danach wurden sie zunächst ein assyrischer Tributstaat, 552 v. Chr. ein neubabylonischer Provinzteil und dann 539 - 400 v. Chr. eine persische Provinz.
Judas Makkabäer stammte aus einer Priesterfamilie der Nachkommen Aarons. Als Hasmonäer-König Johannes Hyrkanos I (175-104 v. Chr.; regiert: 134-104 v. Chr.) Idumäa eroberte, bezwang er die Idumäer zur Beschneidung und zum Judentum, sodass alle Idumäer sich zum Judentum bekehren mussten. Aber das Hasmonäerreich dauerte nur etwa 100 Jahre, bis die Römer 63 v. Chr. das Land eroberten.
Herodes der Große war ein Idumäer, der in einer judaisierten Familie geboren wurde. Er wurde 47 v. Chr. Feldherr von Galiläa. Er wurde dann 40 v. Chr. durch seine politische Kunst vom römischen Senat zum König von Judäa ernannt. Danach erweiterte er sein Herrschaftsgebiet. So fiel Jerusalem mit dem Makkabäerkönig Antigonos 37. V. Chr. nach blutigen Kämpfen. Und Herodes erweiterte sein Herrschaftsgebiet mit weiteren Eroberungen fast die davidischen Grenzen.
Weil Gottes Wort in 5. Mose 17,15 aber ausdrücklich verbot, Nicht-Israeliten zum König über Israel einzusetzen, wollten die streng religiösen Juden Herodes nicht als ihren König anerkennen.
Aber Herodes war ein politisches Genie. Er versuchte, sowohl Juden als auch Römern zu gefallen. Dazu verstieß er 42 v. Chr. seine erste Frau und heiratete eine Hasmonäerin, Mariamne. Er baute ab 21. v. Chr. auch den Tempel in Jerusalem, um den Juden zu gefallen.
Er baute Samarien wieder auf und nannte sie „Augustusstadt“, um den Römern zu gefallen.
Aber er war ein grausamer Mensch. Aus Misstrauen ließ er auch einige von seinen eigenen Söhnen aus seinen acht Ehefrauen töten. Deswegen wurde das Wort „Die Schweine des Herodes sind sicherer als seine eigenen Söhne“ damals sprichwörtlich. Als der Christus in den letzten Jahren seiner Regierungszeit geboren wurde (4. V. Chr.), ließ er alle Babys um Bethlehem töten, um den Christus zu beseitigen. Aber sein Versuch, den Christus zu ermorden, war vergeblich. Und er selbst musste kurz danach sterben.
Eigentlich brauchte Herodes keine Angst vor Christus zu haben. Er brauchte nur für seine Sünde Buße zu tun und durch den Glauben an Christus die Vergebung anzunehmen. Er sollte sich über seine Geburt freuen, denn Christus ist auch für ihn geboren. Aber er wollte nicht Buße tun. Vielmehr betrachtete er Christus als eine Gefahr für sein Königtum und wollte ihn töten. Er versuchte zunächst, seiner bösen Absicht zu verheimlichen. Darum bat er die Weisen, dass sie ihm Bescheid sagen mochten, wo sie das Christuskind finden hätten.
Die Weisen hatten keine Ahnung über seine wahre Absicht. Darum antworteten sie ihm mit „Ja!“ und reisten in Richtung Bethlehem weiter.
2. Anbetung des Königs (9-11)
Die Weisen aus dem Morgenland hörten durch den König Herodes, dass der Christus in Bethlehem geboren sein musste. Darum zogen sie nach Bethlehem. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er über dem Haus stand, wo das Christuskind war.
Was ist die Botschaft Gottes, die Gott uns durch das Verhalten der Weisen lehrt?
Erstens: Jesus ist unsere Freude wie die Freude der Weisen (Vers 10)
Der Vers 10 lautet: „Als sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut.“
Die Weisen freuten sich sehr, als sie durch die Leitung des Sterns das Christuskind finden konnten. Wegen ihrer Freude vergaßen sie all ihre bisherige Müdigkeit und Schwierigkeiten.
Für die Menschen gibt es verschiedene Gründe zur Freude. Man freut sich über seine Kinder, seine Frau oder ihren Mann, Reichtum, Studienerfolg, Berufserfolg usw. Sportfans freuen sich über den Sieg ihrer Mannschaft. Wissenschaftler freuen sich über ihren Forschungserfolg. Die Weisen aber freuten sich darüber, dass sie Christus fanden. Sie hatten eine beschwerliche Reise unternommen, um diesen Christus zu finden.
Was ist aber der Unterschied zwischen unserer Freude und der Freude der Weisen? Unsere Freude über unsere Familienangehörigen, Reichtum oder verschiedene Erfolge hat eine begrenzte Dauer und kann höchstens 100 Jahre dauern. Aber die Freude über das Christuskind hat trotz der verschiedenen Tragödien wie Unglück, Krankheit und Tod kein Ende, weil er uns das ewige Leben, das Gottesreich und die wahre Freude schenkt. Wir sollen die Frohe Nachricht richtig annehmen und die göttliche Freude genießen. Die Freude über Jesus Christus kann uns trotz all unserer Krankheit und sogar unserer Todeskrankheit ein heiles, seliges Leben und Freude schenken. Ich bekomme oft Nachrichten von Stephan und Seungmi, dass es ihren Kindern gut geht. Solche Nachrichten machen mich fröhlich. Aber Christus ist meine und unsere größte Freude, denn er ist unser Gott und unser Heiland. Er schenkt uns das ewige, selige Leben und das Himmelreich. Und er ist stets mit uns. Wir sollen uns darüber freuen.
Worüber oder über wen freuen wir uns? Wer oder was kann uns die größte und dauerhafte Freude schenken?
Die Weisen aus dem Morgenland zeigen uns, dass Jesus Christus unsere größte und dauerhafte Freude ist. Warum? – Weil er der Christus ist.
Zweitens: Jesus ist König, den wir vom Herzen anbeten sollen (Vers 11)
Die Weisen fragten: „Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.“
Die Weisen waren weit hergekommen, um den neugeborenen Jesus anzubeten, denn er ist der wahre König und Heiland. Als sie das Christuskind fanden, fielen sie nieder und beteten es an. Und sie gaben ihm auch kostbare Schätze als Geschenke.
Die ganze Bibel sagt, dass Jesus bzw. Gott unser König ist.
Israel hatte bis 1000 v. Chr. keinen König, obwohl seine Nachbarländer schon längst Könige hatten, denn Gott allein wollte ihr König sein. Aber die Israeliten wollten unbedingt einen menschlichen König haben wie ihre Nachbarländer. Daraufhin sagte Gott zu Samuel: „Gehorche der Stimme des Volkes in allem, was sie zu dir gesagt haben; denn sie haben nicht dich, sondern mich verworfen, dass ich nicht mehr König über sie sein soll“ (1. Samuel 8,7).
So wurde zunächst Saul der erste König Israels und danach David. Aber weder Saul noch David noch seine Nachfolger konnten keine wahre Könige für sie werden, denn sie mussten alle sterben.
Nun sagten die Weisen aus dem Morgenland, dass sie gekommen seien, um den neugeborenen König anzubeten.
Kein irdischer Mensch kann unser König sein. Nur Gott allein ist unser wahrer König.
Warum ist Gott allein unser wahrer König?
Deshalb, weil Gott der Schöpfer ist. Er hat uns höchstpersönlich erschaffen. Er kennt uns, unsere Situationen und unsere Bedürfnisse ganz genau. Kein Mensch der Welt kennt uns, unsere Lage und unsere Notwendigkeiten so gut wie Gott. Und kein menschlicher König ist fähig, über alle Lage Herr zu sein und sie zum Besten zu lenken. Aber Gott kann das, weil er Gott ist. Und er liebt uns und leitet alles zu unserem Besten. Seine perfekte Leitung bedeutet natürlich nicht immer, dass wir keine Schwierigkeiten haben würden. Aber er leitet alle Begebenheiten so, dass er seinen besten Willen perfekt erfüllt. Sein bester Wille ist für uns, die Gott lieben, auch das Beste (Röm. 8,28).
Wir sollen Jesus als unseren König vom Herzen annehmen, ihm vertrauen, ihm folgen und ihm dienen. Das ist der Weg zum glückseligen Leben. Viele Christen wollen aber diese Wahrheit nur teilweise annehmen. Sie erkennen theoretisch, dass Jesus Christus ihr König ist. Sie vertrauen ihm aber nicht. Sie wollen ihm auch nicht gern dienen. Vielmehr wollen sie, dass Christus ihnen dient und ihre weltlichen Wünsche erfüllt. Das ist ein großes Missverständnis. Wir sollen unsere falsche Vorstellung von Christus aufgeben und eine richtige Vorstellung haben. Wir sollen zu Christus kommen, um ihn anzubeten und uns ihm hinzugeben.
Wenn wir versuchen, durch Jesus Christus hauptsächlich unseren eigenen Wunsch zu erfüllen, werden wir unglücklich. Wenn wir aber Jesus Christus anbeten und ihm dienen, werden wir erfahren, dass er uns reichlich segnet und uns himmlische Freude, seinen wahren Segen und sein Reich schenkt.
Drittens: Jesus ist würdig, dass wir ihm aus freudigem Herzen unsere Gaben geben.
Nachdem die Weisen aus Morgenland das Baby Jesus angebetet hatten, taten sie ihre Schätze auf und schenkten ihm ihre Geschenke, nämlich Gold, Weihrauch und Myrrhe (12).
Gold war damals das Symbol für den König. Weihrauch für die Priesterschaft und Myrrhe für sein Leiden und seinen Tod.
Weil sie große Freude an dem Heiland Jesus Christus hatten, schenkten sie ihm ihre Gaben. Sie erwarteten aber von Jesus keine Gegenleistung. Das Motiv des Christusbesuchs war also rein. Danach kehrten sie zu ihrem Land zurück.
Manche verstehen das Ziel des Glaubens an Jesus Christus falsch. Sie wollen von Jesus irdischen Segen empfangen. Natürlich segnet Jesus Christus je nach dem verschiedenen Segen. Aber uns Motiv des Glaubens soll rein sein, denn er hat uns große Freude durch Sündenvergebung, Anbetung und Beisammensein mit Christus und das Himmelreich geschenkt.
Ich freue mich, dass ich Jesus Christus finden konnte und Gemeinschaft mit Ihm haben kann. Wegen dieser Freude bringe ich ihm meine drei Gaben, meine Autobiografie, den Zehnten und meine deutsche, englische und koreanische Predigten mit großer Dankbarkeit.
Jeder Christ kann sich überlegen, welche Gabe er Jesus Christus bringen kann. Gott wird ihn mit himmlischer Freude segnen.
In diesem Neujahr wollen wir in Jesus große Freude erfahren und Ihm als unseren König anbeten und ihm unsere Gaben bringen. Er wird uns bestimmt segnen und uns viel Freude schenken. So können wir als Segen für unsere Familienangehörigen, Freunde und unzählige Menschen wirken, wie Gott uns in Genesis 12,2-3 versprochen hat.
Gott möge euch alle im Neujahr segnen!
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